Folge 59: Bildungskrise in Ost und West -

Shownotes

[[Linkbeschreibung](https://taz.de/Aufstiegsversprechen-an-Schulen/!6161735/)](https://taz.de/Das-Drama-der-Schulen/!vn6079844/)](https://taz.de/Chancenungleichheit-in-Deutschland-Desaster-fuer-Jugendliche-und-Staat/!6174652/)](https://taz.de/Das-Drama-der-Schulen/!vn6079844/))

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00:00:01: Wir haben gerade einen Schulversuch zum Thema Notenfreie Grundschule.

00:00:05: Die ersten Rückmeldung ist, dass es eigentlich keinen großen Unterschied macht.

00:00:09: Ich glaube das ist generell bei der Bildungspolitik so, dass wir relativ viel umkämpfte Filter haben.

00:00:15: aber ich glaube man braucht da einfach ein bisschen mehr Gelassenheit, Vertrauen in die Menschen vor Ort

00:00:20: und

00:00:20: dann funktioniert das auch.

00:00:38: Hallo und herzlich willkommen zum Mauer Echo Ostriff West, dem Einheitspodcast der Tatspannter Stiftung.

00:00:43: Ich bin Dennis Schiponder, euer host und freue mich dass ihr wieder eingeschalten habt!

00:00:46: Wir befinden uns ja gerade mitten in der Ferienzeit und deswegen dachten wir reden jetzt über das Thema Bildung Und das mache ich hier nicht alleine.

00:00:54: Deswegen habe ich mir zwei tolle Gäste eingeladen.

00:00:57: Das ist zum einen Luis Krüger aus Berlin.

00:01:02: Hallo, schön dass du da bist!

00:01:04: Hi Dennis!

00:01:05: Louis ist Rühner Politiker in Berlin und das Pendant dazu ist diese Woche Andreas Sturm von der CDU in Baden-Wittenberg.

00:01:15: Hallo Andreas!

00:01:16: Hallo Dennis vielen Dank für die Einladung!

00:01:18: Gerne gerne Und ich finde das eine ganz spannende Folge, weil es ist ja einmal so... Man macht immer diese Unterschiede auf zwischen Grüne in Berlin und Grüne im Baden-Württemberg.

00:01:28: Das ist schon ein gegenteiliger Pool!

00:01:30: In Baden Württmberg habt ihr schon gewählt?

00:01:32: Ihr seid schon wieder in der Arbeit, im normalen Eitag Luis.

00:01:36: Du bist gerade mitten im Wahlkampf.

00:01:38: Wie ist dein Gefühl gerade?

00:01:40: Weil in Berlin ist es ja an Kopf für an Kopfrennen.

00:01:43: Ich würde sagen, in Berlin alles offen.

00:01:46: ist aufregend im positiven oder negativen Sinne.

00:01:49: Man macht sich natürlich auch ein bisschen Gedanken, wie es ausgeht.

00:01:53: aber das ist eben auch schön dass wir so viele Parteien haben die hier mitmischen.

00:01:57: bei einer müsste es nicht unbedingt sein.

00:02:00: genau deswegen ist noch alles offen.

00:02:02: es wird wirklich davon abhängen welche Parteien am Ende inhaltlich zusammen finden welche Koalition dann daraus kommt.

00:02:09: Andreas, du hast ja sozusagen das alles schon hinter dir.

00:02:13: Bist du auch über froh wenn es dann wieder an die normale Arbeit geht und ihr wieder anpacken könnt?

00:02:19: oder hast Du eigentlich Wahlkämpfe sehr gern?

00:02:22: Ich hab Wahlkämpfe schon sehr gern, aber das zieht sich ja meistens über mehrere Monate mindestens ab der Nominierung.

00:02:27: Von daher war ich dann auch froh, wenn's als es vorbei war.

00:02:30: Und jetzt habt ihr nochmal zwanzig Sekunden!

00:02:33: Weil Landespolitik kennt ihr immer die Landesgrenzen nicht so viele Menschen.

00:02:37: Deswegen habt ihr noch mal zwanzi Sekunden euch jetzt selbst vorzustellen.

00:02:41: Louis fangt nur doch gerne an hier sind deine zwanzige Sekunden.

00:02:44: wer bist

00:02:45: du?

00:02:46: Genau, ich bin Louis Krüger aus Berlin hier geboren und seit Jahrzehnteinundzwanzig im Parlament Bildungspolitischer Sprecher der guten Fraktion.

00:02:54: Und habe da vor Lehramt studiert.

00:02:55: also Bildung war schon immer mein Thema!

00:02:58: Ich möchte das in Berlin alle Kinder die gleichen Chancen haben.

00:03:02: dass ist für mich so das größte Ziel und der größte Anspruch von unserem Bildungssystem.

00:03:07: Und Andreas jetzt kommen deine zwanzig Sekunden.

00:03:12: Mein Name ist Andreas Sturm, ich bin der Bildungspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion in Baden-Württemberg.

00:03:17: Ich war vorher als Lehrer aktiv am Gymnasium an der Berufsschule allerdings in Hessen und nun bin ich in meinem Bundesland zurückgekehrt um dort versuchende Bildungszukunft fit zu machen.

00:03:28: Super da haben wir erstmal schon eine Perspektive und ihr lebt ja sozusagen im Ost und West wie sie das bei uns immer sehr typisch ist.

00:03:37: Luis du bist ja ungefähr so alt wie ich auch noch Nachwändenkind.

00:03:41: Was hat denn eigentlich so dieses Ost-West-Perspektive, wenn du jetzt mal für eine jüngere Generation sprichst vielleicht?

00:03:47: Was hat das noch mit uns zu tun oder auch in eurem Bereich?

00:03:51: Das ist ne gute Frage.

00:03:52: Weil die Identifikationen mit Ost und West ja auch immer ein bisschen infrage gestellt wird gerade für Nachwändegenerationen.

00:04:00: also was hat das eigentlich noch mit Uns zu tun, die DDR gar nicht erlebt haben?

00:04:06: Und ich finde es schon immer spannend weil man das natürlich Also Familie merkt, also ich merke das bestimmte Themen in meiner Familie nicht offen besprochen werden.

00:04:16: Das Vermögen sich natürlich irgendwie anders verteilt.

00:04:19: Das sind so ein bisschen die Klassiker, die man auch kennt und ich habe das jetzt vor allen Dingen angefangen auch stärker wieder in den Fokus zu nehmen würde ich sagen in der Auseinandersetzung mit Menschen sage ich mal aus dem Westen kommen.

00:04:34: Ich finde es wird ja immer dann sichtbar wenn unterschiedliche Sichtweisen oder Sozialisationen aufeinander treffen, also wenn ich mein Partner ist zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet.

00:04:45: Wenn wir uns unterhalten dann merken wir einfach an manchen Stellen ui da haben wir irgendwie familiär was anderes mitbekommen dafür nicht dann irgendwie sichtbar.

00:04:52: Kannst du das konkreter machen?

00:04:53: Das findet er so für Unterschiede auf?

00:04:56: Tatsächlich Erstmal in der Frage inwiefern eigentlich die deutsche Teilung und auch die Wiedervereinigung eine Relevanz hat.

00:05:05: Mein Gefühl ist Ich kann das ja immer nur aus meiner Perspektive und wie ich das so wahrnehme berichten.

00:05:11: Mein Gefühl ist, dass für die Menschen, die im Osten ergeliebt haben und leben, das ein viel größeres und relevantes Thema ist als für Menschen, der im Westen gelebt haben oder Leben, weil sich für sie bisschen weniger verändert hat einfach als zum Menschen im Oßen, deren ganzer Staat aufgelöst wurde, deren Gesellschaftsstrukturen angepasst wurden.

00:05:32: Und das ist natürlich was, den man sich nicht entziehen konnte ist so ein Unterschied, den ich wahrnehme.

00:05:38: Ja man spricht da ja auch immer von... für Westdeutsche war die Deutsche Einheit ein Fernsehereignis und für unsere Gesellschaft sozusagen unter den Osten war es halt eine Begebenheit, die das ganze Leben verändert hat.

00:05:50: War das in deiner Familie auch so?

00:05:52: Dass ihr das eher im Fernsehen gesehen habt Andreas oder hast du da mehr Berührungspunkte mit gehabt früher?

00:05:58: wie war das bei dir?

00:06:00: Also da ich jetzt neunzigzechsundachtzig geboren bin kann ich mich da überhaupt nicht daran erinnern.

00:06:06: Die erste Begegnung hatte ich tatsächlich als mein Vater als Gemeinderat bei uns einer Partnergemeinde eingeladen, das war Anfang der Neunziger.

00:06:13: Da wurde ich dann von der Schule befreit, durfte nach Dresden lange Brück fahren und das war für mich total spannend zu sehen.

00:06:19: Man hat natürlich erklärt bekommen wo die Unterschiede liegen und als ich zurückkam hatten wir einen Stuhlkreis gemacht.

00:06:24: nicht stürfter erzählen weil ich war damals glaube ich der erste in der Klasse der in den neuen deutschen Bundesländern waren.

00:06:31: Das war für uns eine ganz spannende Perspektive vor allem weil wir jedes Jahr den Austausch hatten.

00:06:35: Das heißt die Feuerwehren haben sich besucht da war ein reger Austausche und von daher sage ich jetzt mal habe Ganz die Vorwändeperspektive, seit ich denken kann haben wir das Vereinigte Deutschland.

00:06:48: Es ist aber trotzdem spannend zu sehen wo die Traditionen liegen und wo man sie heute noch sehen kann.

00:06:53: Du bist ja sozusagen weil du bist in Ostberlin groß geworden und du hast aber beide... also wenn wir jetzt aufs Thema Bildung und Ostern West kommen, du hast ja beide Schulsysteme sozusagen mitbekommen.

00:07:04: oder hat sich da in Berlin Ich meine, das sind ja keine zwei Schuhe-Systeme mehr.

00:07:08: Aber hat man da noch irgendwas gemerkt von... Es gibt einen Unterschied im Bildungssystem?

00:07:14: Also tatsächlich war ich sowohl in der Grund als auch weiterführenden Schule quasi in Westberlin, im Kindergarten aber in Ostberlin und habe aber auch in Brandenburg gelebt, als ich in Berlin in der Schule war also genau.

00:07:25: Ich hab immer so ein bisschen beides erlebt.

00:07:29: und du hast es schon gesagt wir haben Ein Bildungssystem in Berlin.

00:07:34: und trotzdem merkt man natürlich noch historisch, dass es mal zwei unterschiedliche Bildungs-Systeme waren.

00:07:41: Und ich mache mal ein Beispiel im Berlin wurde das kostenlose Mittagessen an der Grundschule eingeführt.

00:07:46: Es gab einen Teil der Stadt, der war sehr gut darauf vorbereitet.

00:07:49: Das war der Ostteil der Stadt weil es da früher auch schon gängig war in der Schule zu essen und die Schulen im Westthalterstadt mussten nicht erstmal darum kümmern, Essensräume, Küchen usw.. an den Schulen einzurichten.

00:08:02: und das ist ein ganz praktisches Beispiel, wo einfach spürbar wurde dass der Schulalltag unterschiedlich organisiert war.

00:08:09: Und sich das eben in der Ausstellung der Schulgebäude immer noch so wieder gespielt

00:08:12: hat.

00:08:13: Andreas aus deiner Perspektive gibt es da immer noch sehr starke Unterschiede zwischen Ost- und West die du wahrnimmst?

00:08:21: Nimmst du das noch anders wahr?

00:08:23: Ja, ich finde da gibt es sehr starke große Unterschiede.

00:08:26: Die drei größten glaube ich ist einerseits die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

00:08:30: das glaube ich der größte Punkt den man ganz stark spürt.

00:08:34: Das zweite ist dass es eine frühe unverlässliche Sprachförderung gab Und das ist ja etwas, was wir jetzt auch in Baden-Württemberg mit Sprachfeed begonnen haben.

00:08:43: Was aber auch im Osten eine größere Tradition hatte und ich glaube am bewundenswertesten ist die hohe gesellschaftliche Wertschätzung für die Naturwissenschaft.

00:08:52: Das hat sich insbesondere in der Lehrkräfterausbildung niedergeschlagen.

00:08:56: Da habe ich auch mal mit einigen Lehrkräften gesprochen wie es damals war, was da investiert wurde in die Lehrkräfteausbildung.

00:09:02: Es ist im naturwissenschaftlichen Bereich schon wirklich klasse gewesen.

00:09:06: Ja, ich habe mich auch versucht noch so Ranglisten zu finden von damals wie das denn eigentlich war mit DDR und BRD.

00:09:13: Wir standen da auch im Wettstreit und es ist vielleicht für unsere Höhren auch nochmal ganz spannend.

00:09:17: Dem Wettstreit hat sich die DDR jetzt nicht gestellt sondern man hat aus ideologischen Gründen gesagt damals ne wir vergleichen unsere Schulsysteme nur im Ostblock sozusagen um machen das nicht in dem Wettbewerb mit den Weststaaten.

00:09:31: Man hat dann später sozusagen Mit der PISA-Studie hat es ja eigentlich erst so weltweit angefangen, dass man sich das wirklich angeguckt hat.

00:09:38: Deswegen ist es damals gar nicht so einfach zu sagen... Man kann halt in so verschiedenen... Also ne?

00:09:42: Wie zum Beispiel die Sprachförderung wie du gerade schon gesagt hast im Sprachbereich Die Schulstrukturierung oder Bildungsstrukturierungen Da gab es verschiedene Bereiche, wo man das so vergleichen konnte.

00:09:52: Aber eigentlich war das gar nicht so einfach zu sagen okay da ist die DDR jetzt sehr viel besser oder da hat's BRD sehr viel bester gemacht weil ja auch die Strukturen anders sind sie sich heute auch noch ein bisschen zeigen.

00:10:03: wenn ihr jetzt auf eure Bundesländer guckt was ist denn für euch?

00:10:07: Das dringendste Problem dass man eigentlich jetzt lösen muss in der Bildungspolitik?

00:10:12: Andreas fangt gerne an.

00:10:15: Bei uns sind es zwei große Themen, das eine ist die Sprachkompetenz im frühkindlichen Bereich.

00:10:21: Da ist es nicht so wie man denken mag dass es bei unseren Migrationsproblems überhaupt nicht.

00:10:27: Es ist ein soziales Problem.

00:10:29: Das haben wir also gerade in Großstädten und es war auch wichtig, vielleicht in Baden-Württemberg das so zu verdeutlichen.

00:10:34: Weil oftmals hat man dann auch falsch angesetzt.

00:10:37: Also wir haben hier jetzt mit Sprachtest eingeführt nach dem Hamburger Vorbild uns in der erste Flächenstadt ja das gezielt angeht weil's wieder wie gesagt da gerade große soziale Probleme gibt.

00:10:48: Und zweite ist die massive Lehrkräftemange den wir im Bundesland haben.

00:10:52: Lukis, wie sieht das bei euch in Berlin aus?

00:10:55: Soban Wünttberg war ja schon immer eher so im Spitzenfeld.

00:10:58: Im deutschlandweiten Vergleich was die Bildungspolitik angeht oder die Ergebnisse sage ich mal davon.

00:11:03: Berlin eher so... ...im unteren Bereich würde ich jetzt mal sagen Was sind eure dringendste Probleme würdest du gerade sagen?

00:11:11: Also ich würde vielleicht vorher sagen dass du diese Rankings da geht es ja immer um die Frage was gucke ich mir an und deswegen finde ich sie immer auch mit Vorsicht zu genießen, weil wenn ich zum Beispiel anschaue Schülerinnenparts-Situationen oder demokratische Teilhabe oder so sind das Faktoren die gerade nicht so im Fokus stehen.

00:11:32: Die eigentlich aber auch irgendwie sehr wichtig sind, gerade wenn wir genau Ost-West thematisieren.

00:11:36: Das war ja ein großes Problem in der DDR dass er in eine bestimmte Richtung gebildet wurde.

00:11:43: Aber das nur so sage ich mal als Vorbemerkung und sonst kann ich mich anschließen der Lecköftemangel.

00:11:49: Das große Problem war natürlich alles andere davon abhängt.

00:11:53: Nur wenn ich ausreichendes und gut qualifiziertes Personal habe, kann ich die anderen Probleme angehen?

00:11:59: Und das zweite ist aber das Thema Bildungsungerechtigkeit.

00:12:03: da sind wir in Deutschland insgesamt einfach sehr schlecht im weltweiten Vergleich.

00:12:07: bei uns hängt es immer noch sehr stark vom Elternhaus ab welche Chancen ich als Kind habe.

00:12:12: Da würde ich sagen, dass wir auch in Berlin mehr tun um allen Kindern einen guten Staat ins Leben zu ermöglichen.

00:12:18: Dann kommen wir mal zu unserer Kategorie.

00:12:20: Wer steht wo?

00:12:23: Das sind einfach so ja oder nein?

00:12:26: Fragen, wo wir uns ein bisschen anschauen.

00:12:27: Okay was sind einzelne Punkte auf die wir dann später nochmal eingehen können?

00:12:32: Machen gerne so das Andreas du mal zuerst sagst und Louis, du als zweites für unsere Gäste die zuhören weil sie können das manchmal noch nicht auseinanderhalten welche Stimme wem gehört.

00:12:40: Andreas ist also immer auf der eins.

00:12:42: erste Frage müssen Ziffernoten an Grundschulen und die verbindliche Grundschulempfehlung nach Klasse vier bundesweit erhalten bleiben um das Leistungsprinzip zu sichern?

00:12:52: Ja

00:12:53: Nein.

00:12:55: Sollte es Personen ohne klassischem Lehramtsstudium dauerhaft erlaubt sein, ohne pädagogische Nachqualifizierung als vollwertige Klassenlehrer eingesetzt zu werden?

00:13:06: Ohne pädagogische Weiterqualifikation.

00:13:10: Nein.

00:13:10: Nein!

00:13:13: Sollen Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse verpflichten vom regulären Grundschul- und Richtausgeschlossen und stattdessen in separate Vorbereitungsklassen unterrichtet werden?

00:13:23: Nein.

00:13:25: Sollten wir die Kulturhoheit der Bundesländer abschaffen und die Schulpolitik komplett in die Hand des Bundes übergeben, um endlich gleiche Standards im ganzen Land zu garantieren?

00:13:36: Nein.

00:13:38: Nein!

00:13:39: Ist das traditionelle neunjährige Gymnasium also Genoen das beste Modell für eine moderne und zukunftsfähige Schullandschaft?

00:13:49: Das ist ein klassisches siehein.

00:13:51: Das ist sehr gut, dass wir es hin.

00:13:53: zurückgekehrt gibt auch bestimmt noch andere.

00:13:56: Ich würde sagen nein, aber freue mich dass wir gleich noch ein bisschen intensiver darüber sprechen können.

00:14:02: Okay dann danke euch und da nehmen wir doch gleich das letzte Thema.

00:14:07: Andreas wie stehst du denn zu der genäuen Thematik?

00:14:12: Führe doch nochmal aus weil du ja gerade schon gesagt hast für dich ist es ne... Typische Ja-Im-Frage.

00:14:19: Nun in Baden-Württemberg ist es ja genau so, wir hatten ja G-Acht.

00:14:23: vor zwei Jahren sind wir dann zu G-neun zurückgekehrt.

00:14:26: das war eine Entscheidung aufgrund einer Elterninitiative wo wir dann sehen mussten wie wir damit umgehen's wurden sehr viele Unterschriften gesammelt haben dann Möglichkeiten gesucht zum g neun zurückzukehren.

00:14:36: dass machen jetzt ab klasse fünf.

00:14:38: Das ist sicherlich eine gute Entscheidung gewesen weil es gab über Jahre Unruhe.

00:14:42: man muss auch zugeben In der Art und Weise, wie man die Bildungspläne reformieren müssen auf acht Jahre, dass es nicht so gut funktioniert hat.

00:14:50: Da ist also auch relativ wenig daran gearbeitet worden.

00:14:54: Ich habe aber selbst zum Beispiel in Rheinland-Pfalz achtundhalb Jahre mitbekommen Und das wird z.B.

00:14:59: auch ein guter Kompromiss gewesen Dass man dann nochmal dieses halbe Jahr für letzte Vorbereitung hat Dass man da noch mal im Januar Abitur schreibt und im April mehr oder weniger gleich anfangen kann zu studieren.

00:15:11: Das wäre eine Möglichkeit in Ordnung wäre.

00:15:14: Und sicherlich klappt es auch mit G-Ach gut, man hat es glaube ich eine Traditionssache gemerkt dass in Baden-Württemberg so eine grundlegende Unzufriedenheit da war obwohl das ja in den ostdeutschen Bundesländern Gang und Gebe ist und ganz normal war.

00:15:28: früher.

00:15:28: Ja wo du gerade traditionelles Schulsystem sagst unser Schulsystem wie's heute ist geht immer noch auf Bismarcks Schulsystem zurück.

00:15:37: also Das modernste Schuhsystem haben wir jetzt allgemeinig.

00:15:41: Aber wie ist denn deine Perspektive da drauf, Luis?

00:15:44: Genau also in meiner Perspektiv ist das gegliederte Schuh-System grundsätzlich nicht das modernste und beste Bildungssystem dass ich mir vorstellen kann.

00:15:53: Das zeigen auch viele andere Länder weltweit gerade auch Stichwort Bildungsgerechtigkeit.

00:15:59: wenn man aber das gelette Bildungs System hat mit Gymnasien Integrierten Sekundarschulen heißen die bei uns oder Gesamthauptrealschulen, das ist ja in jedem Bundesland ein bisschen anders.

00:16:09: Wenn es da schon gibt dann würde ich auch sagen Abitur in quasi dann dreizehn Jahren um den Kindern einfach mehr Zeit zu lassen.

00:16:17: Es gibt in Berlin beides an dem Gymnasium haben wir abiturin zwölf jahren an den integrierten sekundarschuhen und Gemeinschaftsschulen in dreizehn Jahren.

00:16:24: Und es gibt immer mehr Familien oder auch Kinder oder Jugendliche, die sich sehr bewusst entscheiden nicht ans Gymnasium zu gehen.

00:16:33: Obwohl sie die gymnasiale Empfehlung haben weil sie lieber das Abitur in dreizehn als in zwölf Jahren machen wollen.

00:16:38: Weil Sie sagen dann haben sie einfach mehr Zeit für Freizeit, für Hobbys, für Persönlichkeitsentwicklungen und so weiter und sofort.

00:16:44: Und vielleicht muss man auch gar nicht schon irgendwie mit sechzehnten oder siebzehn aus der Schule raus sein.

00:16:49: Weil die Frage was danach kommt ist ja gar nicht so einfach und vielleicht ist es dann gut ein bisschen mehr Zeit zu haben sich mit der Frage auseinanderzusetzen.

00:16:56: Ja dann geben wir da doch gleich noch ein bisschen tiefer rein, weil Studien zeigen dass starke selektive dreigliedrige Schuhsysteme wie zum Beispiel in Baden-Württemberg das cementiert eher die soziale Herkunft und Kinder aus Arbeiterfilmen haben es bei diesen Schuhsystem schwieriger also gerade bei dir Andreas im Bundesland schwerer durchzukommen.

00:17:19: In Berlin ist das System durchlässiger.

00:17:21: dafür sind die Leistungen im IQB Bildungstrend regelmäßig Keller also ganz unten.

00:17:28: Frage an euch beide, was ist das größere Verbrechen an der Jugend?

00:17:32: Ein System, das soziale Ungleichheit cementiert oder ein gleichwertiges System wo das Leistungsniveau aber geringer ist?

00:17:42: Ja fangen du vielleicht an Louis.

00:17:44: Also ich würde sagen in die eine Richtung gibt Studien die das belegen dass das gegliederte Bildungssystem eben für weniger Chancengerechtigkeit sorgt.

00:17:53: andersrum kenne ich keine Studien die sagen dass die Gemeinschaft Schule das lange gemeinsame Lernen zu schlechteren Leistungen führt oder zu weniger Wissen und Kompetenz.

00:18:03: Und wir sehen es ja auch in anderen europäischen Ländern, Finnland zum Beispiel haben auch ein langes gemeinsames Lernen zur neunten Klasse und die stehen ziemlich gut dabei Pisa.

00:18:12: also ich glaube allein an diesem langen Lernen liegt die Leistungsfrage nicht.

00:18:17: Wir haben in Berlin natürlich einfach noch viele andere Herausforderungen, denen wir irgendwie zurechtkommen müssen.

00:18:23: Aber natürlich ist das super unbefriedigend dass Kinder aus der Schule gehen die nicht so lesen schreiben und rechnen können, dass sie aktiver Teil dieser Gesellschaft sein können den Beruf ergreifen können eine Ausbildung oder ein Studium machen können die nicht vielleicht adäquat angesellschaftlichen Diskursenteil haben können.

00:18:41: Das ist super un befriedignd und finde ich jetzt gar nicht dass man das eine oder das andere irgendwie gegeneinander ausspielen kann.

00:18:46: Man muss ja beide arbeiten.

00:18:49: Ich finde auch, dass das lange Lernen an sich kein großer Faktor ist.

00:18:52: Denn gerade in Ländern, in denen diese erfolgreich sind wie zum Beispiel Finnland haben einfach eine andere Sozialstruktur.

00:18:59: wird auch behaupten, dass es baden-württembergisches System durchlässig ist und zweitens wechselleich möglich sind.

00:19:06: wir haben mittlerweile an fast allen Standorten erreichbar Gemeinschaftsschulen da dürfen die Eltern entscheiden wo ihr Kind hingehen möchte.

00:19:13: Wir haben ein großes Privatschutzsystem was aber nicht immer Geld kostet.

00:19:18: Wir haben der Waldorfschulen, wir haben kirchliche Träger teilweise mit wenig und gar keinem Schulgeld.

00:19:23: Ich erlebe es immer wieder das Wechsel stattfinden unter den Schularten.

00:19:26: man kann ab Klasse sieben von der Realschule aufs Gymnasium Wirtschaftsgymnasium.

00:19:31: über die berufliche Ausbildung.

00:19:33: ich glaube tatsächlich dass es weniger eine Strukturfrage ist sondern die Frage wie man dann vor Ort mit in Herausforderungen umgeht.

00:19:41: Und die Mauern, über die wir in der Vergangenheit gesprochen haben, sind jetzt ja auch Mauern.

00:19:45: Wenn wir über soziale Herkunft, wenn wir über Sprachdefizite, wenn man über fehlende Bildungschancen reden und da glaube ich müssen wir im konkreten Fall und gerade den Baden-Württemberg sagen es vielleicht mehr als einen anderen Bundesländern auf die Region schauen weil wir haben hier im Land große große regionale Unterschiede.

00:20:01: Ja Andreas macht uns das doch bitte mal deutlicher.

00:20:04: was bedeutet dass denn für Baden Württmberg dass es da so große regionale Unterschiede gibt?

00:20:10: Zum ersten glaube ich, dass es ganz klar soziale Probleme sind.

00:20:14: Das merkt man immer wieder dort wo im Klassenzimmer soziale Problemen auftreten.

00:20:18: da wird nicht gelernt.

00:20:19: deswegen sind wir auch massiv mit Schulsozialarbeit dran.

00:20:23: Wir sehen das immer wieder im Hinblick gerade auf die städtischen Gebiete.

00:20:27: Die werden ja in Baden-Württemberg auch sehr haben.

00:20:29: Ich sage jetzt mal Stuttgart-Pfotzheim Halbronn Mannheim Da haben wir schon große Probleme.

00:20:35: Und dann ist es so, ich glaube das ist der große Unterschied zu Sachsen denn da waren wir gerade im Austausch mit unserem Bildungsausschuss sind dort hingefahren und in Sachsen läuft es irgendwie, es laufen viele Bereiche besser und eins was wäre mitgenommen?

00:20:48: hier eben, da hat man ein System, das zieht man so durch und in Baden-Württemberg war's oft reine die Pantoffel raus aus den Pantopheln.

00:20:56: Thema Schulstrukturthema neue Schularten, Thema Abschaffung Grundschulempfehlungen wieder einführung.

00:21:02: Ich glaube wir hatten das sehr viel Unruhe im System, sehr viel Ungewissheit und ich glaube das hilft nie.

00:21:07: Also es gibt da sage ich mal Rahmenbedingungen die sich immer wieder geändert haben und Berlin und Baden-Württemberg um jetzt nochmal den Bogen zu Luis zu spannen haben ja beide eine sehr diverse Sozialstruktur.

00:21:20: Wie sieht das denn mit den Rahmenbedingungen in Berlin aus?

00:21:24: Ist das vielleicht auch ein Zeichen, warum das Bildungssystem dort so schlecht

00:21:30: abschneidet,

00:21:31: Luis?

00:21:33: Das stimmt und du hast schon angesprochen.

00:21:35: Wir brauchen natürlich Rahmenbedingerung.

00:21:37: Ich habe es gesagt wir haben einen massiven Lehrkräftemangel, wir haben knapp ca.

00:21:43: Schulplätze, die uns in Berlin fehlen.

00:21:45: Das heißt, die Klassen sind einfach zu voll und das führt natürlich dazu wenn ich in der Klasse bin wo die Lehrkraft nicht mehr individuell auf mich eingehen kann.

00:21:53: Wenn ich Schulen habe, wo die Fachräume aus raulichen Gründen gesperrt sind, wenn ich Schulen haben, wo gesagt wird die Stundentafel kann gar nicht mehr abgedeckt werden also ehrlicherweise dann brauche ich auch keinen Pisa machen um zu wissen dass die Kinder vermutlich nicht besonders gut lernen können und dass die hinten dranhängen werden.

00:22:10: Also das eine ist, die Rahmenbedingungen hinzukriegen und das ist natürlich eine schwierige Aufgabe weil wir da einfach hinten dran sind und so viele Schulen wie auch Bauern- und Lehrkräfte ausbilden.

00:22:22: Das wird noch eine Weile dauern bis wir da aufgeholt haben.

00:22:25: und das andere Thema was ich noch ansprechen möchte aber glaube ich wirklich ein großes Problem ist und das wenn ich spannend auch zu hören wie das in Baden-Bürttemberg ist.

00:22:34: aber den Kindern geht es auch einfach nicht gut.

00:22:37: Also wir erleben das als einen großen Faktor, die psychischen Probleme oder die psychische Verfasstheit der Kinder und Jugendlichen.

00:22:45: Das ist ein riesen Thema und es ist ja klar dass wenn ich in meinem Kopf ganz woanders bin, wenn ich irgendwie kein stabiles Selbstbild habe, dass es mir dann auch schwer fällt zu lernen und die Zahlen steigen.

00:22:58: Wir haben auch dieses ganze Thema Social Media und digitale Abhängigkeiten.

00:23:03: also das sind glaube schon Probleme, die wir uns auch annehmen müssen Und die dann quasi über den Umweg, sage ich mal auch auf die anderen Kompetenzen einzahlen, die die Schülerinnen in der Schule erwerben sollen.

00:23:15: Andreas wir sprechen da seit Corona drüber oder vermehrt darüber dass die psychische Gesundheit bei jungen Menschen nicht so gut aussieht und jetzt ist ja auch noch so das die Bundesregierung da harte Einschnitte plant.

00:23:29: wie sieht es bei euch im Baden-Württemberg aus?

00:23:31: Siehst du das Thema auch so?

00:23:33: Also wir hatten die Probleme definitiv vor Corona, während Corona hat sich stark verschärft und seitdem nicht viel besser geworden muss man ganz deutlich sagen.

00:23:43: Wir haben deshalb die Schulträgeraufgabe Schulsozialarbeit staatlich gefördert.

00:23:48: Wir zahlen da jetzt einen bestimmten Anteil haben, das auf über siebzehntausend Euro pro Vollzeitstelle vom Land gefördert haben.

00:23:55: Die Förderung auch nach Corona gelassen weil wir einfach gesehen haben, wir brauchen diese Schulsozialarbeit.

00:23:59: also als ich damals zur Schule ging was vollkommen klar dass man in meiner Grundschule keine Schulsoziallarbeit braucht und auch in den weiterführenden Schulen im ländlichen Bereich war es eher Vom Bedarf hätten das die Lehrkräfte auch nicht so gesehen, dass haben wir jetzt momentan.

00:24:13: Das zieht sich da wirklich durchs ganze Land.

00:24:16: Wir haben jetzt in der Fünften Klasse IT und Medienbildung mit eingeführt einfach um einen Ort zu schaffen wo man nochmal Anders auf IT schauen kann, auf KI und auf Social Media.

00:24:28: Und wir haben auch nochmal gerade beim Genauen etwas in Demokratiebildung gegeben weil wir auch glauben dass die Demokratie Bildung ein sehr sehr wichtiger Punkt ist.

00:24:36: Haben das dann auch flankiert.

00:24:38: mit Gemeinderordnung steht ja bei uns die aktive Jugendbeteiligung in den Gemeinden weil wir glauben das ist auch sehr wichtig.

00:24:44: Das ist zwar nicht direkt in der Schule aber gehört dazu und wir haben die mobile Jugendsozialarbeit sehr stark gefördert.

00:24:51: Sie sehen ja die Grünen Bildung und Schule auch als Lernort an, aber auch als mehr als das was du die klassische Schule machst.

00:25:00: Das ist ja auch ein Ort der Demokratie, der Beteiligung hat einen Rehres ja auch gerade gesagt.

00:25:05: Da könntest du zustimmen Lewis oder wie wollt ihr da eigentlich so modernen Lernstrukturieren?

00:25:12: Voll!

00:25:12: Also Lernen findet eben nicht nur da statt wo eine Lehrkraft vorne an der Tafel steht und was ran schreibt und alle schreiben das ab so sondern Lernen findet in vielfältigen Settings, Starkschuhe Sozialarbeit gibt es bei uns schon länger an jeder Schule ein Landesprogramm, weil uns klar ist dass das einfach überall gebraucht wird.

00:25:30: Einige Schulen stocken dann aus ihren eigenen Mitteln nochmal auf.

00:25:33: wir haben eine Startchancenprogramm von der Bundesebene was ja auch noch mal ein bisschen was ermöglicht in dem Bereich und das ist uns aber auch wichtig dass Schulen auch individuell gucken können.

00:25:44: was brauchen sie gerade?

00:25:46: Wir haben jetzt die Möglichkeit im Berlin Unbesetze Lehrkräfte stellen eine andere Profession umgewandelt werden.

00:25:52: Das ist insofern nicht schön, dass es die Lehrkräften trotzdem braucht.

00:25:55: aber gut, was das Geld in Schulen trotzdem zur Verfügung steht und viele Schulen schaffen davon oder stellen auch Schulsozialarbeit oder eben Schulpsychologeinnern ein weil da einfach der Bedarf so hoch ist.

00:26:07: Insofern bin ich total dabei.

00:26:09: In der Medienbildung bin ich auch dabei ob das jetzt einem eigenen Fach oder einen anderen Kontext ist.

00:26:14: genau da würde ich nochmal eine Debatte darüber anfangen.

00:26:16: aber sonst Demokratie Bildung mehr Mitbestimmung auch selbst Wirksamkeit.

00:26:21: Also das ist ja was, was uns auch Resilient macht wenn ich das Gefühl habe Ich kann selbst etwas verändern an meiner Situation.

00:26:27: Das ist ja eigentlich der Game Changer überhaupt und dafür sind natürlich Demokratie, Bildungsquakte Und Teilhabe wahnsinnig wichtig.

00:26:34: insofern genau würde ich jetzt bei dem als Andreas gesagt hat dass man keinen Distanz sehen sondern sagen das brauchen wir auf jeden Fall

00:26:40: Moderne Bildungsstrategien, wie wir in Deutschland haben.

00:26:45: Warum kann man nicht das was dort sehr gut funktioniert und was ja auch ausgezeichnet wurde übernehmen und in der Fläche ausrollen um ein moderneres besseres Schulsystem hinzubekommen?

00:26:57: Was ist da so schwer dran?

00:26:59: Ich glaube schon, dass das passiert.

00:27:01: Nur wenn ich so eine Leuchtturmschule habe die ausgezeichnet wird dann weiß man es ist diese Schule die dafür ausgezeichnt werden und die dies nachahmen.

00:27:09: Ich sage jetzt gerade mal Thema Berufsmisses gab ja ganz früh schon private Schulen die gesagt haben wir machen ganz Frühberufsmissen mit Handwerksbetrieben vor Ort.

00:27:19: Das wurde teilweise im staatlichen Bereich übernommen.

00:27:22: von daher ist es auch immer so eine Art Testlabour nur Mal von irgendjemand gesagt, die Schule ist halt ein großer Dampfer.

00:27:29: Das hat seine Vorteile weil es verlässlich ist und überall gleich ist.

00:27:33: aber um da den Dampfern auf eine andere Bahn zu lenken ist eben schwierig.

00:27:38: Und ich sehe auch immer dass wenn man im Schulsystem was verändern will Da gibt's ja sehr viele Stakeholder Es gibt die Schulträger die ihre Meinung dazu haben Die auch nicht wollen das etwas mehr kostet.

00:27:49: Wir haben Bildungsverbände die in ganz starkes Wort sprechen die auch ihren Einfluss haben.

00:27:55: Mittlerweile ist es ja bei den Schulträgern sogar so, dass wir nicht nur die Gemeinden haben.

00:27:58: Wir haben gerade bei uns die Berufsschulen und teilweise SBBZen also Förderschulen in Kreisträgerschaft.

00:28:04: Das ist ja da nochmal ein Unterschied.

00:28:06: Also glaube ich schon allein das von der Trägerstruktur und der Fachaufsicht für unsere Schulamtregierungspräsidien und Ministerium sehr schwierig ist landesweit etwas zu bewegen ohne Widerstände.

00:28:18: Du ist wie schaust du denn darauf, dass wir ja diese Leuchtturmprojekte innovative Ideen.

00:28:24: Wie wird das eigentlich flächendeckend ausrollen können?

00:28:26: Ich finde es eine total spannende Frage und einer die mich ganz, ganz doll umtreibt.

00:28:31: ich habe neulich das fand ich ganz spannend von jemandem mal gehört Das leuchturme zwar schön sind und gut als Orientierung aber für manche dann doch zu weit weg.

00:28:42: also dieser sprung Von meiner schule direkt zum leuchturm ist quasi zu weit.

00:28:49: Also, dass man so ein bisschen mehr in Zwischenschritten denkt und nicht sagt okay jede Schule muss direkt so werden wie diese eine Schule die jetzt mit dem deutschen Trip heiss ausgezeichnet wurde.

00:28:57: das fand ich sogar entspannt in der Frage von Schulentwicklung weil darum geht es ja am Ende Wie kann sich ne Schule weiter entwickeln in ne bestimmte Richtung?

00:29:05: Und da haben wir immer so ein bissel diesen Zwiespalt zwischen Dinge die die Regierung Die Verwaltung vorgeben muss weil wir sagen wir haben bestimmte Dinge die uns wichtig sind um gleichzeitig der individuellen Situation in der Schule, die überall unterschiedlich ist und wo wir auch sagen müssen da muss eine Schule auf Freiheiten haben sich selbst entwickeln zu können und den eigenen Rahmenbedingungen gerecht zu werden.

00:29:28: Und dann ist es natürlich das was Andreas gesagt hat viele Menschen die vielleicht aus Gründen unzufrieden mit dem Schusssystem sind aber die nicht alle aus den gleichen Gründen umzufriedend sind und nicht alle dassgleiche wollen so und das quasi zusammenzukriegen in einer einheitliche Vision.

00:29:43: Das ist schwierig Und ich habe das Gefühl, dass viele Eltern und Lehrkräfte fast in so eine Ohnmacht kommen.

00:29:52: Was das allgemeine Bildungssystem angeht und froh sind wenn sie für ihre Klasse, für ihr Kind was Gutes unter Veränderungen hinbekommen.

00:29:59: und deswegen sage ich mal der Anspruch das Bildungs System zu verändern gar nicht mehr so sehr im Fokus steht sondern man eher quasi bei sich und der eigenen Schule und dem eigenen Kosmos bleibt weil man das Gefühl hat da kann man vielleicht tatsächlich etwas verändern.

00:30:13: Wer ist da nicht sinnvoller, die Strukturen zusammenzulegen um erstmal einen einheitlichen Standard hin zu bekommen und zu sagen hey und jetzt nehmen wir mal weg dass die AfD an die Regierung kommen könnte wenn das nicht der Fall wäre.

00:30:25: Wäre es nicht sinnvoller dann vielleicht zu sagen viel lang packen wir den Föderalismus weg schaffen gleiche Standards und dann kriegen die Länder ihre Kompetenzen wieder?

00:30:36: Wäre das ein machbarer Weg?

00:30:39: oder sagt ja ne das macht überhaupt gar keinen Sinn.

00:30:42: Also ich würde sagen, gemeinsame Standards.

00:30:44: Das versucht die KMK ja schon hinzubekommen in verschiedene Bereichen über das einheitliche Abitur mit der Lehrkräftebildung damit es eben so ist dass das in verschiedenen Bundesländern auch anerkannt werden kann.

00:30:56: und trotzdem finde ich's gut, dass jedes Bundesland auch so ein bisschen seinen eigenen Weg gehen kann weil elcherweise ich möchte mich als Berlin nicht mit Bayern darüber einigen müssen was jetzt das beste Bildungssystem ist weil ich glaube also da haben wir ganz viel Selbstbeschäftigung kriegen aber ganz wenig voran, vor Ort.

00:31:14: Und glaube auch das es wichtig ist dass es Systeme gibt Verwaltung gibt die nah dran ist an den Schulen und ich glaube quasi je höher man das hebt bis zu weiter weg ist es am Ende von den Schulen.

00:31:25: Deswegen finde ich die föderale Struktur im Bildungsbereich bei allen Schwierigkeiten die es damit gibt und auch die KMK ist nicht fehlerfrei so was uns glaube ich allen klar.

00:31:34: Aber ich glaube trotzdem dass das der richtige Weg ist in Bildungsfragen.

00:31:38: Also ich glaube auch Sofort für Zustimmung, wenn man sagt, föderale System abschaffen.

00:31:44: Sofort weg ist immer jeder dafür.

00:31:46: Wenn man aber wirklich mal darüber diskutiert was es eigentlich bedeutet?

00:31:49: Es wäre ja immer noch so dass wir die Schulämter vor Ort hätten das ist eine große regionale Steuerung gäbe.

00:31:54: Das heißt wird er da nix in dem Amtzentral irgendwo in Berlin entschieden.

00:31:58: Was entschieden werden würde wären Bildungspläne und Standards.

00:32:01: Das hat der Louis schon gesagt Da gibt's ja KMK Mindest Standard.

00:32:04: Das läuft hier alles schon.

00:32:06: Wenn ich jetzt mal gerade nach Englandschau und den Ländern in der Bildung relativ zentral ist.

00:32:12: Das ist ja nicht so, dass die dann viel weniger Probleme

00:32:14: haben.".

00:32:15: Die Lehrkräfteversorgung ist vor Ort, regional gibt es doch so viele Unterschiede.

00:32:20: Das ist in England zentral gesteuert aber da hat dann jede Region ihre Eigenarten.

00:32:25: ich glaube das wird uns bei dem großen Umbau der notwendig wäre nicht viel bringen vielleicht sogar wie Louis sagt Streit zwischen den Bundesländern provozieren und wir haben ja so große Bundesländer also mein Baden-Württemberg hat mehr Einwohner als Österreich ist vergleichbar mit Portugal oder den Niederlanden.

00:32:44: Das heißt, wir haben ja jetzt schon relativ große Einheiten.

00:32:47: Wenn ich allein sehe was für ein Gefälle wie in Baden-Württemberg habe von Stadt im ländlichen Gebiet das ist hier schon relativ weitläufig.

00:32:55: Schauen wir uns doch nochmal konkreter Berlin an.

00:32:58: dort wurde ja bis vor zwei Jahren noch nicht verbeamtet.

00:33:03: hat die Verbeamtung jetzt einen Großteil der Probleme gelöst?

00:33:08: Hat es das so viel besser gemacht?

00:33:10: Louis

00:33:11: Ich sehe schon noch Schwierigkeiten.

00:33:13: Man muss auch sagen, die Verbeamtung hat nicht bei uns dazu geführt dass jetzt alles viel besser ist.

00:33:19: vielleicht haben wir ein paar Abwanderungen nach Brandenburg verhindert.

00:33:22: das kann gut sein.

00:33:25: es gibt aber von denen die neuen Systemeinsteigen auch viele wie sich nicht verbeamten lassen wollen weil das ja auch mit bestimmten Zwängen dann einhergeht.

00:33:34: ansonsten sind wir das Land der Quereinsteigenden.

00:33:39: früher als in anderen Bundesländern akut war und wir aber glaube ich ein ganz gutes System eigentlich aufgebaut haben.

00:33:46: Und ich bin überzeugt, wir werden immer auch quer ansteigende brauchen.

00:33:49: Ich glaube auch dass sie eine Bereicherung sind für das Bildungssystem also Menschen die auch mal andere Dinge gesehen haben außer Schule und die Schule Aber halt nicht in der Anzahl, in der wir sie gerade haben.

00:34:00: Also gerade läuft es halt aus dem Ruder.

00:34:03: Wir haben Schulen wo es mehr Personen gibt, die nicht das Lehramt studiert haben als andersrum.

00:34:09: Das darf halt so nicht sein, und wir haben ja nicht nur Quereinsteigende.

00:34:13: Wir haben Seiteneinsteigen, wir haben Studierende die Klassenleitung übernehmen also es gibt Klassenzimmer oder die Pädagoginzimmer sind sehr sehr divers geworden was die Hintergrund der Personen angeht das wie gesagt eine Chance sein kann was wir aber wieder ein bisschen mehr in Bahn lenken müssen.

00:34:29: Und wir haben einfach ein demografisches Problem.

00:34:31: Also wir haben in Berlin jährlich einen Einstellungsbedarf von so drei bis viertausend Lehrkräften und knapp dreizehntausend Abiturientin.

00:34:41: Das heißt, jede vierte Abiturdientin müsste Lehramt studieren!

00:34:46: Und das ist ja vollkommen illusorisch so.

00:34:49: Dementsprechend werden wir einfach allein demografisch noch eine Weile im Problem haben und deswegen können wir uns nicht nur auf die klassische Lehramts-Ausbildung konzentrieren sondern müssen eben gucken welche anderen Personen können wir für den Quereinstieg begeistern?

00:35:02: oder welcher außerschulischen Lernorte, welcher außer schulischen Partner gibt's?

00:35:06: Die Kinder an was beibringen können außerhalb des Klassenzimmers, wo wir aber trotzdem dann Kompetenzen vermitteln können die am Ende wichtig für den Schulabschluss sind.

00:35:14: So ich glaube da müssen wir einfach ein bisschen größer denken.

00:35:17: Also müsste man irgendwie auch schauen dass man Lehrer in der Entlastet indem man mehr auslagert zum Beispiel politische BetnerInnen oder so um auch andere Perspektiven mit reinzubringen Andreas?

00:35:28: Uns ist es so, dass es auch Begrenzungen gibt.

00:35:30: Aber wir relativ viel über Fördervereine machen.

00:35:33: Das heißt, Förder Vereine der Schulen aber auch Lions Rotaria die da dann immer wieder bei uns gibt ja Lions Quest als privat finanzierte Initiative.

00:35:44: Also das gibt es dann schon, aber tatsächlich haben wir diese Begrenzung.

00:35:48: ich wollte nur noch mal zum Lehrkräftemangel sagen dass das bei uns ein relativ differenziertes Bild ist.

00:35:53: in Baden-Württemberg.

00:35:54: Ich habe es vorhin so plakativ gesagt als wäre das überall gleichsag Aber es ist tatsächlich eine große regionale Fragestellung.

00:36:01: Das heißt in den großen Universitätsstätten wo wir Universitäten Wo wir pH's haben haben wir sogar einen großen Überschuss, ich nenne jetzt mal Heidelberg.

00:36:09: Das ist Freiburg das ist Konstanz das ist Tübingen und dann haben wir ländliche Gebiete gerade Schwarzwald oder im Schwäbischen in Württemberg.

00:36:19: da ist es wirklich schwierig Lehrkräfte hinzubekommen auch mit Verbeamtung.

00:36:24: Ich kenne der Fälle weil sie mir jetzt schon mehrfach begegnet sind wo Ja, Absolventinnen und Absolventen sagen wir bleiben lieber in unserer Studentenstadt wohnen.

00:36:33: Wir sind da weiter in unsere Region warten bis wir was bekommen.

00:36:36: das heißt es ist eine Beobachtung dass da wirklich hoch dotierte Stellen ab vierzehn Stellen Abteilungsleiterstellen im Schwarzwald frei bleiben uns schwierig ist der Leute hinzubekommen Und das ist eine große Herausforderung.

00:36:48: Wir haben das sehr im Ärztebereich mit der Landarztquote geregelt in Baden-Württemberg, allerdings ist es so dass es ja nur wirkt wenn ein Studiengang wirklich eine große Begrenzung hat.

00:36:58: und das haben wir im Lehramt nicht weil wir haben deutschlandweit faktisch einen sehr viele Absolventinnen und Absolventen.

00:37:04: Die demografischen Rechnungen die sagen so und zu viele Kinder werden wahrscheinlich bis da und dahin geboren.

00:37:10: also weiß man doch eigentlich wie viel LehrerInnen man braucht und wie viel Kindermann haben wird um dann zum Beispiel Kindereinrichtungen und so was zu bauen.

00:37:18: Das ist ja im Osten gerade genauso ein Problem, warum kriegt man das nicht hin die LehrerInnen auszubilden?

00:37:28: Die man dann am Ende auch braucht und da nicht andauernd eigentlich in diesem Mangelzustand kommen.

00:37:32: Man hatte anscheinend seit den letzten dreißig Jahren das nicht in den Griff bekommen.

00:37:37: Ich denke, dass es da eben auch viele Wellenbewegungen gibt.

00:37:40: Ich meine gerade für uns in Baden-Württemberg bei der Ukraine kriegt eine wirkliche Zäsur.

00:37:45: Baden Württembergh hat mehr Flüchtlinge aufgenommen als ganz Frankreich.

00:37:48: Wir haben ab dem ersten Tag versucht zu bescholen wir haben hunderte Lehrkräfte freigestellt für diese Aufgabe und das war was ja nicht vorhersehbar war!

00:37:58: Wir wissen jetzt auch nicht wie's weitergeht, wie länger das noch so sein wird.

00:38:01: Vorher gab es auch mal immer wieder verschiedene Punkte, wo man dann gesagt hat, Deutsch braucht man gar nicht zu studieren.

00:38:07: Dann kam eben der Knick fünf Jahre später was wieder etwas problematisch.

00:38:12: Dann haben wir gerade im Bereich ich wohne ja hier bei Hessen und Rheinland-Pfalz.

00:38:15: Dann gibt's auch mal Abwanderung.

00:38:17: wenn jetzt hier Lehrkräftekarrenberufe finden zwei Jahre später bräuchte man sie dann sind Sie verbeamt in einem anderen Bundesland.

00:38:24: Ich glaube, das ist schon ein großes Problem.

00:38:25: Dass wir bei uns mit den Hundertfünfzigtausend Lehrkräften in Baden-Württemberg eine relativ große Menge hat, die man eben nicht ganz so gut steuern kann.

00:38:34: alleine die Deputatsänderung glaub ich.

00:38:37: Sechzig Prozent der Lehrkräfte verändern ihr Depuntat übers Jahr hinweg Das heißt, Sie haben einen Deputatenarbeitszeit und die verändern das aufgrund von Schwangerschaft, aufgrund vom Krankheit

00:38:47: etc.,

00:38:48: weil sie die Schule wechseln.

00:38:49: Das heißt da sind so viele Bewegungen... Wir haben auch jetzt eine deutlich höhere Teilzeitquote als früher.

00:38:55: Das hat natürlich auch etwas gemacht und von daher sind es so viele Faktoren dass wir die Studien natürlich kennen.

00:39:02: aber Da würde uns der Rechnungshof schon etwas erzählen, wenn wir jetzt Kapazitäten gerade nach den Achtzigern anbieten.

00:39:08: Wo es ja die klare Lehrkräfte Schwämme gab wo?

00:39:11: da hat mir grad letztens mein DB-Karberer gesagt ich habe auch Bio studiert aber bin jetzt dann zu einer privaten Krankenkasse gegangen wie fast jeder in den Aachtzigern.

00:39:19: Ich glaube das ist so generell ein Problem weswegen wir ja auch auf diese Quereinsteige angewiesen sind.

00:39:24: und Louis du hast sehr gut gesagt Die bringen was an die Schule, die bringen eine andere Perspektive.

00:39:29: Das sind auch Physiker, das sind Informatiker, die sind gerade im Kunst- und musischen Bereich sehr gute Beispiele.

00:39:35: Da werden wir weiterhin darauf angewiesen sein.

00:39:37: Und das ist auch nichts Negatives.

00:39:40: Ich glaube ich kann mich da im Wesentlichen anschließen dass einfach viele Dinge dann doch weniger planbar sind als jetzt vielleicht auf den ersten Blick.

00:39:50: Schein und wichtig es dann Wege zu finden, zu flexibilisieren also einen einfacheren auch Berufseinstieg und Wechsel zu ermöglichen, ist glaube ich wichtig.

00:40:00: Aber was wir zum Beispiel auch gemacht haben, ist Kapazitäten im Lehramtsstudium quasi wieder zu verändern weil jetzt bei uns einfach die Grundschulkinder wegbleiben.

00:40:09: Wir haben genau quasi einen Geburtenknick Und jetzt wird geschaut dass wir quasi mehr ins Oberschullehramt wieder umswitchen.

00:40:16: also da eine gewisse Flexibilität einfach zu behalten wird glaube ich wie wichtig sein?

00:40:20: Weil die Welt Unvorhersehbar, wie sie wahrscheinlich schon lange nicht mehr war und da müssen wir einfach flexibel auch alles reagiert was uns da erwartet.

00:40:30: Dennis Wir haben ja bei uns in Baden-Württemberg die Sondersituation mit dem genäuerndes jetzt aufwächst dass wir ja die nächsten Jahre weniger Lehrkräfte bedarf haben weil er genau in weniger Stunden hat.

00:40:41: das heißt mit jedem Jahr sparen wir Lehrkräften ein und wir brauchen dann in jetzt sieben Jahren dann auf den Schlag Das wird eine sehr spannende Entwicklung sein, wie wir hier einen Aufbaufahrt hinbekommen um die anderen Schularten zu bedienen.

00:40:56: Um wieder ans Gymnasium zu führen.

00:40:59: also das ist eine sehr spannende Herausforderung.

00:41:02: Ich habe ja auch mal Lehramt studiert und ich weiß noch Die Leute die so aus dem ersten Praktikas wieder kamen und voll begeistert waren und richtig Bock hatten sind aber ein bisschen an dem System gescheitert.

00:41:14: Wieso das Studium aufgebaut war?

00:41:17: weil didaktik also dass wie bringen wir jungen Menschen Bildung bei.

00:41:22: Das war sehr runtergeschraubt und es ist ja doch ein sehr wissenschaftliches Studium, und viele die eigentlich auch gute Lehrer hätten werden können haben dann aufgehört.

00:41:32: Van Wittenberg ist da schon einen Weg gegangen das bisschen anders zu machen.

00:41:37: aber Louis wie muss sich denn das Studium verändern?

00:41:40: Also die Frage wir mehr Praxisbezug hin bekommen die gerade schon ganz viel diskutieren würde einfach vor der Notwendigkeit her, dass ein Großteil der Lehramtsstudierenden eben parallel schon an Schulen arbeitet.

00:41:52: Also diese Trennung kriegt man faktisch kaum noch hin was natürlich aber zu Problemen auch führt.

00:41:59: also wenn ich einerseits in der Uni bin Lernende bin und gleichzeitig dann aber einen Tag später in der Schule bin und so schon agieren muss als wäre ich schon aus gelernt bringt mich das natürlich auch im Wollen Konflikte, dann erzähle ich den Dozenten.

00:42:11: Du kannst mir gar nichts erzählen.

00:42:12: Ich unterrichte ja schon so.

00:42:13: also das ist auch nicht ganz trivial das zu organisieren.

00:42:17: und trotzdem finde ich es schon richtig dass wir auch ein wissenschaftliches Studium haben was dem voraus geht weil einerseits Lehrerinnen ja auch selbst eigentlich in ihrer Tätigkeit mit forschen sie müssen ja auch gucken wie können Sie ihren Unterricht oder ihre didaktische Praxis weiterentwickeln aber auch um die Hintergründe zu verstehen.

00:42:36: Also es reicht halt nicht, nur so viel zu wissen wie die Schülerinnen oder das was ich den beibringe.

00:42:40: man muss halt auch da ich mal noch den Hintergrund dazu bekomme Aber die Frustration dieses... naja ich lerne ja erst am Ende des Studiums bin ich sie erste Mal vor einer Klasse und dann habe ich den großen Praxischock usw.

00:42:52: Das sind schon Fragen die uns auch beschäftigen.

00:42:55: Ich persönlich halte aber nichts von einem imitualen Lehramtsstudium oder von dem Bachelor of Education.

00:43:02: Ich bin eigentlich mit dem Aufbau, wie wir es hier haben zufrieden nicht aber mit der Ausgestaltung.

00:43:07: So das musste ich auf jeden Fall verändern.

00:43:09: und vielleicht die einen Randnotiz noch.

00:43:12: also die Leute, die ich erleben, die gute Lehrkräfte sind und die dann das System verlassen machen das meistens nicht.

00:43:19: so habe ich das erfahren im Studium sondern eher wenn sie dann in die Schule kommen und dann merken ihre Bildungsideale kommen in der Schule, wo sie dann arbeiten einfach gar nicht an.

00:43:29: die Strukturen geben das nicht her und sind dann irgendwann nach drei vier fünf sechs sieben Jahren schulischer Praxis so frustriert dass Sie sagen ich gehe in einen anderen Bereich wo ich glaube dass sich meine Forschung von Pädagogik besser verwirklichen

00:43:40: kann.

00:43:41: Ja, wir haben jetzt auch deutlich mehr Praxisanteile.

00:43:43: Ich denke das ist sehr hilfreich.

00:43:45: Es gibt aber natürlich die Überlegungen, die Louis angestellt hat ganz klar wie gut es ist vereinbar mit den beiden Rollen.

00:43:51: Das ist schon eine Herausforderung für alle, die da in dem Bereich zu tun haben.

00:43:57: ich glaube aber auch dass wir dann an der wissenschaftlichen Ausbildung auch entsparen dürfen denn es ist so beim Fahrzeugmechaniker und Mediziner ja auch.

00:44:05: Da brauchen wird es nötige Hintergrundwissen.

00:44:09: Von daher geht es über diesen Praxisbezug.

00:44:11: Wir haben jetzt auch mit Lernen, mit Drückenwind nochmal eine Möglichkeit geschaffen, dass Studierende beziehungsweise auch Referendare da in der Schule eingesetzt werden können.

00:44:20: Ich glaube das sind wir in der richtigen Richtung.

00:44:22: So dann kommen wir jetzt am Ende noch mal zu einer Thematik wo ihr euch nicht so einig war.

00:44:27: die Grünen fordern traditionell eine Reform der Leistungsbewältung weg von dem reinen Notendruck hin zu einem individualen Bereich die CDU in Bad Württemberg, hätte er eher einen Noten fest und Grundschulempfehlung zum Beispiel.

00:44:43: Louis was ist denn eigentlich deine Kritik daran wenn wir dieses Notensystem weiterführen?

00:44:51: Ist es nicht so dass es uns auf einem Arbeitsmarkt vorbereitet der ja auch sehr rupig ist?

00:44:58: oder was ist eine Kritik dran?

00:45:00: Also ich halte von Ziffernoten ziemlich wenig um ehrlich zu sein, was nicht heißt dass sich nicht will das Schüler in Rückmeldung bekommen und das finde ich ganz wichtig auseinanderzuhalten.

00:45:10: Natürlich muss ich einschätzen können die kompetent bin ich in einem bestimmten Bereich?

00:45:15: habe ich irgendeine Aufgabe gut gelöst oder gibt es da irgendwie noch Luft nach oben?

00:45:19: Und das bedeutet aber nicht, dass man das über ein Zahlensystem von Eins bis sechs oder Eins bis fünfzehn dann in der Oberstufe lösen muss.

00:45:26: Da gibt's eben auch andere Wege der individuellerin Rückmeldungen, überschriftliche Formate über Gesprächsformate.

00:45:34: Die so glaube ich den SchülerInnen mehr bringen.

00:45:36: weil bei einer Note weiß ich nicht immer genau was ist es woran's eigentlich hakt dass wenn ich eine gute Lehrkraft habe dann erklärt die mir das auch so.

00:45:44: also ich würde sagen man kann auch unterschiedlich gut und schlecht mit Ziffernoten arbeiten.

00:45:49: grundsätzlich ist es aber kein objektives Bewertungskriterium.

00:45:53: das ist ja immer ein bisschen etwas was ins Feld geführt wird.

00:45:55: Noten sein objektiv Also leider überhaupt nicht so.

00:45:59: Und ich würde mir wünschen, dass wir mehr Möglichkeiten haben den Schüler in eine Rückmeldung zu geben die ein bisschen umfassender ist und im besten Fall sogar quasi im Gespräch und dialogisch irgendwie stattfindet.

00:46:12: aber das ist dann vielleicht so ein bisschen der übernächste Schritt.

00:46:14: es gibt ja auf jeden Fall Schulen die da schon praktizieren und ich glaube da könnte man eine Menge von denen lernen weil ich habe das Thema psychische Verfasstheit angesprochen Das ist halt was Was mit den Schülerinnen auch und mit den Kindern.

00:46:26: Auch was macht, wenn man gute Noten kriegt dann ist das schön.

00:46:29: Da motiviert es einen aber für die anderen ist das halt wirklich oft sehr belastend und auch für die ganze Familie am Ende.

00:46:36: Am Gast deine Partei hält er ja eher an dem Leistungsgedanken fest?

00:46:40: Was sagst du denn dazu?

00:46:43: Ich glaube wir brauchen da eine gute Mischung.

00:46:45: Noten letztendlich, glaube ich, brauchen wir schon.

00:46:48: Es ist aber nicht so dass jetzt alles was passiert benotet werden muss.

00:46:51: Wir haben zum Beispiel damals Kvob in Baden-Württemberg eingeführt.

00:46:55: es ist eine Computer gestützte Lernverlaufstiagnostik bei der Schülerinnen und Schülern im Bereich Lesenschreiben rechnen alle drei Wochen am Computer einen Test machen.

00:47:05: Sie bekommt dann eine individuelle Rückmeldung, wie sie sich verändert haben.

00:47:08: Wie sie sich verbessert verschlechtert haben in einem Diagramm und bekommen auch die Rückmeltungen, wie viel Prozent der Klasse besser und schlechter gewesen ist.

00:47:17: Und da nehmen wir wahr von den Rückmellungen das sehr positiv ankommt, weil es ist niemals diese Ziffernote, weil eine Drei sagt ja relativ wenig aus wenn jetzt der Klassen-Schnitzel sehr schlecht ist.

00:47:27: Da ist vielleicht sogar eine Dreine gute Note.

00:47:30: Von daher glaube ich haben wir da sehr gute Rückmeldungen gemacht, aber im Endeffekt ist es ja so dass auch die mündliche Rückmeltung irgendwo standardisiert sein muss.

00:47:38: Das heißt man kennt das ja vom Arbeitszeugnis mit volle Zufriedenheit, vollste Zufredenheit.

00:47:43: D.h.,

00:47:43: da müsste man dann irgendwie eine Standardisierung hinbekommen, dass es auch vergleichbar ist wenn's darum geht Ausbildungsplätze später zu bekommen.

00:47:51: Da machen viele Firmen schon jetzt ihr Assessment Center.

00:47:54: von daher glaube Sollte man mit Noten sparsam umgehen, das muss nicht unter jedem Test stehen.

00:47:59: Da genügt auch mal eine mündliche Rückmeldung und sehr viel Sprechen bei der Notenverkündung.

00:48:05: Und ich glaube wenn das pädagogisch gut läuft dann ist gegen Noten nichts einzuwenden.

00:48:10: wir haben gerade einen Schulversuch zum Thema notenfrei.

00:48:13: Grundschule müssen mich allerdings in zwei drei Monaten noch einmal fragen Wenn die Auswertung da ist.

00:48:18: Die ersten Rückmeltungen die ich so bekommen habe ist jetzt dass es eigentlich eine längere Studie keinen großen Unterschied macht.

00:48:24: Ich glaube, das ist generell bei der Bildungspolitik so.

00:48:27: Dass wir relativ viel umkämpfte Filter haben.

00:48:30: aber ich glaube man braucht da einfach ein bisschen mehr Gelassenheit, Vertrauen in die Menschen vor Ort und dann funktioniert es auch.

00:48:38: Genau dass mit der Arbeitswelt hat mich so ein bisschen provoziert weil ich finde ja Noten einen überhaupt gar nicht auf die Arbeitswelt vorbereiten.

00:48:45: also da gibt einem ja keiner mehr Noten.

00:48:47: und Andreas du hast gerade gesagt oft gibt's jetzt auch schon Assessment Center.

00:48:51: also wenn ich hier mache eine Einstelle will ich ja nicht nur wissen, hatte der jetzt in Mathe ne zwei und irgendwie in Deutsch ne drei.

00:48:58: Sondern... Ich will ja eigentlich andere Dinge über diese Personen wissen.

00:49:01: Und ich glaube dass man da eigentlich der Arbeitswelt auch einen Gefallen tun würde wenn man auf eine andere Art und Weise Rückmeldung zu den Menschen festhalten würde mit dem man dann vielleicht als Arbeitgeber auch ein bisschen was anfangen kann ist immer pünktlich aber kann irgendwie nicht so gut sich orientieren.

00:49:18: Aber Kopfrechnen ist total gut!

00:49:20: Ich glaube damit kann ich mehr anfangen.

00:49:22: Mathe zwei Minus.

00:49:23: Ja, das war auch mein Ziel damit eine Provokation hervorzurufen und hat ja funktioniert.

00:49:30: aber weil wir schon so weit vorangestritten sind gehen wir jetzt mal auf die Bundesebene hoch.

00:49:35: der Umbau der Bundesregierung sollte ein Befragungsschlag für den Kanzler Merz sein.

00:49:40: er hat sich damit jedoch sehr viel Unmut nicht nur von außerhalb auch innerhalb der CDU eingehandelt.

00:49:48: Wie schwach, Louise empfindest du gerade die Bundesregierung?

00:49:53: Also ich glaube das interne genau.

00:49:55: Das kann eben dann Andreas Leichtwasser beurteilen.

00:49:58: Ich finde die Bundesregierung insofern schwacht dass sie gerade an vielen auch für das Bildungssystem relevanten Punkten spart oder sparen will.

00:50:06: Wir haben den Unterhaltsvorschuss der nur noch bis zum sechzehnten Lebensjahr gezahlt werden soll.

00:50:10: wir haben im Bereich der sonderpädagogischen Förderung und Eingliederungshilfen, dass die Hilfen nicht mehr dem Umfang ausgereicht werden sollen wie bisher.

00:50:17: Also das sind Dinge, die ich schwach finde inhaltlich weil sie am Ende zu Lasten von Kindern und Jugendlichen gehen werden und dann eben auch von dieser Bildungsgerechtigkeit, die Ich auch am Anfang mit ins Feld geführt habe.

00:50:28: aber ich würde jetzt nicht bewerten ob jetzt der die Verkehrsministerin irgendwie besser ist als er davor oder so.

00:50:34: das würde ich lassen.

00:50:36: Ich würde jetzt gar nicht unbedingt sagen, dass man die Performance der einzelnen Bundesminister damit reinbewerten muss.

00:50:44: Weil ich glaube den Bürgerinnen sind Teile der Minister in den Riegel, die fallen denen überhaupt gar nicht auf.

00:50:51: Sondern es geht ja eher um diesen Gesamteindruck und gerade – wir sind kurz vor den Wahlkämpfen im Osten Und da merkt man ja doch auch, wie stark und man hat es auch im Baden-Württemberg gemerkt.

00:51:04: Wie stark sich die Bundespolitik auf die Landespolitik niederdrückt, egal was die Leute dafür eine Arbeit machen?

00:51:10: Wie schaust du denn da gerade drauf Andreas?

00:51:13: Denist du hast vollkommen recht, die Bundespolitik schlägt sich auf die Landespolitik durch.

00:51:18: Das haben wir bei uns bei den letzten drei Landtagswahlen in Baden-Württemberg mitbekommen.

00:51:23: das ist auch teilweise eine Gefahr für die Landespolitik weil egal wie gut die Arbeit ist die man vor Ort macht bundespolitische Eindrücke können da Die Stimmung trüben.

00:51:32: Als Baden-Württemberger ist es jetzt so, mit Thorsten Pfeils neuem Fraktionsvorsitzende mit Nina Wagen als Baden Württembergerin im Bundeskanzleramt mit Stephen Bilge als Verkehrsminister sind zumindest mal die Baden Wirtenberg personell zufrieden.

00:51:44: Jetzt müssen wir einfach schauen wie die... ganzen Protagonisten ab September wieder wirken und dann glaube ich kann man was dazu sagen.

00:51:51: Ja das wollte sich tatsächlich auch fragen, weil ihr Personell ja jetzt sehr gut bei Wett gekommen seid und ich mir aber auch dachte wenn wir uns gerade die Verhältnisse hier im Osten anschauen wäre es nicht auch wichtiger gewesen ins Bundesministerien vielleicht auch mehr Ostpräsenz hineinzuschicken so dass man auch das Signal sendet Wir sehen euch, wir hören euch Gut, es scheint gerade nicht der erste Punkt zu sein.

00:52:16: Luis vielleicht für dich auch nochmal einen anderen Punkt?

00:52:18: Ich habe gerade bei Social Media durchgeschaut und hab so gesehen Grüne Linke SPD haben gepostet und meinten ja wir sind jetzt alle ein Prozent gestiegen Und gucken halt immer so auf sich.

00:52:30: Und ich als Bürgermehr bin halt immer irgendwie irritiert, weil ich mir denke hey es geht doch um mehr als nur um diese eine Partei Es geht doch auch um Demokratie.

00:52:37: und mir ist egal ob in Sachsen-Anhalt die Linke jetzt um ein Prozent gestiegen ist Auf dreizehne oder vierzehn Prozent.

00:52:44: Für mich als Demokrat und dass ich hier sicher leben kann ist ja viel wichtiger Dass die Grüne auch über die fünf prozent Hürde kommt Oder die SPD über den fünf Prozenten Hürden bleibt Weil nur so können wir Die absolute Mehrheit einer AfD-Regierung verhindern.

00:52:59: Ich weiß, es ist Wahlkampf und so, aber ist das nicht auch wichtig, dass wir von diesen Parteienteilen ein bisschen wegkommen, Louis?

00:53:05: Also ich würde sagen die Grünen Sachsen-Anhalt haben sich eben vor allen Dingen darüber gefreut, dass sie in Umfragen jetzt genau die fünf Prozent höre.

00:53:13: genommen haben, weil darum geht es am Ende.

00:53:15: Natürlich wollen wir auch als Partei wieder mit drin sein aber wissen eben auch dass wir ein Schlüssel dafür sind die Alleinregion der AfD an Sachsen-Anhalt zu verhindern genauso wie die SPD da auch.

00:53:25: und natürlich sind das Zeiten in denen wir anders miteinander nochmal lernen müssen zu sprechen also demokratische Parteien und wo wir vielleicht auch noch mal Kompromisse eingehen müssen, die wir so vorhin nicht eingegangen werden und gleichzeitig nicht den Fehler machen dürfen Dass die Bürger entdenken, wir sind alle die gleichen.

00:53:45: Das ist ja genau diese Ambivalenz, die da eine Rolle spielt.

00:53:49: und ich glaube am Ende geht es ganz viel um Sichtbarkeit, um Selbstwertfühl und das ist zumindest das was sich jetzt so aus familiären freundschaftlichen Umfeld merke was ganz ganz doll fehlt in Ostdeutschland dieser Erzählung von Man ist nicht nur irgendwie das wirtschaftlich schwache Teil Deutschland, man ist nicht mehr der Nazi-Teil von Deutschland.

00:54:12: Es gibt auch was Gutes im Osten und das ist etwas, was Menschen stark vermissen und was die AfD sehr erfolgreich leider wieder ins Feld führt mit so wilden Dingen wie in die Wände zwei Punkt Null und was da alles schon auf Artplakaten stand.

00:54:29: Und deswegen ja, ist glaube ich Sichtbarkeit und das ist dann auch eine personelle Sichtbarkeit total wichtig.

00:54:35: In dem Sinne würde ich sagen in der Bundesregierung eine verpasste Chance.

00:54:39: Ja Andreas, wie schaust du denn eigentlich auf?

00:54:42: auch die anderen Wahlen vielleicht?

00:54:43: Und ich meine ihr regiert jetzt seit Anfang des Jahres und man muss sagen es ist ja relativ geräuschlos.

00:54:50: Hättest du denn irgendwelche Hinweise-Tipps?

00:54:52: Weil auf Bundesebene funktioniert das ja nicht so gut mit dem gemeinsamen Regieren, auch harmonisch Regieren.

00:54:57: aber wenn Du auch die andern Wahlen anschaust was glaubst Du denn ist so ein Zaubermittel für gerade gutes Regieren?

00:55:06: Also ich verbitte mir immer als Baden-Württemberger Tipps ein anderer Bundesländer zu geben, weil es einfach eine ganz andere Situation ist.

00:55:13: Bei uns ist es so dass wir eben die Grünen hier auch ganz anders verankert sind gerade in den Universitätsstätten.

00:55:19: vielleicht auch die grünen etwas konservativer in Baden-Württemberg als an anderer Stelle.

00:55:24: deswegen gibt's da teilweise große Überschneidungen sagt man mir zumindest.

00:55:29: das will ich jetzt selbst beurteilen.

00:55:31: Ich glaube Das ist durch den Gleichstand der Sitze.

00:55:34: Wir haben ja beide, sechsundfünfzig Sitze das heißt wir sind wirklich zwei gleichstarke Partner.

00:55:39: Das merkt man glaube ich in unserem Regierungsprogramm.

00:55:42: Das Merkt man aufgrund der persönlichen Wertschätzung die wir ja als Politikerinnen und Politiker haben Die letzten Jahre da hilft die Zusammenarbeit schon.

00:55:49: Es ist nichts ganz Neues Und Ich glaube auch im Blick Auf andere Bundesländer Ist es einfach so dass die Persönlichkeit immer wichtiger wird.

00:55:57: und des Vertrauen.

00:55:58: Denn das was die AfD gerade stark macht is irgendwie Latentes Gefühl, wir müssen jetzt AfD wählen weil man gar nichts mehr anderes wählen kann.

00:56:07: Was aber quatsch ist inhaltlich?

00:56:08: Weil man sieht ja dass die AfD inhaltliche nix liefert und ich glaube deshalb brauchen wir Persönlichkeiten die Vertrauensbilden sind.

00:56:15: das hat man auch bei den vergangenen Wahlen gesehen egal welchen Bundesland wenn man dem Ministerpräsident vertraut bekommt ein starkes Wahlergebnis.

00:56:24: Andreas hat es ja gerade gesagt, die Grünen in Baden-Württemberg sind ein bisschen konservativer.

00:56:28: Guckst du da manchmal auch aus Berlin nach Baden Württberg und bist ein bisschen frustriert wegen den Grünen?

00:56:36: Komm schon vorher!

00:56:39: Ja und damit enden wir die Sendung mit einem Lacher.

00:56:42: Danke, dass ihr zugehört habt.

00:56:43: Danke das ihr zwei hier die Diskussion möglich gemacht habt.

00:56:48: Ich freue mich schon auf die nächste Folge Die Bürgerinnenfolge zur Bildungspolitik.

00:56:54: Das passiert dabei erst im September weil wir gehen jetzt in die Sommerpause Und ich freue mich danach wie jeder weiterzumachen euch hier zu hören.

00:57:02: schickt uns gerne euer Feedback an

00:57:04: mauecho

00:57:04: at tanz.de

00:57:06: Und

00:57:07: dann bleibt mir nichts anderes zu sagen als genießt euren Sommer und

00:57:11: macht es nicht

00:57:11: nur gut, macht die Welt ein kleines bisschen besser.

00:57:14: Bis dann!

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