Folge 58: Keine Finanzierung , kein Deutschkurs, keine Fachkräfte – Kürzungen bei der Integrationsarbeit

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00:00:01: Und ich frage mich, was für eine Zukunft haben wir wenn wir so weitermachen wie jetzt?

00:00:06: Eine Zukunft haben nur dann, wenn wir eine gute Politik haben.

00:00:09: Gute Politiker!

00:00:10: Ich muss ganz ehrlich sagen das was momentan auf Bundesebene sehr oft auch auf Landesebenen passiert empfinde ich als Kindergarten.

00:00:17: Diese Streitigkeit hat keiner von uns verdient und ich möchte weder der Spürballde-Politik sein.

00:00:22: Ich möchte wedder, dass die Politiker sich halt darüber unterhalten ob ich gut integriert bin oder ob ich zu Deutschland passe oder nicht sondern ich möchte das diese Politikers ist damit beschäftigen mir die Möglichkeiten zu geben mein Wissen meinen Können meine Fähigkeiten möglichst gut einzusetzen und zwar für die Bundesrepublik Deutschland.

00:00:55: Hallo und herzlich Willkommen zu Mauer.

00:00:57: Echo Ost trifft, wer es dem Einheitspodcast der Tatspanta-Stiftung.

00:01:00: Schön dass ihr wieder eingeschaltet habt!

00:01:02: Ich bin Dennis Schiponder euer Host und freue mich, dass ich euch heute hier aus meinem heimischen Studio wieder beglücken darf nachdem wir jetzt ja viel unterwegs waren.

00:01:10: bei unserer Wahl Arena in Greifwald haben wir mit unserem Podcast Tour gestartet, nächster Stop.

00:01:15: Unser Podcast-Tour ist dann am neunzwanzig achten in Chemnitz beim Kosmos Festival.

00:01:20: Letztes Wochenende waren wir von der Tatz bei dem Schwulen und lesbischen Stadtfest im Schöneberg, da habe ich den Orkan auch aus der letzten Folge noch mal getroffen.

00:01:29: das war ganz schön!

00:01:30: Und ich freue mich immer wenn ich einfach mit euch ins Gespräch kommen kann.

00:01:34: Seid auch gerne nächste Woche beim CSD in Berlin dabei, denn wir haben jetzt einen Tats-Lkw und da wirds reden von uns geben.

00:01:42: Ich werde ein Flashmobdance mit euch machen wenn alles klappt.

00:01:45: also kommt gerne vorbei!

00:01:47: Ich hoffe ihr genießt euren Pride Month genauso wie ich und vergesst nicht es geht nicht nur um die Party.

00:01:54: Auch beim Pride Month geht's um das Thema Integration Politik und Teilhabe Genauso wie das heute unser folgende Fall ist.

00:02:02: Diese bestreite ich nicht alleine, sondern habe mir zwei tolle Gäste eingeladen aus Ost und West.

00:02:07: Heute vergleichen wir wie Integration in Oszt und West funktioniert.

00:02:14: Mein erster Gast ist Eta Hachmann.

00:02:16: Sie ist Sozialdezernantin in der Sorosloh und Ehrenamtliche Vorstellung des Damos, das ist die Dachverband der Migrantinnen-Organisationen in Ostdeutschland.

00:02:25: Eigentlich sollten wir uns schon ganz lange kennen, weil ich habe ja auch mal für den Sächsischen Verband gearbeitet.

00:02:30: aber wir haben uns jetzt letztens im Finanzministerium getroffen.

00:02:33: Ja da kommst du doch auf jeden Fall einmal zu uns!

00:02:35: Schön dass du da bist Eta.

00:02:37: Vielen herzlichen Dank für die Einladung.

00:02:38: Ich freue mich.

00:02:40: Und mein zweiter Gast ist René Noor von der Volkshochschule Bingen.

00:02:44: Dort bist du Geschäftsführer und das passt ja, weil wir schon in der letzten Folge oder in der Integrationsfolge viel zum Thema Volkshochschule gesprochen haben und Sprachkurse und da können wir heute mit der Praxis direkt dran anknüpfen.

00:02:59: darum geht es ja auch in unserer Folge.

00:03:02: Wir reden heute zuerst über das Thema Ost und West, schauen uns dann den Bereich Integration aus im Hauptfeld.

00:03:08: Und gucken dann am Ende auch ein bisschen auf die Bundespolitik, weil das jetzt Spanien zurückgetreten ist?

00:03:13: Das können wir natürlich nicht unkommentiert lassen!

00:03:16: Wir schauen erst mal auf unser Ost-West geflüstert... ...und ich bin ja auch immer bemüht, weil wir sind in der Einheitspodcast Gemeinsamkeiten zu finden und findet ihr Gemeinsamenheiten eurer Bundesländer

00:03:31: Bestimmt, also auf jeden Fall gibt es Themen die uns vereinen.

00:03:35: Ich könnte ja kurz beginnen.

00:03:36: Also ich glaube dass wir Defizite im Bildungsbereich erkennen das wir Kommunen haben den nicht mehr alles finanzieren und tragen können das vereint uns schon und dass sie auch in politischen Bereich einen großen Bedarf an authentischen Persönlichkeiten haben.

00:03:52: Ich glaube auch das teilen wir miteinander.

00:03:55: Ich kann nicht nur von und ganz zustimmen.

00:03:57: Ich hätte noch gesagt, wir sind ja beide eher ländlich geprägt ohne größere Metropolen.

00:04:04: also ich meine wir haben noch Frankfurt am Rand aber ohne Osten ist ja Berlin dann jetzt in der Mitte mit drin.

00:04:12: Aber das vereint uns schon Und ich glaube wirklich die Finanznot Der Kommunen was ich immer so mitkriege ist es auch schon ein Ja, würde sagen fast ein bundesweites Problem.

00:04:25: Nicht nur in Rheinland-Pfalz aber Rheinlands-Pfalz ist ja ganz extrem.

00:04:28: ich glaube vier von den zehn am meisten verschuldeten Städten sind in Rheinland-Falz und so viele Städte haben wir hier nicht.

00:04:34: also das ist schon ist schon und dass hat natürlich auch wieder Auswirkungen auf die Integrationspolitik denn ihr auch in einer rheinland fälzischen Kleinstadt groß geworden in Landau auch so Vierzigtausend Einwohner.

00:04:46: Integration war nicht so zentral wie das heute ist.

00:04:50: Also es war wirklich nicht ein zentrales Thema in der Gesellschaft, aber es waren natürlich da und es war ein Stück weit habe ich zumindest in meiner Erinnerung.

00:04:59: Ich bin ja schon etwas älter,

00:05:01: d.h.,

00:05:01: das war in den Ende sechziger Jahren wo ich in der Schule war Anfang siebziger.

00:05:06: Natürlich hatten wir mit Schülern eine Bekationsgeschichte aus Indien und wo sie herkam, aber jetzt sagen wir mal nicht mehr als die Hälfte.

00:05:14: Das waren ein paar.

00:05:17: In unserem Ortsteil hat auch ein türkisches Lebensmittelgeschäft aufgemacht, wo meine Mutter selbstverständlich hingegangen ist.

00:05:23: Es war überhaupt keine Frage dass sie da nicht vorbei geht und solche Geschichten.

00:05:27: also das schon.

00:05:28: aber es war wirklich nicht so zentral wie das heute ist.

00:05:30: jetzt auch nicht von Getoisierung Oder ich habe es natürlich in meiner Blase nicht mitgekriegt.

00:05:36: Das kann auch sein, dass sich wohlbehütet in meinem Viertel groß geworden bin und am Stadtrand gab's dann auch andere Vierteln.

00:05:42: aber hab' ich eigentlich nicht wahrgenommen hätte ich vielleicht doch mit gekriegt das es solche Sachen gibt.

00:05:49: Das waren ja noch die Zeiten von den Gastarbeiter im Westen.

00:05:53: Hat man das dann in dem eigenen Leben in der Schulzeit und so mitbekommen?

00:05:57: Und ist man deswegen vielleicht Offener dadurch groß geworden?

00:06:02: oder würdest du sagen, eigentlich hatte ich damit jetzt nicht zur Berührung und das kam erst viel später.

00:06:08: Also vielleicht schon immer offen war aber so es kam erst später dass sich das so wahrgenommen hat für mich in meinem Leben.

00:06:15: Na eins in der Schulzeit muss ich ganz ehrlich sagen habe ich das wie gesagt.

00:06:18: Es gab ein paar andere Schülerinnen und Schüler die mir gerade zu uns hintergrund hatten.

00:06:24: Das war eigentlich ganz normal.

00:06:25: Da waren bei denen zu Hause, die waren bei mir... Aber das war auch nicht das Thema, dass der Anil jetzt aus Indien kommt.

00:06:31: Das war halt einfach so.

00:06:33: Sind eher die aufgefallen?

00:06:35: Ich bin in der Südpfalz groß geworden und eher die aufgefallen, die zugewandert fahren und kein Felses sprechen über weil die Eltern nicht aus der Pfalz kamen!

00:06:44: Das war eher so das Kriterium Ob man jetzt dazugehört oder ob man nicht dazugehört.

00:06:50: Ich mein, ich weiß nicht.

00:06:51: Ich habe gerade so ein bisschen bedenkt, ob ich das idealisiere?

00:06:54: Oder ob ich es einfach nicht mitgekriegt hab aber... Ich glaube das erste Mal wo ich mich auseinander gesetzt habe mit dem Thema war dann während der Studienzeit also an der Uni.

00:07:03: Das war schon anders und durch meinen Job natürlich habe ich ganz viel damit zu tun.

00:07:08: Aber in der Schulzeit glaube ich wirklich nicht

00:07:12: Hände, wir sollten da gar keine Bedenken haben.

00:07:14: Sondern das auch gerade wenn es zu die Vergangenheit angeht da offen darüber sprechen weil das ist ja auf dem punkt der damals vielleicht normal und selbstverständlich war und das ist auch heute noch Verständlich.

00:07:25: Das kann Eta wahrscheinlich auch sein, dass es normal ist, dass man sich halt mit Leuten umgibt, die den gleichen Bias haben so ein bisschen und das einem das da gar nicht so auffällt.

00:07:33: aber wie war das denn bei dir Eta?

00:07:36: Weil du bist ja noch in Georgien groß geworden und bist dann nach Deutschland gekommen Du hast ja Integration selbst erlebt sozusagen Hast du da eine diverse sage ich mal freundesbabel gehabt oder war die auch sehr einseitig geprägt.

00:07:52: Ja das ist tatsächlich jetzt auch sehr interessant, wenn ich so zuhöre.

00:07:56: es gibt sehr viele Ähnlichkeiten zwischen uns aber schon dadurch dass unsere Lebenswege glaube ich etwas anders versaufen sind entwickelt man sich natürlich auch etwas anderes.

00:08:04: Ich bin zum Studium nach Deutschland gekommen und im Studium hat man ja Ja, eigentlich.

00:08:10: Das ist automatisch, dass man halt ausländische Studenten trifft und das man auch der Freundschaften pflegt.

00:08:16: Und für mich war es am Anfang tatsächlich auch ganz wichtig mit Menschen zu kommunizieren die ähnliche Probleme haben wie ich.

00:08:22: Dazu gehört natürlich ein Aufwinterstitel, das ganze Visa-Verfahren Arbeit finanzielle Not

00:08:29: etc.,

00:08:30: und das vereint ja ungemein.

00:08:32: Mit der Zeit muss ich aber sagen, hat sich das alles so ein bisschen geändert.

00:08:36: Weil die Studenten sind ja irgendwann weg und du bleibst dann in einer Stadt Und dann musst Du Dich halt mit der Frage beschäftigen Ja was ist eigentlich meine Rolle hier?

00:08:43: Habe ich Freundschaften?

00:08:45: bin Ich angekommen will ich eigentlich zurück und ich habe dreizehn Jahre in Dresden gelebt und ich muss ganz ehrlich sagen, ich liebe diese Stadt wirklich sehr!

00:08:53: Ich finde Dressen ist eine wunderschöne Kulturstadt.

00:08:56: als meine zweite Heimat war Dresdner nicht geeignet weil ich nie das Gefühl hatte, dass Menschen mich wirklich brauchen.

00:09:05: Ich war für mein Verständnis immer wie so ein Fremdkörper.

00:09:09: Das ist der Hauptunterschied.

00:09:10: Also ich war immer fremd, obwohl mir die Stadt eigentlich sie eiken sehr bekannt war und deshalb habe ich irgendwann mich auch mit der Frage beschäftigt woran liegt es?

00:09:22: Sind das tatsächlich meine Bekanntschaften?

00:09:24: bin ich das oder ist das die Stimmung.

00:09:27: Und jetzt mit der Zeit muss ich sagen, und auch mit etwas Abstand muss ich feststellen.

00:09:32: Ich glaube jede Stadt tickt anders und nicht jede Stadt ist gleich willkommen für Menschen die aus dem Ausland

00:09:38: kommen.".

00:09:39: Ich finde es noch mal spannend weil du sagst also diese Studienperspektive... ...und wenn ich in meinen Studium zurückgeschaut habe, wenn du Deutsch warst hast du dich nicht automatisch mit zum Beispiel den ganzen ausländischen Studenten zusammengesetzt?

00:09:53: Ich hatte eine Freundin, die kam halt aus Brasilien und sie meinte aber ich kann nicht nur mit euch Deutsch zu schildern.

00:09:58: Ich muss auch mit meinen Erasmusleuten schilden weil die verstehen mich erstens viel besser und dann hat sie uns aber immer berichtet dass die anderen sehr große Probleme damit haben Zugang zu bekommen zu den Deutschen Weil die Gespräche waren dann vielleicht doch in Deutsch, das war für die anderen zu schnell.

00:10:16: Das war zu anstrengend und wenn man da eine Gruppe hat auf die man sich zurückziehen kann ist man doch lieber auch da geblieben, weil man sich nicht so ganz angenommen gefühlt hat.

00:10:25: Das Gespräch habe ich dann öfter geführt tatsächlich.

00:10:27: Und

00:10:28: bei mir ja wiederum ist es anders, weil als Kind im Osten aufgewachsen bin und ich bin ja so ohne Community aufgewachs.

00:10:34: Also ich könnte sogar sagen, vielleicht hast du geliehen mehr Kontakt zum Menschen mit Immigrationsgeschichte hatte als ich in meiner Jugend oder beziehungsweise, als dann alle weggegangen sind.

00:10:44: In den Westen oder ins Ausland und das finde ich ja schon auch interessant wie unterschiedlich da die Perspektiven sind in drei verschiedenen Augenblicken sozusagen.

00:10:54: Das ist ja vielleicht ein Unterschied manchmal im Ost- und West.

00:10:57: Man hat automatischer oder leichter Kontakt zu Menschen weil man zusammen mit einem Verein ist oder so oder auch nicht Im Osten.

00:11:06: vielleicht ist das nochmal anders.

00:11:07: oder was sind deine Erfahrungen?

00:11:11: Wenn ich zurückkommen kann zu dem, was du sagtest.

00:11:13: Also sehr oft sage ich ja auch im Grunde genommen spielt es keine Rolle ob man einen Migrationsintergrund hat oder nicht.

00:11:20: Entscheidend ist tatsächlich dein Status wo du gerade stehst.

00:11:23: Und ich glaube, wenn man sich Studenten anguckt und gerade im Westen hat man sehr oft sehr wohlhabende Studenten.

00:11:29: Ich zum Beispiel musste mir mein Studium selbst finanzieren.

00:11:31: Ich war am Wochenende immer arbeiten, ich war eine Weihnachtszeit immer arbeiten.

00:11:35: Ich hatte drei Jobs und ich bin stolz drauf.

00:11:37: also das ist jetzt halt hier kein Jammern sondern in meinem Studiengang.

00:11:42: Das war ein elitäre Studiengang und das in Dresden.

00:11:45: Das ist ja schon was Besonderes weil es gibt ja schon elitere Unis.

00:11:49: da ist das glaube ich wieder etwas anderes.

00:11:51: aber ich war die einzige die nebenbei gearbeitet hat, zumindest in meinem Studiengang.

00:11:56: Und ich glaube genau das ist der entscheidende Punkt nicht der Migrationsintergrund sondern was uns vereint.

00:12:00: und uns vereinen meistens die Not, die Bedarfe, die wir haben unserer Interessen.

00:12:05: Ich glaube es gibt zwischen Studierenden halt immer noch diese Gefällen.

00:12:08: Es gibt sehr viele Studierende finanziell unterstützt werden von den Eltern aber die Großteilen nicht und wir hatten ja neulich auch dieser BAFOK-Debatten sehr viele Drittländer.

00:12:18: Ich zum Beispiel mir stellt kein BAFK zu Ich kann es zu Antrag stellen, weil ich wurde nicht bekommen.

00:12:22: Also jetzt bin ich eingebürgert.

00:12:23: aber damals und das sind alles Besonderheiten die glaube ich für dieses Zusammenkommen miteinander Kontakt haben enorm entscheidend sind was vereint uns?

00:12:34: welche Probleme vereinen uns?

00:12:37: Was würdet ihr sagen, wann ist man integriert?

00:12:40: Weil die Frage habe ich ja letzte Woche auch gestellt an Christine von Wörn.

00:12:44: Was ist da so eine CDU-Haltung?

00:12:46: Ich weiß nicht ganz genau ob ich befriedigt bin mit der Antwort!

00:12:50: Was würdet ihr denn aus euren Perspektiven dazu sagen?

00:12:52: So René macht du bei den Anfangen und dich betrifft es erst mal nicht selbst.

00:12:57: Ich glaube wirklich integrierte bist du wenn keiner mehr merkt dass du zugewandelt bist.

00:13:03: Das ist wie eigentlich neunzig Prozent der Zugewanderten, die einfach im Krankenhaus arbeiten.

00:13:08: Die irgendwo arbeiten und keiner interessiert sich dafür wo du herkommst oder wo deine Eltern herkommen?

00:13:15: Ich meine, woher kommst du?

00:13:17: Du kommst aus Mainz oder aus Bingen aber wo deine Eltern vielleicht hergekommen sind.

00:13:21: wenn du wirklich ja wenn keiner mehr merkt dass du zugewandert bist das ist dann wirklich Integration.

00:13:28: Und ich sage immer die gute.

00:13:30: Wie hieß sie Frau Alm Albert?

00:13:35: Die ja auch so schön gesagt, die Regeln beachten.

00:13:38: Ja das ist ja auch ganz wichtig klar sich an Gesetz und Grundgesetz handelt.

00:13:43: aber wenn ich mit dem Fahrrad zur VHS war, fahre ich schon, wenn kein Auto kommt bei Rot über die Ampel.

00:13:49: Und dann stehen aber unsere Integrationskurs teilnehmer und sagen Das darf man nicht!

00:13:57: Ich habe zu Anfang auch gelacht weil ich gedacht hab Gott, wie sind die drauf?

00:14:03: Aber nein!

00:14:04: Sie sehen so drauf.

00:14:05: Weil sie sich das wahrscheinlich nicht einfach so leisten können bei Rot über die Ampel zu fahren wenn das dann irgendjemand zieht.

00:14:11: also die Angst irgendwo vor allen Dingen wenn man jetzt noch kein deutsche Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltssignal hat... Die Angst etwas falsch zu machen ist glaube ich schon bei vielen wir gerade versetzt sich mich jetzt einmal mal so rein auch wenn ich den Background nicht habe.

00:14:24: Das heißt meine Mutter ist auch nicht in Deutschland geboren.

00:14:27: Wir sind Frankreich geboren aber es kommt wirklich Das nicht mehr hat.

00:14:31: Wenn man einfach sagt, ich lebe wie die anderen auch und ich gehe auch barot über die Ampel weil es kann mir nichts passieren.

00:14:37: Ich kann nicht abgeschoben werden, ich kann keinen Stress kriegen mit der Ausländerbehörde.

00:14:41: das ist glaube schon so ein Punkt wo man sagen kann dann ist Integration wirklich gelungen.

00:14:47: Eta jetzt zur Gegenperspektive.

00:14:51: Und da ich habe Eingangs als René angefangen hatte, hab' ich überlegt jetzt musst du widersprechen.

00:14:55: Du siehst das anders?

00:14:56: Jetzt am Ende hatte doch was ganz Wichtiges gesagt und diesen Punkt betrachte auch endlich.

00:15:01: Ich mach', dass für mich gibt's mindestens zwei Bestandteile eines Integrationsprozesses.

00:15:06: Also ein Bestandteil davon ist von uns abhängig Von meinen Gefühlen Von meine Idee ob ich mich tatsächlich angekommen fühle oder nicht und der andere Bereich, den ich fremd bestimmt Das hat etwas mit den Aufenthaltstäteln Mit Einbürgerung Was auch immer zu tun.

00:15:21: Also den zweiten Teil kann ich so nicht beeinflussen.

00:15:23: Es sei denn, ich habe eine gute Arbeitsstelle bekommen und bin eingebürgert worden dann ist das Thema erledigt.

00:15:29: aber die meisten Ausländer-Ausländerinnen wollen das ja gar nicht.

00:15:32: also die meisten wollen ja den Pass behalten und passen ist erst mal die Sicherheit.

00:15:36: Also deshalb wurde jetzt über diesen Bereich nicht so versprechen wollen.

00:15:38: Aber was den ersten Bereich anbelangt?

00:15:41: Dort hat es ja eingangs gesagt Menschen sind integriert wenn sie so sind wie die anderen auch für mich.

00:15:47: Das ist wirklich das wo ich widersprechen

00:15:49: würde Wenn Sie

00:15:51: nicht mehr auffallen Nicht mehr auffallen, für mich ist der Punkt aber etwas anders.

00:15:57: Ich sage ich bin richtig integriert wenn es mich nicht mehr interessiert ob ich auffalle oder nicht.

00:16:02: Wenn ich mich nicht darüber definiere ob ich als Deutsch aus sehr askeurgisch was auch immer und wenn ich diese Differenzen und die Unterschiede akzeptieren und mit Würde trage.

00:16:13: Und ich glaube bei mir hat das gedauert.

00:16:14: also ich fall nun optisch aus ist sehr typisch georgisch aus.

00:16:17: und jetzt kommt ein punkt und darauf bin ich stolz.

00:16:20: Und das hat gedauert, bis ich diesen Punkt erkannt habe.

00:16:23: Also ich bin halt nicht blauäugig und naja... Das kann man jetzt ja im doppelten Sinne verstehen.

00:16:28: aber also meine Augen sind dunkel, meine Haare sind dunkel Ich sehe halt sehr geurgisch aus.

00:16:34: und der Punkt war, ich hab wirklich Jahre dafür gebraucht um zu sagen es ist nichts Schlechtes dass ich auffalle Es ist nichts schlechtes, dass ich einen Akzent habe auch wenn ich meinen Akzent überhaupt nicht mag.

00:16:44: Aber ich glaube genau das ist der Punkt.

00:16:46: und wenn man irgendwann merkt Ich bin zwar anders, aber das hat Gründe und ich trage diese Gründe mit Würde.

00:16:53: Ich bin stolz auf die Person, die ich geworden bin und für alle Zuhörer zu Hörerinnen wenn Deutsch nicht ihre Muttersprache ist dann machen sie das mit Würden.

00:17:02: sprechen Sie mit ihrem Akzent mit ihrem schönsten Akzent die deutsche Sprache.

00:17:06: sprechen die deutschen Sprache schön Aber bleiben sie einfach der Mensch der sie sind.

00:17:10: und dafür habe ich Jahre gebraucht.

00:17:12: Und ich glaube genau dass es der Punkt also du bist integriert wenn du dich so war und ernst nimmt, wie du bist.

00:17:18: Und dich nicht mehr verändern willst.

00:17:20: Solange man kämpft, so lange man versucht zu werden wird die anderen nicht aufzufallen ist man nicht richtig integriert.

00:17:26: Und Integration hat zwar partiell was mit der Arbeit zu tun aber vor allem kommt das vom Herzen.

00:17:31: Und dieses Ingeln wo angekommen sein.

00:17:33: und ich sage auch immer wieder allen Nichtmuttersprachnern Man kann zwei Heimatländer haben.

00:17:38: Man kann Zwei Muttersprachen haben, man kann mehrere Sprachen haben die man liebt Das brauche ich Rene nicht zu erzählen.

00:17:45: Wichtig ist, aber sich so ernst und wahrzunehmend wie man eigentlich ist stolz drauf zu sein.

00:17:50: Ich möchte da auch nicht missverstanden werden.

00:17:52: ich wollte jetzt nicht dass alle zugewanderten Deutsch im Sinne wir werden blauäugig blond und sonst irgendwas hinzu sagen.

00:17:59: nein die Vielfalt ist ja das was uns ausmacht und das muss man auch akzeptieren wie du gesagt hast Nicht wenn man nicht mehr aufhört sondern man darf durchaus auffallen Aber es ist normal dass wir diese Vielfalt haben und das wir diese vielfalt auch lieben.

00:18:12: Also ich glaube, dann sind wir wirklich an einem Punkt wo es geklappt hat letzten Endes!

00:18:17: Und ich finde ist immer so ein Reichtum wenn man zwei Kulturen in sich trägt.

00:18:23: Das ist wirklich umgekehrt.

00:18:25: manchmal bisschen schade, dass viele ihre Ursprungskultur auch wegwerfen In dem Sinne, dass sie nicht mehr richtig ihre Müttersprache sprechen können oder das sich gar nicht mehr so sehr... also ich kenne wirklich einige die dann sagen nehme den Kindern reden wir eine deutsche sonst nicht so schwer haben in der Schule oder so irgendwas.

00:18:42: und das sagt ich als Tanneber.

00:18:44: Nein das könnt ihr doch nicht machen!

00:18:46: Ihr müsst es wirklich so.

00:18:47: ein Vorteil jetzt auch mal ganz egoistisch gedacht in Zukunft Wenn du auf dem Arbeitsmarkt was suchst, ja und du kannst nur eine zweite Sprache.

00:18:55: Ist doch super!

00:18:56: Also ist wirklich ganz toll also jetzt wenn man es auch darauf unterbricht.

00:19:01: Das ist glaube ich aber auch so ein Punkt von das was Eta sagt.

00:19:04: diese Ehne will Integration inklusion dieses selbst auch bewusst werden darüber.

00:19:10: Ich hätte es auch als jetziger, dass ihr aufgehört habt polnisch zu sprechen obwohl ich damit aufgewachsen bin weil ich halt deutsch sein wollte weil nämlich diese gesellschaft mir immer wieder gesagt hat ich gehör nicht dazu mich immer wieder gearbeitet hat und so dass sie irgendwann zum punkt hatte von Sag mal, wenn Deutsche aus der Dominanz-Gesellschaft schon mit ihrer Quarterlife Crisis haben und sie nicht wissen wer sie sind.

00:19:32: Stellt euch mal uns vor!

00:19:33: Wenn du dann auf Barsch, Polen und Ostdeutscher bist, dann wirft sich das alles durcheinander.

00:19:38: Aber dieses Selbstbewusstsein, was man daraus entwickelt, ist das, was auch eine ganz große Ressource werden kann.

00:19:45: Und was ich hier so schön finde ... Man merkt bei dir René, du hast ja einen offenen toleranten Geist Und ich glaube aber, was wir als Gesellschaft beim Thema Integration noch nicht so kennen.

00:19:56: Teilweise ist das, dass wir nicht die Sprache haben miteinander in Kontakt zu gehen manchmal.

00:20:01: Dann hat man Angst, wenn jemand auf die Füße tritt.

00:20:03: Man hat Angst, dass man was Falsches sagt und man ist dann ganz schnell in diesem entschuldigen – und ich glaube weder Eta noch ich, also wie sind sie überhaupt gar nicht so?

00:20:12: Ich glaube, wenn wir als Deutschland Integration geschafft haben, gibt es diese Momente nicht mehr, wo man Angst hat darüber zu sprechen oder etwas Falsche zu sagen.

00:20:21: Und das ist so schön, weil ich glaube über diese Momente auch in diesem Podcast zeigen muss dann.

00:20:25: Was das so bedeuten kann?

00:20:27: Wir sind ja gerade noch bei Ost-West oder?

00:20:30: Weil mir erst gerade eingefahren... ...weil du vorhin gesagt hast ein bisschen Ost-west Differenzen aufzeigen und ein bisschen biografisches.

00:20:38: Ich habe Ende der Neunziger viele Fortbildungen für Kursleiter gemacht an VHS-Kursen zum Thema Online lernen war ein bisschen verfrüht und das haben wir auch im Osten gemacht.

00:20:48: Also wirklich Brandenburg und Dresden sind wir überall hin.

00:20:52: Wir waren ein Team von sechs Leuten, und Judith kam aus Süd-Indien Und die hat gesagt ich fahre da nicht hin Ich kann dann nicht hinfahren.

00:21:01: Ich habe so viele Erfahrungen gemacht.

00:21:03: Ich fühle mich da nicht sicher und das war so Ende der neunziger Anfang der Nullerjahre und da war ich damals wirklich richtig geschockt.

00:21:11: Es kann doch nicht sein dass es in Deutschland gegen den gibt wo manche Menschen sich nicht hintrauen, weil sie dann sich nicht sicher fühlen.

00:21:20: Aber das hat mich damals so richtig geschockt und zwar glaube ich so mein erstes Ost-West-Erlebnis, weil ansonsten muss ganz ehrlich sagen meine Familie ist linksrheinisch, dass ist die Grenze.

00:21:29: rechtsrheinig sind die anderen, linksrheinig ist der kleine Zipfel ganz im Westen und wir sind eigentlich eher nach Frankreich als auf die andere Rheinseite gegangen.

00:21:40: Also hatte ich jetzt so keine Berührungspunkte mit Ostdautschern eigentlich und das hat mich damals so richtig geschockt.

00:21:46: Wann hattest du deine ersten Ost-West-Berührungen, Eta?

00:21:50: Außer du wolltest jetzt was anderes sagen.

00:21:52: kannst du das auch gerne noch einschieben.

00:21:53: Ich kann ja erst die Frage beantworten.

00:21:55: dann wurde aber das Thema mit der vorherigen Frage verbinden wollen also Sprachbildung und grundsätzlich mehr Sprachigkeit im Osten.

00:22:04: Wie war das in Georgien auch schon bewusst und bekannt?

00:22:07: Ja, dass es da Unterschiede gibt zwischen Osten und Westen.

00:22:11: Aber dass die Menschen das tatsächlich so extrem wahrnehmen, das waren wir nicht bewusst.

00:22:16: Und was ich halt auch sehr interessant fand – und es ist ja immer noch so wenn man jetzt über Deutschland grundsätzlich spricht und über das Kulturleben oder das deutsche Kulturleben, dann werden diese Unterschiede nicht gemacht.

00:22:26: Also diese Unterschiedte werden dann gemacht.

00:22:28: Ich meine, da interessiert doch niemanden, wo gewisse Intellektuelle herkommen.

00:22:32: Man macht die Unterschiede an gewissen Persönlichkeiten.

00:22:35: Man macht Unterschiede anhand dessen, was eine anhat wo man studiert hat, was man beruflich macht ob man Vollzeitarbeiten geht oder nicht, ob man drei Kinder hat oder eins und was auch immer.

00:22:46: Und das finde ich sehr interessant weil dass ja eigentlich alles meine Meinung nach Sachen sind die uns eingeredet werden.

00:22:53: also diese unterschiedliche Unterschiede entstehen dort wo man das ganze thematisiert.

00:22:58: Das ist mir tatsächlich erst in Deutschland so.

00:23:01: Ich glaube, ich kann das gerade sehr schlecht erklären.

00:23:03: Aber in meinem Großwort, wo ich tatsächlich Dennis kennengelernt hatte, da hatte ich auch gesagt, wir entscheiden selbst was wir übereinander erzählen und ich glaube, dass ist immer noch unsere Entscheidung ob wir diese Unterschiede überhaupt sehen, ob wir jemanden dafür kritisieren, dass er oder sie sehr wie ein Aussie aussieht oder wer ein Wessi aussieht?

00:23:23: Oder ob wir versuchen uns auf die Gemeinsamkeiten zu... einigen oder die Gemeinsamkeiten zu sehen.

00:23:29: Und mein zweiter Punkt, wir hatten ja vorhin darüber gesprochen was es eigentlich mit deinen Menschen macht mehrsprachig zu sein und mehr sprachig großzuwerden und dass man auch eine sehr selbstbewusstsein muss um mehr sprache ich zu sein?

00:23:41: Und auch noch stolz drauf!

00:23:42: Man darf nicht vergessen das strukturell im Osten Mehrsprachigkeit gar nicht unterstützt worden ist.

00:23:47: Wenn man zum Beispiel bei Namost, also in unserem Dachverband mit unterschiedlichen Generationen spricht wird man sehr schnell feststellen gewisse Generation.

00:23:56: Also vor allem die Generation unserer Eltern auch wenn meine Eltern nicht eingeworden sind nach Deutschland aber so grundsätzlich die Generation die jetzt was weiß ich nicht sechzig bis achtzig sind denn wurde immer erzählt sprecht bitte zu Hause Deutsch weil man das nicht besser wusste weil man einfach pädagogisch nicht wusste dass mehr Sprachigkeit bei Kindern kein Schaden anrichtet.

00:24:15: vielen Eltern wurde im Osten erzählt bitte zu Hause immer Deutsch sprechen, weil man das einfach nicht anders konnte und ich besser wusste.

00:24:22: Und deshalb ist es vor allem im Oßen so dadurch dass man wenig Erfahrung hatte damit wie man Billingwahl grundsätzlich lebt, wie man unterschiedliche Kulturen in den Schulen behandelt hat man einiges falsch gemacht.

00:24:34: Da würde ich sagen, das ist nicht mehr nur im Osten.

00:24:36: Ich glaube im Westen war es auch so, dass er gesagt wurde wenn die Möglichkeit da war und die Leute Deutsch sprechen konnten, dass ihnen auch gesagt wurde, teilweise ihr Türkisch... wegfallen sollte.

00:24:46: Aber das ging ja nicht teilweise, wenn die Mutter nachgekommen ist und dann gar keinen Deutschkurs machen konnte und dann die ganze Zeit zu Hause war.

00:24:55: Bei mir ging es ja auch nur, weil meine Eltern beide Menschen mit dem Gritzwunsch-Geschichte waren und genau deswegen brauchten wir Deutschheizmittag zwischen den Beikulturen.

00:25:05: Ich glaube, das war aber allgemein etwas wo ich halt sagen würde und da können wir schön so einen Bogen schließen von damals bis heute was Erfahrung aus dem Gast und Vertragsarbeiter in Warn, was in Integration angeht.

00:25:17: Haben wir da zu heute viel gelernt?

00:25:21: Würdet ihr das so sagen?

00:25:23: Aber dann gehen wir gleich in die Hauchkategorie über.

00:25:26: Wir nehmen vielleicht auch seiner professionellen Meinung oder Perspektive als Bildner.

00:25:30: Ich kritisiere gerne und viel, was jetzt Indikationen angeht aber an der Stelle muss man schon sagen sind wir heute ein gutes Stück weiter.

00:25:37: du hast immer noch um noch ganz kurz auf die Zweisprachigkeit zurückzukommen immer noch Ehrenabendliche Unterstützer, die dann auch meinen, die müssten zu Hause halt Deutsch reden.

00:25:48: Dann würde das besser klappen mit dem

00:25:50: Spracherwerb.".

00:25:51: Und das sage ich Ihnen einmal.

00:25:52: Haben Sie schon mal überlegt, wie unnatürlich das ist?

00:25:55: Aber was die sprachliche Integration angeht mit dem Zuwanderungsgesetz und der Schaffung der Integrationskurse schon einen ganz massiven Schritt nach vorne gemacht hat.

00:26:06: Vorher Gastarbeiter mussten ihren Kurs entweder selbst bezahlen und auch Gastarbeiter damals hatten nicht das Geld um jetzt noch einen Sprachkurs zu bezahlen.

00:26:17: Oder es gab dann später mal diese sogenannten Sprachverbandskurse, die für Menschen aus den ehemaligen Anwerpen starten waren.

00:26:27: Also auch wieder eine ganz kleine exklusive Gruppe im Prinzip, die Anspruch darauf hatten.

00:26:33: und das war's aber!

00:26:34: Und alle anderen sind ja quasi sich selbst überlassen worden oder... So wie es ja heute dann manchmal auch noch ist, da sagt die bleiben gar nicht hier.

00:26:43: Die müssen ja gar nicht richtig Deutsch lernen.

00:26:44: Das erinnert einem wenn die CDU-Politikerin da auch sagt, wenn sie nicht hierbleiben, dann brauchen die auch keinen Spracherwerb?

00:26:52: Das war quasi so.

00:26:53: das... Sie hat ja

00:26:55: höchste

00:26:57: Priorität drauf gehabt dass man sie richtig zitiert.

00:27:00: Ich integriere doch niemanden der wo ich noch gar nicht weiß ob die Person hier bleibt.

00:27:05: Genau an dieser Stelle dachte ich mir Ja, das haben die Leute glaube ich damals zu den Gast- und Vertrags aber auch gesagt.

00:27:11: Da haben sie

00:27:12: auch gedacht, die bleiben hier.

00:27:16: Die bleiben nicht hier!

00:27:17: Die gehen sowieso wieder nach ein paar Jahren und deswegen brauchen wir auch gar nicht richtig Deutsch zu lernen.

00:27:22: Und wenn man sich überlegt also wenn diese Denke fortsetzt wird es jetzt bedeuten dass eine Million Menschen aus der Ukraine seit vier Jahren hier sind und nicht Deutsch lernen.

00:27:32: Den könnte man dann vorwerfen, dass sie sich nicht integrieren.

00:27:35: Dass sie undankbar sind hier und sich nicht indikieren.

00:27:38: Also diese Denke mal abgesehen davon, dass ja logischerweise ein guter Teil bis die Hälfte ist weiß ich nicht.

00:27:46: Dann auch trotzdem hier bleiben wenn der Krieg irgendwann mal beendet ist das weiß man ja auch nicht.

00:27:51: er weiß wie lange es noch geht und so lange nur weil Sie keinen Anspruch haben, auf Dauer hier zu sein.

00:27:58: im Moment.

00:27:59: Kann man doch nicht sagen dürfen nicht lernen.

00:28:00: aber das hat mich auch sehr geärgert wenn wir jetzt die Kürzungen von Herrn Dobrindt sich angeguckt hat und sagt EU-Bürger.

00:28:08: Du wirst ja gar zu viele Themen auf einmal reisen.

00:28:11: Das kann ich nicht alles.

00:28:12: einfach weil du hast nämlich schon unsere nächste Kategorie Die Bürger in Sprechstunde auch noch mit eingeläutet.

00:28:18: Zum Glück schaffst du es ja nicht zu bremsen.

00:28:23: zu den Lernaufrägen.

00:28:26: Ich könnte jetzt auch zu dem, was Redi gerade gesagt hat.

00:28:28: Es gibt ja Untersuchungen die zeigen zum Beispiel dass ein Großteil der Menschen hier sind und bleiben.

00:28:33: Was hast du denn das Gefühl haben wir als Deutschland dazu gelernt?

00:28:37: Ich wurde da auch zustimmen, dass man einiges dazu gelernt hat.

00:28:42: Wir sind deutlich besser geworden weil wir halt auch besser werden müssten, wenn man sich die demografische Lage anguckt und wir haben da vorhin davon gesprochen.

00:28:51: Wir leben alle beide in ländlichen Gegenden dann merkt man ja welche Möglichkeiten haben wir?

00:28:57: Wenn wir starke Wirtschaft haben wollen dann müssen wir unsere Integrationspolitik grundsätzlich ändern.

00:29:03: Wir haben zwar was dazu gelernt, aber das war auch notwendig.

00:29:06: Weil wir dort geblieben wären, wo wir damals in den Sechzigerjahren standen, wurde es Deutschland von heute so nicht mehr geben.

00:29:12: und diese Form wurden wir nicht zusammen existieren im Osten.

00:29:17: Es gibt ja unterschiedliche Zahlen dazu Aber man weiß fast in jedem Krankenhaus im Oßen über siebzig Prozent der Mitarbeiter.

00:29:25: Mitarbeiterinnen Haben einen Migrationshintergrund.

00:29:29: Deshalb ist meine Antwort immer.

00:29:32: Haben wir was dazu gelernt oder nicht?

00:29:33: Ja, haben wir etwas dazu gelernt weil es gar nicht anders ging.

00:29:36: Weil wir auf diese Menschen angewiesen sind.

00:29:38: und das andere ist ich komme aus Georgien und in Georgien sagt man Gast ist der König.

00:29:43: wenn der Gast kommt dann muss man das Beste vom besten rausholen und dem Gast das anbieten unabhängig davon ob der Gast nur für eine Nacht bleibt für eine Woche oder für zwei Jahre.

00:29:55: Und das ist auch mein Rezept für alle Ministerministerinnen, denen ich wissen wie man mit Gästen umgeht.

00:30:00: Machen Sie das bitte geurgisch!

00:30:02: Behandeln sie Menschen nicht danach ob sie eine Frist haben oder nicht?

00:30:05: Denn Menschen haben einen Kopf und ein Herz und im besten Fall entscheiden sie sich dafür in Deutschland zu bleiben sich hier einzubringen und vielleicht für Deutschland zu arbeiten.

00:30:15: denn diese Arbeitskräfte die brauchen wir ganz besonders im Osten

00:30:19: Selbst wenn sie es nicht tun, ich denke mir immer so von der Denkweise.

00:30:22: Wenn ihr schon alles immer auf dieser ökonomischen Ebene und wer bringt uns was?

00:30:26: denkt, dann denkt doch drüber nach, was passiert?

00:30:28: Wenn auf einmal im Ausland viele Menschen Deutsch sprechen... Was das wieder für Handelsbeziehungen bedeutet, für Innovationen, die Leute denken sich naja, ich habe jetzt Deutsch gelernt, was mache ich damit, wenn ich jetzt auf dem afrikanischen Kontinent wieder zurück bin?

00:30:42: Da kommen wir hier, die brauchen regenerative Energien und sowas alles, da können wir eine Kooperation machen, was man ja auch staatlich fördern könnte!

00:30:49: Also würde ich ja erstmal denken, was ist der Nutzen im Allgemeinen?

00:30:52: und dann kann man immer noch sagen okay.

00:30:55: Wenn nicht, dann sind sie halt wieder weg.

00:30:57: Aber die Zeit, die Sie hier waren, konnten Sie so Ihr Bestes in diese Gesellschaft auch mit reintragen und haben sich auch so gefühlt?

00:31:05: Also wie du gerade gesagt hast der Gast ist krönig.

00:31:08: Darf

00:31:08: ich ganz kurz... Ich sehe René Wilvers sagt darf ich nur ganz kurz was ergänzen?

00:31:12: also Du hast vollkommen recht man darf natürlich die wirtschaftlichen Aspekte nicht immer vordergrundig behandeln weil das stimmt nicht.

00:31:17: Menschen sind keine Arbeitstere und das wollen wir Dich.

00:31:21: Was ich aber ganz wichtig finde, jeder von uns hatte mal einen Freund eine Freundin.

00:31:25: Wofür Freundschaft nicht mehr da ist?

00:31:27: Aber man denkt noch an die schöne Zeit zurück!

00:31:30: Man lernt von jedem Menschen was und wenn wir Gäste bewirken, wenn wir gäste aufnehmen.

00:31:35: das ist ganz wichtig dass man nicht immer von Menschen mit Migrationshintergrund was auch immer spricht sondern von Gästen von Menschen, wie wir das auch sind.

00:31:42: Wenn wir uns gegenseitig gut behandeln, wir lernen voneinander und wachsen daran, dass wir voneinander

00:31:47: lernen.".

00:31:47: Und das darf man natürlich auch nicht vergessen unabhängig von diesen wirtschaftlichen Faktoren die da sind.

00:31:53: Ja absolut.

00:31:55: Leni, wolltest du noch was antworten?

00:31:56: Ich

00:31:56: finde es sehr schön ethe ich wackel dann schon so mit dem Kopf wahrscheinlich wenn ich etwas sagen möchte.

00:32:06: Deinen Aspekt jetzt mit den Gästen ist ja Wenn du überlegst, im Westen hießen Gastarbeiter.

00:32:12: Da steckt ja Gas eigentlich schon drin und trotzdem ist der Begriff heute natürlich negativ konnotiert, dass man sagt Gastarbeiter weil man gedacht hat die bleiben nicht hier und die müssen alle wieder weg.

00:32:22: aber trotzdem und Sache her bin ich natürlich ganz bei dir was Du sollst den Menschen behandeln als wären sie Gäste.

00:32:29: Und Der zweite Punkt wo ich so genickt habe wahrscheinlich als Dennis gesagt hat Ja, egal was mit den Leuten ist sie nehmen etwas mit.

00:32:38: Sie haben zum einen auch wenn die jetzt nur geduldet sind keine Bleibeperspektive haben vielleicht wirklich irgendwann wieder zurück müssen.

00:32:45: dann haben sie erstens mal in der Zeit wo sie hier waren ist das mal ein strukturierten Arbeits- und Lernalltag gehabt.

00:32:54: Das heißt sie haben eine Institution wo sie hingehen sie lernen etwas sie haben etwas Struktur drin.

00:32:58: Und zweitens, das was sie gelernt haben nehmen Sie dann mit.

00:33:02: Wie du gesagt hast, dann machen sie vielleicht eine Kooperation mit einer deutschen Auto-Werkstatt und bestellen die Ersatzteile oder was weiß ich?

00:33:08: Also es schadet nie wenn man eine Sprache lernt, wenn man da ist und wenn's auch nur der Anfang ist!

00:33:14: Das war vor Doh Prinz Kürzung eigentlich ganz gut organisiert also wirklich alle auch geduldete Flüchtlinge einen Zugang zum Integrationskurs hatten, damit man auch nicht wieder diese zwei Klassengesellschaft hat.

00:33:27: Vorher hatten wir halt zwei Klassens, das waren die vom Bundesamt Anerkannten, die ein Integrationshaus bekommen.

00:33:33: schick, sechshundert Stunden Orientierungskurs und wenn man mehr als damals noch drei Kilometer jetzt sind es fünf Kilometer wegwohnen, dann kriegt man auch noch die Fahrtkosten bezahlt.

00:33:43: Also es war wirklich schön und du hast da die anderen für die wir dann halt Spenden akquiriert haben mit Landesmittelnkurse durchgeführt haben wo es dann keine Fahrt kosten gab die auch nicht sechshundert Stunden waren sondern nur vierhundert stunden oder dreihundert stünden und das war ja dann alles mal vorbei.

00:34:00: Wir kommen gleich zu den Kürzungen.

00:34:03: Ich weiß es, Thema brennt hier unter die Finger.

00:34:06: Ich möchte aber dazu noch... ich finde das verspannen wir gerade nochmal gesagt sie nehmen was mit.

00:34:10: also ich musste gerade daran denken ich habe vor vier Wochen oder so eine Veranstaltung moderierte ging's um die Mardermans.

00:34:16: Also die musambikanischen Vertragsarbeiter nicht deswegen heißt es ja in Ostdeutscher übrigens auch Vertragssarbeiter weil man gesagt hat Gäste arbeiten Und es wurden Filme gezeigt oder kleine Porträts von den Leuten, die dort geblieben sind.

00:34:28: Die haben unter anderem von Lassismus berichtet, die haben aber auch von einem ganz krassen Stolz in sich berichtet.

00:34:36: Von einer Zeit wo sie sich gefühlt haben als wären Sie jemand gewesen!

00:34:41: Oder waren es wahrscheinlich auch, das will ich jetzt gar nicht absprechen.

00:34:44: Sondern die waren Übersetzerinnen, die wurden gebraucht, die mussten... Ne?

00:34:47: Die haben sich dann von einer Rolle in die nächste entwickelt.

00:34:50: und dann sind sie zurück nach Mosambik gekommen und haben ja auf einmal diesen also für die, die das nicht wissen, die Magermans nennen wir auch Matt Germans, die zurückgegangen sind, die sind nie wieder richtig in die mosambikanische Gesellschaft integriert worden und angekommen, sollten als Hoffnungsträger das Land wieder aufbauen.

00:35:07: Sind dann aber eigentlich die unterste Kasse sozusagen geworden, weil Abschlüsse nicht anerkannt wurden, weil das Geld dass man ihnen in der DDR versprochen hatte ja irgendwie verschwunden ist zwischen den Staaten wenn man weiß nicht was damit passiert ist.

00:35:19: auf jeden Fall Die Leute denken zurück an diese DDR-Zeit Und da lief auch nicht alles glatt und so.

00:35:25: Aber trotzdem haben sie so einen Selbstvertrauen und so gucken zurück auf Deutschland wie dieses land das ihnen etwas gegeben hat dass ihnen Bildung und Möglichkeiten gegeben haben.

00:35:33: Und wenn das vierzig Jahre später immer noch so manchen von denen eins halt, so was könnte man leisten, wenn man dieses Bild auch noch woanders also in die Gesellschaft weiter in die Zukunft trägt?

00:35:44: Jetzt kommen wir zur harten politischen Realität.

00:35:46: ich wollte nämlich eigentlich Eta nochmal fragen weil ne ne hat ja vorhin schon die Bürgerinstunde eingeleitet Und hat schon mal was gesagt, was ihm aufgefallen ist in der letzten Folge von der Politik.

00:35:58: Gibt es bei dir da eigentlich noch etwas aus der Folge wo du sagen würdest?

00:36:05: Da wollte ich widersprechen.

00:36:06: das sehe ich nicht so.

00:36:08: oder da habe ich volle Zustimmung.

00:36:10: fällt dir da noch was ein?

00:36:13: Also ich würde fest, dass wir ein bisschen grundsätzlich halten wollen.

00:36:16: Ich habe ein Problem damit wenn man Kategorien aufmacht und versucht darüber zu sprechen was brauchen wir?

00:36:22: Was brauchen wir nicht mehr?

00:36:24: Und wir haben sehr oft diese Diskussion darüber was wirtschaftlich und weniger wirtschaftliche ist.

00:36:29: also ich meine ich vertrete hier eine Kommune und Volkshochschule gehört auch zu meinem Dezernat und ich weiß wie schwierig das ist gutes Personal zu haben, wie schwierig es ist Häuser im Schuss zu halten etc.. Und für mich ist das glaube ich jetzt der Zeitpunkt, wo wir uns damit beschäftigen.

00:36:47: Was für eine Gesellschaft wollen wir denn alle miteinander sein?

00:36:51: Das sind Gott weiß nicht die wirtschaftlichen Faktoren, die uns zusammenhalten.

00:36:54: Es hat nichts mit deinen Folgen grundsätzlich zu tun, sondern auch diese Ost-Westdebatten sind halt immer sehr auf diese Unterschiede konzentriert und ich frage mich was für eine Zukunft haben wir wenn wir so weitermachen wie jetzt?

00:37:06: Eine Zukunft haben wir nur dann, wenn wir eine gute Politik haben.

00:37:09: Ich muss ganz ehrlich sagen das was momentan auf Bundesebene sehr oft auch auf Landesebenen passiert empfinde ich für ein Kindergarten.

00:37:17: Diese Streitigkeit hat keiner von uns verdient und ich möchte weder der Spielball der Politik sein.

00:37:22: Ich möchte wedder, dass die Politiker sich halt darüber unterhalten ob ich gut integriert bin oder ob ich zu Deutschland passe oder nicht sondern ich möchte, dass diese Politiker sie damit beschäftigen mir die Möglichkeiten zu geben mein Wissen meinen Können meine Fähigkeiten möglichst gut einzusetzen und zwar für die Bundesrepublik Deutschland.

00:37:39: das ist glaube ich das was uns vereint.

00:37:41: aber das war jetzt so eine kurze Zusammenfassung von allen Folgen zum Thema.

00:37:47: Das

00:37:47: ist ja auch immer so eine Frage bei den ganzen, wenn Leute sagen, wenn man über die Unterschiede redet, dann spaltet man.

00:37:52: Und da bin ich halt immer so.

00:37:53: naah fifty-fifty es kommt drauf an über welche Unterschiede wir reden.

00:37:57: also wenn wir über Ost und West oder Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen ohne Reden und immer uns nur darauf fokussieren was sie uns bringen wie nützlich Sie sind wo wir die Unterschiedemachen im Sinne von verdient mehr weniger is klüger fauler was weiß ich nicht Dann sehe ich das schon so.

00:38:15: Wenn wir aber über Unterschiede reden im Sinne von, warum schafft es Person A leichter an diese Stelle als Person B?

00:38:23: Dann ist das ein Unterschied.

00:38:24: Über den müssen wir reden weil wir müssen erstmal die Ursachen klären damit wir das auch beheben können.

00:38:28: also für mich ist es immer so fifty-fifty Dinge über welche unterschiede wir reden müssen oder nicht.

00:38:33: Aber wir verschreifen uns in Diskussionen immer mehr auf die Diskussion.

00:38:37: und auf dieses ja auf diese oberflächlichen Unterschiede Die eigentlich nicht dazu bringen dass wir dafür konstruktive Lösungen finden, sondern eigentlich uns immer nur gegeneinander aufwiegeln, sage ich mal so teilweise und das finde ich sehr schade.

00:38:51: Dann gehen wir jetzt aber – und das ist für mich auch so ein Punkt zum Beispiel wenn wir zu den Kürzungen kommen von Dobrindt nochmal dem Fall aufrollen bisschen.

00:39:00: Dobrint wollte ja die Integrationskurse erheblich kürzen Und hat damit auch schon begonnen und das wurde wieder zurückgenommen, weil der Fürstarktobigit würde.

00:39:10: Was bedeutet es für dich als Volkshochschul-Geschäftsführer?

00:39:14: Was spürst du denn in deinem Alltag?

00:39:16: Was geht da nicht mehr?

00:39:17: Da möchte ich jetzt zuerst mal mit meiner Fehl-Einschätzung aufräumen.

00:39:22: Es ergab mich nämlich immer kolossal dass alle sagen, das wurde die wieder zurück genommen.

00:39:27: Mit Nichten wurde das zurückgenommen.

00:39:29: Das ist eine Augenwischerei vor dem Herrn, sage ich jetzt mal weil für dieses Jahr waren oder letztes Jahr auch eins Komma Eins Milliarden Euro für Integrationskurse vorgesehen.

00:39:42: im Haushalt standen dann noch fünfhundertfünfzig Millionen also genau die Hälfte mit den entsprechenden Kürzungen was noch alles gemacht werden sollte.

00:39:52: und Jetzt Haben sich geeinigt Und als Kompromiss verkauft, dass im Rahmen der Haushaltsmöglichkeiten und der Haushalt wurde um fünfzig Millionen erhöht auf sechshundert Millionen EU-Bürger und Ukraine wieder zugelassen werden dürfen.

00:40:08: Das ist ein Klacks bis heute.

00:40:09: Es ist übrigens noch gar kein Verfahren.

00:40:11: das dauert jetzt noch bis September, bis man erst mal einen die Kriterien entwickelt, wer welche Auserwählten von den paar Leuten dann einen Kurs kriegen können.

00:40:20: Es ist wirklich ein Klackseintropfen auf dem heißen Stein.

00:40:23: Die Fünfzig Millionen und das ändert an der Situation im Moment jetzt gar nichts für uns.

00:40:29: Wir haben einen sehr großen Integrationsbereich.

00:40:32: wir sind da wirklich sehr gut aufgestellt gewesen sage ich jetzt mal und er bedeutet einfach dass vierzig bis fünfzig Prozent der Indikationskurse wegfallen.

00:40:43: Wir hatten vor zwei Jahren, vier und zwanzig hatten wir insgesamt einundzwanzig Integrationskurse letztes Jahr noch sechzehn.

00:40:50: Und dieses Jahr wahrscheinlich acht wenn das soweit geht weil natürlich auch die Kurse nicht mehr gefüllt werden können.

00:40:57: Das ist auch der Punkt was gerade auf dem Land und wir sind zwar so an der Grenze zum Land aber ich denke in der Folge letzten Mecklenburg-Vorpommern ist da wahrscheinlich noch ein bisschen schlimmer dran.

00:41:08: Das heißt du hast dann halt jetzt acht Berechtigte die keinen Kurs mehr füllen und die anderen acht EU-Bürger, Ukraine oder wer ansonsten vorher noch im Kurs drin waren.

00:41:19: Die sind jetzt halt nicht mehr da!

00:41:21: Das heißt der Kurs kann jetzt auch gar nicht mehr stattfinden.

00:41:23: also für diejenigen, die nur einen Berechtigungsschein bekommen wird es schwieriger ein Kurs zu finden.

00:41:30: Und auch nochmal in Kritik zur letzten Folge Ja... Es ist nicht einfach gewesen qualifizierte Deutschlehrkräfte zu finden Aber mittlerweile findest du wirklich, also ich kriege jetzt durch die Situation natürlich noch verstärkt.

00:41:46: Immer wieder Bewerbung und man muss dann vielleicht das weicht jetzt ein bisschen vom Thema ab auch mal an die soziale Frage bei Kursadendingen.

00:41:55: Wir haben alle unsere Deutschkursleiter, die es wollten eingestellt, sozialversicherungspflichtig?

00:42:01: Und die müssen wir jetzt wieder entlassen!

00:42:03: Das ist noch nicht alle, aber das ist halt auch so ein Punkt.

00:42:07: Wenn man die Rahmenbedingungen geschafft, auch im Mecklenburg-Vorpommern dann würde man da auch Kursleiter finden.

00:42:12: Das wäre jetzt glaube ich kein Problem und es ist halt jetzt klar... Ich rede natürlich aus der Perspektive eines Kursträgers, aber ich glaube auch schon sehr aus der perspektive uns verteilen immer weil wir schon so klein sind dass wir da noch alle nah dran sind an den Menschen die hier stehen.

00:42:28: und jetzt warten wir auf landesgeförderte Kurse Wir warten bisschen auf Erstorientierungskurse dass wir versuchen jetzt an allen Ecken und Enden um wenigstens ein Mindestangebot für die Menschen machen, die jetzt nach Bingen- und Umgebung kommen.

00:42:43: Und das ist einfach ärgerlich!

00:42:44: Deswegen brennt es mir so ein bisschen auf den Nägeln weil ich so getan habe als wäre das ein Kompromiss und als wäre alles wieder zurückgenommen.

00:42:51: Das ist nicht so und unser Bundesverband ist da auch immer noch in Verhandlungen hinterher, dass sich das nochmal zum besseren wendet aber Aus jeder Perspektive dumm.

00:43:04: Das kostet den Staat wesentlich mehr Geld, weil die Leute natürlich jetzt kein Deutschland, dann können sie nicht arbeiten.

00:43:13: D.h.,

00:43:13: die Sozialleistungen werden dann länger bezahlt und da kann man wieder mit dem Finger drauf zeigen.

00:43:19: Die kriegen immer noch Sozialleistung, die würden schon längst arbeiten wenn es ihren Deutschkurs bekommen hätten.

00:43:25: Wir brauchen Fachkräfte an allen Ecken und Enden.

00:43:27: und weil wir vorhin, Etta hat das ja auch gesagt Ich fand vor was ein halbes Jahr, drei Vierteljahr wo die auf Instagram glaube ich immer so schöne Teamfotos aus dem Altersheim.

00:43:38: Aus einem Krankenhaus, aus der Verwaltung machen und alle gehen weg.

00:43:43: also sie stehen schön auf der Treppe und dann gehen alle weg die keinen deutschen Pass oder die Migrations in der Grund haben und da bleiben noch drei Leute stehen.

00:43:51: das heißt wir brauchen die Menschen ja auch Das ist wirklich der Punkt, da zu sparen.

00:43:57: Das kostet hinterher wesentlich mehr Geld selbst wenn man jetzt mal wieder so ganz nackt ohne Empathie auf die Zahlen gucken würde.

00:44:04: Was das mit den Menschen macht, dass du einfach sagst ne du kriegst es kein Deutschkurs mehr kannst du selber zahlen wenn du lustig bist.

00:44:10: Das kommt noch erschwerend hinzu.

00:44:12: aber das andere allein aus dem Grund ist schon dumm.

00:44:15: Peter, du arbeitest ja in der Verwaltung und die Kommunen müssen immer das ausbaden was weiter oben

00:44:21: entschieden

00:44:21: wird.

00:44:22: Was bedeutet es für dich?

00:44:24: oder was siehst Du gerade auf die Region Südsachsen-Anhalt zukommen?

00:44:29: Das Problem ist glaube ich deutlich größer als man das momentan annimmt.

00:44:33: Ich habe vorhin schon die negative Demografie angesprochen.

00:44:37: Ich glaube viele verstehen nicht was die negative demografie eigentlich bedeutet.

00:44:41: Wenn wir nicht attraktiv genug sind für Arbeitskräfte, für junge Familien.

00:44:46: Wenn wir Sprachkurser nicht mehr haben vorhalten finanzieren was auch immer wenn die Klassen nicht mehr gebildet werden können Was heißt das für uns?

00:44:55: Also ich rede jetzt rein über meinen Bereich was das für den Bildungsbereich bedeutet.

00:45:00: Im Osten werden wir künftig viele Schulen schließen Viele Kita schließen oder diese fusionieren müssen weil uns Kinder fällen.

00:45:08: davon betroffen sind Gott weiß nicht nur die ländlichen Teile des Osten, sondern auch Großstädte wie z.B.

00:45:14: Dresden, Gleipzig, Halle, Magdeburg... Ich glaube sehr oft fällt es der großen Bundespolitik tatsächlich die Nähe zu den Menschen, weil wer fusioniert diese Einrichtungen oder schließt diese Einrichten?

00:45:29: Das sind wir Kommunalpolitiker!

00:45:31: Da sind wir vor Ort da und dort die Kritik dafür abbekommen und diese Bundespolitik nicht rechtfertigen oder erklären können oder wollen.

00:45:39: mittlerweile Warum sind Sprachkurser so wichtig und warum sage ich, dass wir attraktiv bleiben wollen?

00:45:46: Die neuesten Forschungsbeiträge haben gezeigt, dass die Arbeitskräfte sich für Deutschland entscheiden.

00:45:52: Nicht weil, wie ich sie besonders gut bezahlen, das tun wir nicht.

00:45:55: schon sage ich mir Zum Beispiel in meinem Beruf als Politikerinnen und Politiker mit einem Masterstudium kann man in den USA das dreifache, vierfache, fünffache davon verdienen.

00:46:05: Was ich hier verdiene?

00:46:06: In der Schweiz.

00:46:07: Also da brauche ich gar nicht halt so weit zu gehen wurde auch dort.

00:46:10: also jetzt vorausgesetzt man möchte mich haben ja aber grundsätzlich in meinen Berufsbild mit juristischem Studium würde ich irgendwo anders also nicht in Deutschland deutlich mehr verdienen.

00:46:21: Ärzte, Professoren, IT-Menschen.

00:46:25: Vor allem diejenigen, die mobil sind und sich was anderes vorstellen könnten.

00:46:30: Die werden nur dann hier sein, wenn wir für die Familien auch etwas Attraktives haben.

00:46:35: Für wen brauchen wir diese Sprachkurs?

00:46:37: Oft spricht man ja immer wieder über Geflüchteten.

00:46:40: Nein!

00:46:41: Das sind nicht nur Gefluchtete, sondern auch E-Garten von gut qualifizierten hochbezahlten Menschen, die daran interessiert sind, dass die Familien hier ankommen.

00:46:50: Attraktivität eines Ortes ist ja stark davon abhängig, ob die Familienfreundlichkeit vor Ort gelebt wird oder nicht.

00:46:56: Ich als Kommune habe kein Geld!

00:46:58: Ich überlege mir also wie unterschiedlich zwischen freiwilligen und pflichtigen Bereichen.

00:47:04: Pflichtig ist.

00:47:04: alles was gesetzlich vorgeschrieben ist, freiwillig ist das was ich selbst für gut halte und mache.

00:47:10: Das sind zum Beispiel Jugendklubs und auch Sprachkurse.

00:47:13: Ich muss künftig immer gucken, dass ich alles was freiwillig ist streiche weil ich kein Geld habe.

00:47:18: Damit ich meine Schulen, meine Kitasanien kann.

00:47:21: und wenn die Bundespolitik auch noch kommt und sagt da gibt es keine Unterstützung mehr für diesen Bereich?

00:47:26: Und dann kommen ein paar Minister oder große Politiker und sagen das ist wichtig, dass die Wirtschaft funktioniert hat.

00:47:31: entweder haben die das nicht verstanden wie eigentlich der Wirtschaftsbereich läuft oder die kennen die Kommunalpolitik nicht.

00:47:37: Wirtschaft ist wie Fahrrad.

00:47:39: man muss sich bewegen Damit man vorankommt.

00:47:42: Und Sprachkurse sind genau diese Energie und die Kraft, die ich brauche, damit ich das Fahrrad in Bewegung setzen kann.

00:47:48: Das wird mir momentan weggenommen.

00:47:50: Da sagt man mir, fahr auch Fahrrad!

00:47:52: Meine Beispiele sind immer sehr geurgisch und so besonders.

00:47:55: Nur meine Schwester versteht die... Aber wenn Sie lachen, dann ist das ja schon mal gut.

00:48:00: Aber Sie wissen ja was ich meine?

00:48:01: Sie können mir doch nicht die Kraft wegnehmen, die ich dafür brauche um hier Wirtschaft bewegen zu können und an mir erzählen warum hier meine Schulen zugemacht werden, warum meine Kitas zugemachten werden.

00:48:11: Das Problem ist deutlich größer als nur die Sprachkursen, die jetzt wegfallen oder die Kurse, die nicht mehr gebildet werden.

00:48:19: Ich habe ja vorhin schon gesagt, es ist grundsätzlich falsch Wirtschaftlichkeit so auszulegen, dass wir das streichen sollten was freiwillig ist.

00:48:27: Denn Freiwilligkeit ist zum Beispiel Kunst.

00:48:30: sehr oft freiwillige Freie Künste entstehen im freiwilligen Bereich.

00:48:33: Wer möchte bitte ohne freie künste leben?

00:48:35: Ist nicht Und Sprache is ein Instrument.

00:48:40: nur noch einen klitzekleinen Punkt Sehr oft wird der Sprache als etwas Priviales behandelt.

00:48:45: Sprache ist ein Instrament Sprache ist ein Instrument sowie die anderen auch.

00:48:51: So wie Hammer und Meisel brauchen manche Menschen halt Sprache auch noch dazu, und dann müssen wir doch Menschen, die zu uns kommen mit diesen Instrumenten ausrüsten damit sie arbeiten können.

00:49:00: Und sehr oft wird aber so getan als ob Sprache ein Luxusfaktor wäre, also ob man sich was weiß ich nicht, dass das halt so ein Disco-Besuch wäre, den man jetzt denn für Geflüchteten zusätzlich bezahlt.

00:49:10: Nein meine Lieben, Sprache isst ein Instrument, ein Instrament was man braucht um Arbeiten gehen zu können.

00:49:16: So einfach ist es!

00:49:19: Also was ich auch noch gelesen habe, was ja spannend ist im Unterschied von Sachsen-Anhalt zu Rheinland-Pfalz.

00:49:26: Dass in Sachsen Anhalt noch dazu kommt dass da die meisten also der Anteil der Menschen mit Migrationsgeschichte, die zugewandert sind, die arbeitslos sind es in Sachsens Anhalt um einiges größer als in Rheinlands Pfalz das ist ja ein Standortnachteil für die Person weil Da sind schon nicht so viele Jobs vorhanden und dann komme ich noch schwieriger in den Job, weil ich die Sprache nicht kann.

00:49:49: Also das ist ja ein Punkt, dem man eigentlich noch pushen musste mit der Sprache.

00:49:52: Warum ist es denn eigentlich so dass in Sachsen-Anhalt?

00:49:55: Kannst du das sagen Eta?

00:49:57: Warum da der Anteil derjenigen, die die Job los sind unter denen zugezogenen, warum der da am größten is'?

00:50:06: Ich kann ja nur meine Vermutungen aufstellen.

00:50:08: Erstens in Sachsen-Anhalt sehr ländlich geprägt, wir haben sehr viele ländliche Gegende und was haben die Großstädte?

00:50:14: Was die Länder nicht haben das ist natürlich die Wirtschaftskraft!

00:50:17: Und bei uns fällt es an Jobs hat gut bezahlten Arbeitsmöglichkeiten weil das so ist gehen viel oder ziehen viele weg die das können.

00:50:27: wie die Mobils sind das sind meistens weibliche Fachkräfte.

00:50:30: Frauen sind mobiler als Männer das wissen wir undjenigen die da bleiben.

00:50:34: dass Ein Kompliment an allen Frauen draußen, also an allen Migranten ein großes Lob dafür dass sie sich entschieden haben vor allem an die Frauen.

00:50:44: Ich weiß wie schwer das ist und es wirklich was ganz Großartiges wenn man das hin kriegt irgendwie nur anders anzukommen.

00:50:51: Ganz wichtig ist, dass wir gute gut bezahlte Arbeitsplätze brauchen.

00:50:54: Wir brauchen weiter Qualifizierungsmöglichkeiten Und wir brauchen vor allem auch sprachliche Ausbildung.

00:51:00: Warum habe ich das mit den ländlichen Gebieten so betont?

00:51:04: Wo gibt es die Sprachschulen?

00:51:05: meistens in den Zentren, in Großstädten.

00:51:08: Mobilität ist auf dem Land sehr schlecht um das jetzt recht diplomatisch auszudrücken.

00:51:13: Wenn ich jemand bin der noch kein Auto hat und wie wenigsten Migranten kommen nach Deutschland und besitzen sofort PKWs dann ist die Mobilität für mich ein Faktor und dieser Faktur ist womöglich gar nicht gegeben.

00:51:26: dazu kommt auch noch dass ich natürlich die Weltoffen sind, die mich unterstützen wollen.

00:51:33: Die mich begleiten und einarbeiten

00:51:35: wollen.".

00:51:35: Jetzt die neuesten Umfragen haben ja ergeben, dass forty-two Prozent der Wähler sich Richtung AfD orientiert.

00:51:42: Ich als politische Beamten darf keine politischen Werbung betreiben aber glauben Sie mir wenn ich sage viele Migranten empfinden dabei Angst, wenn sie das hören?

00:51:51: Das ist begründet!

00:51:53: Und ich glaube da sind unterschiedliche Faktoren.

00:51:55: oder Ich

00:52:05: würde jetzt noch mal gerne auch eine andere Perspektive gehen, weil auch so ein Unterschied zwischen Ost und West der da auch wichtig ist.

00:52:14: Ist ja die Vertretung dieser Menschen mit Migrationsgeschichte.

00:52:18: Wie hat sich das eigentlich entwickelt verstanden?

00:52:21: Also ich habe mal für so einen Dachverband gearbeitet den es heute nicht mehr gibt.

00:52:25: Den haben wir über viele Jahre aufgebaut, sehr bitter und die Strukturen für die Vertretungen sind im Westdeutschland schon viel breiter gewachsen.

00:52:35: Also was siehst du denn für einen Unterschied zwischen Ost- und Westdeusschland?

00:52:40: Weil du bist ja Vorsitzender von der Most, deswegen habe ich dich hier eingeladen!

00:52:43: Was siehst Du denn im Unterschied beim Thema Integration, die ja von uns selbst kommt in diesen Verbänden in der Zivilgesellschaft?

00:52:51: Was ist da so ein Unterschied zwischen Osten und West?

00:52:54: Erstens haben wir mit strukturellen Unterschieden zu tun.

00:52:57: Also im Westen haben sehr viele für eine große Historie, eine große Geschichte.

00:53:02: die konnten sich in den letzten Jahren in der Vergangenheit aufbauen professionalisieren, strukturell stabil aufstellen.

00:53:10: das fällt dem Osten.

00:53:12: Du sprichst von einem sächsischen Dachverband der Leider Gottes durch die schlechte politische Unterstützung oder nicht mehr vorhandene Das ist den Dachverband nicht mehr und das hatte zwar unterschiedliche Gründe, aber vor allem war es tatsächlich auch der mangelnde politische Wille um den DACH-Verband da rechtzeitig zu unterstützen.

00:53:31: Strukturelle Förder finanzielle Unterschiede wir sind finanziell ganz anders aufgestellt als die meisten Dachverbände im Westen weil dort dieser strukturellen Forderung schon seit Jahren gegeben ist bei uns nicht.

00:53:42: Wir arbeiten immer noch mit befristeten unsicheren Verträgen Und René kann das ja glaube ich auch bestätigen.

00:53:48: wenn man gute Arbeitskräfte haben will dann muss man denn auch was bieten.

00:53:51: Das ist bei uns recht schwierig, wenn man jetzt den Vorstand nimmt.

00:53:54: Zum Beispiel ich mache das alles ehrenamtlich auch heute.

00:53:57: Warum bin ich erst später dazu gekommen?

00:53:59: Ich arbeite tagsüber in meinem richtigen Job und Ehrenamt mache ich immer abends und am Wochenende.

00:54:04: Ich kann mir das leisten aber die Wenigsten können sich das leisten.

00:54:07: wir haben vorhin darüber gesprochen dass man hier im Osten sehr wenig Migranten hat die richtig gut bezahlt werden.

00:54:14: die meisten von uns haben ihr schlechtere Jobs Um das einfach zu machen, wir brauchen finanzielle Aber auch vor allem politische Unterstützung.

00:54:22: Damit wir uns auf solide Basis aufstellen können.

00:54:26: Wir brauchen Anerkennung und Wertschätzung.

00:54:28: Wenn ich zum Beispiel irgendwo im politischen Raum erwähne dass ich ehrenamtlich tätig bin Und da kommt gleich die Kritik Sie sind wohl in ihrem Hauptjob nicht ausgelastet Sonst wohnen sie sich ja nicht solche Spielereien weisten können Dann ist das keine Wertschätzungen.

00:54:40: Da bin ich jetzt sehr diplomatisch.

00:54:42: Eigentlich hätte ich lieber was anderes gesagt Darf Ich aber nicht?

00:54:47: Sie wissen ja, was ich meine.

00:54:48: Und man kann sehr oft Strukturen zerstören indem man wegschaut.

00:54:53: und genau das passiert momentan.

00:54:55: die Bundespolitik schaut momentan weg.

00:54:57: Wir werden mit unseren Problemen alleine gelassen.

00:55:00: wir müssen uns rechtfertigen dafür dass wir überhaupt existieren wollen.

00:55:04: Das ist falsch.

00:55:05: Wir müssen uns dafür rechtfertigen, dass wir diese Sprachkurse überhaupt etablieren und unsere Fachkräfte dafür einsetzen, dass der Beratungen stattfinden, dass die Sprachklassen zusammenkommen.

00:55:14: Dafür muss ich jetzt kämpfen und das mache ich ehrenamtlich.

00:55:17: Und nochmal meine Worte an die liebe Frau Ministerin.

00:55:20: Sie wird sich bestimmt unseren Podcast nicht anhören aber wenn sie jetzt wegschauen Egal wie unsere Minister jetzt heißen, ja.

00:55:28: So in ein paar Jahren haben wir neue Minister und die haben das bestimmt alles dann vergessen oder wissen nicht mehr, wie das damals gekommen ist.

00:55:35: Jetzt ist der Zeitpunkt zu handeln – jetzt!

00:55:37: Wenn Sie das jetzt nicht machen?

00:55:39: Da sind die Strukturen weg und wir kriegen das so nie wieder aufgebaut.

00:55:42: Handeln sie jetzt und nicht wegschauen bitte.

00:55:47: Ich bin nämlich genau so eine Person, sonst wäre ich nämlich immer noch in dem Bereich tätig.

00:55:52: Weil ich bin damals gegangen.

00:55:53: Also immer musste zu sagen dass... ...ich will den Fall nochmal kurz erklären weil ich glaube es ist so viele Leute haben das damals gar nicht mitbekommen und das ist ein einmaliger Fall.

00:56:00: Sonst so noch nicht passiert.

00:56:02: der Dachverband der sächsischen Migrantenorganisation an sich zwei tausend siebzehn gegründet wurde.

00:56:06: dann als es zu den Wahlen kam würde ich jetzt mal und diplomatisch ausdrücken, hat sich die CDU gedacht.

00:56:12: Wir wollen den vorpolitischen Rotgrün ja Vorraum hier in Sachsen ein bisschen ausdünnen sage ich mal und haben uns dann besonders geprüft auch mit dem Rechnungshof Und das hatte zur Folge dass da auch Probleme entstanden sind weil Zum Beispiel, als das mit der Ukraine losging hat Peter Köpping die Sozialministerin beschlossen.

00:56:35: Wir lockern ein bisschen die ganze Bürokratie damit die Förderung schneller ankommt und das wurde dann später aber zu einem großen Politikum.

00:56:44: was also hier in Sachsenwasser?

00:56:45: teilweise wurde dann Korruption rausgemacht oder alles Mögliche.

00:56:49: Und so ein kleiner Dachverband, der gerade noch in Entwicklung ist.

00:56:52: Der kann sich mit diesen ganzen bürokratischen Wellen, die daraus entstehen, das nicht händeln.

00:56:57: Wir haben viel mitgearbeitet und über unsere Grenzen mitgearbeiten.

00:57:01: Die sächsische Aufbau-Bahn kam und wir haben den Zug gearbeitet wenn die was von uns wollten.

00:57:06: aber wie eine Gesellschaft glauben kann dass wir von Anfang an alles perfekt machen weil Das ist auch ein typisches Programm für Menschen mit dem Gratierungsgeschichte, für Verbände.

00:57:16: Wir bekommen kein Mentorship oder schwieriger.

00:57:19: Wir haben weniger die Zugänge wo wir sowas lernen können.

00:57:22: Die kriegen das nicht von zu Hause aus mit.

00:57:23: dann kann man auch nicht erwarten dass wird es von Anfang an können und perfekt können.

00:57:27: so und das fand ich sehr schwierig damals wenn mich das so wütend gemacht hat weil wir uns den Arsch aufgerissen haben deswegen gesagt ich kann in dieser unsicheren Verhältnis nicht mehr arbeiten, ich gehe und wenn das jetzt geht wer sagt mir denn nicht dass es in fünf Jahren wieder so ist wenn wir was aufbauen kaputt machen.

00:57:43: Deswegen haben wir uns selbstständig gemacht gesagt können.

00:57:45: wir bauen jetzt hier was eigenes auf was uns niemand mehr wegnehmen kann.

00:57:48: aber das müssen wir auch erst mal lernen.

00:57:49: deswegen dauert das auch länger als bei anderen zum Beispiel.

00:57:53: Also, ne?

00:57:54: Ich hab jetzt den Feind nur grob im Kopf.

00:57:56: Korrigier mich gerne, Eta, wenn ich irgendwie da was durchnahre.

00:57:59: Alles korrekt!

00:58:00: Genau, aber wie habt ihr denn als Dachverband ... Wie seid ihr damit umgegangen so?

00:58:04: Hätte man damals etwas anderes machen können, hätten wir es irgendwie retten können?

00:58:08: Ich glaube, wir hätten selbstbewusster auftreten müssen... Wir hätten auch damals die Politik direkt adressieren müssen.

00:58:16: Wir kannten ja unsere Feinde, aber auch unsere Freunde der auf einmal uns nicht mehr kannten.

00:58:22: Ich glaube, das ist auch tatsächlich meine Lehre daraus.

00:58:25: Sich gut juristisch beraten, sich gute Juristen suchen, vielleicht auch jemanden der Selbstmigrationserfahrung oder Hintergrund mitbringt?

00:58:34: Da sind wir wieder bei unserem Eingangsthema – Notvereintmenschen und ähnliche Erfahrungen vereinen uns auch!

00:58:41: Und ich glaube damals waren wir alle ängstlich und wir wussten tatsächlich nicht was mit uns geschieht.

00:58:46: Heutzutage wurde ich sagen, warum haben wir uns damals nicht einen richtig guten Anwalt genommen?

00:58:51: Warum haben wir nicht gesagt, liebe Politik du bist ein Kampf dann lass uns doch kämpfen.

00:58:55: Wir haben das nicht gemacht!

00:58:56: Ja

00:58:56: ich weiß wie es damals noch war dass ich meinte warum gehen wir nicht jetzt an die Öffentlichkeit.

00:59:00: Warum machen wir nicht Druck?

00:59:01: wenn wir zu spät kommen Dann ist schon alles gelaufen

00:59:05: weil wir Angst hatten dass wir überhaupt nichts mehr machen können dass unsere Vereine Leiden.

00:59:10: Das ist auch ein Hauptproblem in der Politik, Öffentlichkeit und auch lieber Zuhörerinnen.

00:59:17: Wenn sie was verändern wollen, dann nutzen Sie die Offenlichkeit!

00:59:20: Das ist das Einzige, was Menschen unter Druck setzt.

00:59:23: Plus wir als Vereine, die davon abhängig sind, dass wir die Finanzierung bekommen müssen uns natürlich sehr diplomatisch auch benehmen und verhalten.

00:59:31: Und ich bin tatsächlich eine Diplomat, zumindest versuche ich in den meisten Fällen wenn ich hungrig oder müde bin, dann bin ich anders Aber normalerweise versuche ich, diplomatisch zu seinen Gesprächen zu führen.

00:59:42: Das haben wir gemacht – genüge!

00:59:44: – aber hat nichts mehr gebracht weil der politische Wille einfach nicht mehr da war.

00:59:50: Heutzutage sage ich das war nicht mutig von uns, heutzutag wurde auch ich anders handeln und lieber für eine da draußen sucht euch gute Anwälte.

01:00:01: es gibt sehr viele Anwältetrausen die halt für jedes politische Problem eine Lösung oder einen Paragraphen kennen.

01:00:07: nutzen sie.

01:00:08: Und nochmal um das auch noch mal zu sagen, also es ging dann nicht nur um migrantische oder Selbstorganisation.

01:00:14: Es hat alle getroffen die nicht so ganz in das Weltbild passen und da würde ich nämlich auch mal sagen zur aktuellen politischen Lage.

01:00:21: Wir brauchen nicht die AfD um demokratische Strukturen kaputtzumachen.

01:00:26: Das ist sehr schade.

01:00:27: Das tut sehr weh sich dem als Demokrat, also ich seh mich als erstes immer als Democrat dem zu stellen und passt auf eure Strukturen auf.

01:00:36: Rene aber das kennst du ja aus der Volkshochschule auch ne?

01:00:39: Also du hast ja auch gesagt naja was bedeutet es denn eigentlich für so eine Volkshochschule?

01:00:43: Eta hat dir darüber geredet was ist wenn die Leute gehen wenn's keine Sicherheit gibt in den Job.

01:00:47: wie manage man das eigentlich aus deiner Perspektive heraus?

01:00:51: Ich wollte jetzt gerade sagen dass ist ja schon auch ein gesamtdeutsches Phänomen weil Die Bundesministerin streicht jetzt die Zuschüsse überall.

01:00:58: Das betrifft auch Einrichtungen bei uns im Landkreis, die jetzt plötzlich keine Förderung mehr zumindest mal aus diesen Programmen bekommen.

01:01:06: und das ist wenn die Strukturen erst einmal kaputt sind dass dann wieder aufzubauen

01:01:11: dauert

01:01:12: verdammt lange wenn es dann noch geht.

01:01:15: und im Prinzip ist es bei der politischen Bildung genauso wie bei den Integrationskursen.

01:01:20: Es sind schon viele private Träger, die jetzt nicht ganz so groß aufgestellt sind, die einfach geschlossen haben wollen, dass das sich nicht mehr trägt.

01:01:27: und dann hat man halt in einem ländlichen Gebiet kein Träge mehr und da muss man woanders hingehen.

01:01:32: Bei politischer Bildung ist es genauso.

01:01:34: Und kann ich ganz aus dem Nähekästchen blauen und politische Bildungen an der VHS machen?

01:01:39: Relativ viel.

01:01:40: hier können wir nur mit Verderung des Landes machen.

01:01:43: Das heißt ansonsten könnten wir das nicht finanzieren.

01:01:48: Ob es jetzt die lange Nacht der Demokratie ist, die mit Landesmitteln gefördert wird.

01:01:52: Wir haben ziemlich viele auch so zum Thema Integration und Gesellschaftspolitik Veranstaltung das geht einfach nur mit Förderung des Landes.

01:02:01: Und das ist noch da.

01:02:02: auch wenn wir eine andere Regierung haben als vor dem Mai glaube ich wird an der Stelle wirklich nicht gerüttelt Hoffe ich zumindest mal.

01:02:12: Im Gegenteil, man kann ja auch noch was ausbauen.

01:02:14: Man soll nicht immer nur so, wir wollen eine Statuskurve wahren sondern man kann sagen man kann an der Stelle und es ist wichtiger denn je demokratische oder politische Bildung zu machen.

01:02:25: das ist keine Frage.

01:02:27: Aber die Strukturen werden auch hier vielleicht nicht ganz so extrem weil man halt immer noch die Landesregierung dazwischen als Puffer hat.

01:02:34: bei uns Gott sei Dank Aber man weiß halt nicht, wie lange ich sehe hinter Schmunzelt.

01:02:41: Man weiß halt keine wie lange und man kann sich auf viele Dinge nicht mehr verlassen.

01:02:45: Und das ist auch etwas was so gesamtgesellschaftlich ein Problem ist, man kann es sich auf staatliche Entscheidungen nicht mehr zu hundert Prozent verlassen.

01:02:53: Das ist bedauerlich aber es ist so und sollte eigentlich auch nicht so sein.

01:02:58: Ja dass auf jeden Fall das ist unsicher geworden ist.

01:03:05: Ich wollte jetzt nochmal auf die Bundesebene schauen, weil wir befassen uns eher mit den Landesthemen.

01:03:11: Aber was wünscht ihr euch denn eigentlich gerade auf Bundesebenen?

01:03:16: Wo vielleicht konkreten Umdenken passiert?

01:03:18: oder was braucht ihr eigentlich gerade damit ihr besser weiterarbeiten könnt oder zumindest den Standard halten können?

01:03:25: Sehr traurig dass es mittlerweile so das ist, was man sich noch wünschen kann Kann oder darf?

01:03:32: Ich fange an, Eta.

01:03:35: Ich wünsche mir wirklich eine auskömmliche Finanzierung für Programme die man als wichtig erkannt hat und dass auch dauerhaft man sich darauf verlassen kann.

01:03:48: das ist nicht diese Projektätis.

01:03:50: also im Grunde dann bräuchtest du in jedem Landkreis einen Beauftragten für Demokratie oder für demokratische Bildung, also was du wirklich feste Strukturen hast die nicht davon abhängig sind dass ein Projekt genehmigt wird.

01:04:04: Oder das es nicht genehmacht wird.

01:04:06: Das muss jetzt nicht unbedingt auf Landkreisebene sein wir wollen ja gar nicht so aber das du wirklich Strukturen etablierst und dann auch das Geld bereitstellt.

01:04:15: Was mich schon kolossal ist wenn den Tankrabatt, und für die Integration sind schon zu viele.

01:04:26: Da wird es wieder gestrichen kann man sagen ja ich habe nicht den großen Überblick Über die Entwicklung.

01:04:33: Vor allen Dingen ist die Frage, was es nachhaltiger davon

01:04:35: war?

01:04:36: Ja, du gibst in Bereichen, wo es wirklich wichtig ist und wo du Menschen qualifizierst, streichst du das Geld- und Ölkonzernen mit der Gießkanne noch ein paar Pendlern, tippst du mal siebzehnt Cent in den Tank wenn's überhaupt war.

01:04:51: Die Prioritätensetzung müsste wirklich viel näher an den Menschen sein.

01:04:55: Und jetzt sagen natürlich der Aufschrei, die Bildzeitung sagt, die Menschen sind Autofahrer.

01:05:00: Die sind doch nah bei den Menschen?

01:05:02: Nein!

01:05:02: Also müssen wirklich in Bildung investieren.

01:05:04: Das ist der zweite Punkt.

01:05:06: wenn ich sehe da ist Deutschland ja nun wirklich... ziemlich weit hinten dran und ich denke jetzt gar nicht am Pisa, sondern allein schon an die Ausstattung.

01:05:13: An die Gebäude wie Eta ja gesagt hat das sind die Kommunen, die die unterhalten müssen, die Kommunen sind ausgeblutet.

01:05:20: dann darfst du dich auch nicht wundern dass da keine ordentliche Bildungsstadt finden kann.

01:05:24: also ist die Bildung, die Integration und die politische Bildung Und dass man sich wirklich darauf verlassen kann, dass da Geld in die Hand genommen wird.

01:05:31: um mal richtig Geld in den Hand genommen.

01:05:34: von den fünfhundert Milliarden ist in diesem Bereich so gar nichts angekommen.

01:05:39: Ja, das ist zumindest mal nicht bei mir.

01:05:42: Man hat noch keiner gesagt hier wir hätten da jetzt aus dem Strukturprogramm Geld für Neubau oder sowas.

01:05:48: Nein!

01:05:49: Da ist bisher noch gar nix angekommen und das wäre schon... Ich meine es klingt immer banal zu sagen wir brauchen mehr Geld aber letzten Endes ist das schon die Grundlage Und wir bräuchten, Entschuldige das habe ich vergessen noch viel mehr.

01:06:02: um nochmal auf das Thema Integration zurückzukommen.

01:06:05: Vielmehr Begegnungsmöglichkeiten oder Begegnungszentren, interkultureller... Da muss nicht interkulturelle Ertreff sein!

01:06:13: Das kann auch die Dorfkneipe sein, die gefördert wird wenn sich da alle treffen.

01:06:18: weil ich denke immer ja Angst entsteht immer wenn man etwas nicht kennt.

01:06:23: Und da merkt man auch, wenn du Freunde hast die Migrationsbiografie haben dann hast du von denen natürlich keine Angst und das überträgst du dann schon auf die Gesamtgesellschaft.

01:06:32: Wenn du halt keine Begegnung hast, wenn in deiner Bubble liebst und andere Menschen nicht kennenlern, so betrifft es beide.

01:06:38: Das kann jetzt die Krankenbubble sein, kann auch die deutsche Bubble sein, die Mehrheitsgesellschaft bubble sein aber wenn sie ja keine Austauschmöglichkeiten gibt, dann ist es eben schlecht für die Gesellschaft und deswegen fände ich sowas würde ich mir auch noch wünschen dass das mehr gefördert wird.

01:06:52: Hoffentlich hast du Eta noch einen Punkt übrig gelassen.

01:06:55: Bestimmt!

01:06:56: Ich würde erst mal zustehen wollen und zwar hundert Prozent dich, das sind auch Punkte die mich beschäftigen.

01:07:01: ich würde noch was ergänzen wollen.

01:07:03: Ich glaube alles beginnt erstmal mit einer Haltung und Haltung ist ja mittlerweile so ein politisch-inflationär verwendetes Wort aber ich wünsche mir dass mein Bundeskanzler – und ich betone sehr gerne dass auch meine Bundeskantner und meine Bundesministerinnen keine populistischen Aussagen treffen, dass sie sich ganz genau überlegen.

01:07:25: Welche Zielgruppen die ansprechen und welche Zielgruppe die eventuell nicht ansprechen mit konkreten Aussagen?

01:07:30: Und jetzt werde ich sehr direkt sein und unliebt so mache.

01:07:33: ich weiß überhaupt nicht meine Art ist aber Dafür sind das unsere Minister und Bundeskanzler.

01:07:38: Und das erwarte schlicht und einfach.

01:07:40: ich erwarte auch, dass man vor der Projekte und vor der Programme wie Demokratie leben die existenziell wichtig sind für Partnerschaft und Demokratie zum Beispiel nicht noch mehr gestrechen und mit mehr Hürden ausgebaut und verkompliziert werden sondern dass man sich wirklich mit der Frage beschäftigt Wie machen wir uns das?

01:07:57: den Menschen und der Kommunen einfacher, dass man demokratische und politische Bildung betreibt.

01:08:03: Und zwar ohne große Hürden und ohne große Aufwand!

01:08:07: Das ist momentan mein Problem.

01:08:09: Ich habe keinen Personal für so etwas.

01:08:10: Ich würde wahnsinnig gerne noch mehr Demokratieprojekte betreiben.

01:08:13: Ich hab kein Personal.

01:08:14: Wenn die Vorre-Projekte so kompliziert aufgebaut werden, dass ich dann noch mindestens drei Kollegen brauche um überhaupt Anträge... stellen und das Geld oder die Forderungen Anspruch nehmen zu können, dann läuft da was falsch.

01:08:26: Das ist das eine.

01:08:27: Bildung muss unsere Priorität sein.

01:08:29: Deutschland war mal ein Bildungsland und auch Vorreiter was Bildung anbelangt.

01:08:34: wir sind schon weit weit weg davon entfernt dass wir zumindest auf der Ebene der Welt Bildungsakteure eine Rolle spielen.

01:08:42: also momentan ist es ja so dass bei uns das Bildungsniveau sinkt.

01:08:45: deshalb muss Bildung unserer Prioritätszeit Hören wir damit auch zwischen Kindern und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu unterscheiden.

01:08:54: Und wie sagen einfach, Bildung ist unsere Priorität unabhängig vom Alter, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe etc.

01:09:04: Begegnung braucht Geld!

01:09:06: Bund und Wand sehe ich hier in der Pflicht, den Kommunen da die Möglichkeiten zu geben.

01:09:11: Jugendclubs, Versammlungsorte, konsumfreie Orte zu schaffen, diese zu betreiben und den Menschen das zu geben was sie brauchen.

01:09:19: Das ist Freude, Austausch und das Miteinander.

01:09:22: mehr brauchen Menschen nicht.

01:09:24: Dazu will ich aber nochmal sagen Leute ihr seid Eigene Menschen die eine eigene Energie und Kraft haben, die auch nutzen können.

01:09:32: Wir machen nämlich gerade hier vor Ort wieder mal so gute alte linke subkulturelle Handarbeit.

01:09:38: da ist nämlich ein Laden der steht für drei Monate leer Und den nutzen wir jetzt drei Monate lang.

01:09:43: Also sie stellen uns die zur Verfügung und wir dürfen so Pop-up Veranstaltung darin machen, und wir versuchen da alles genau das was ihr alle sagt.

01:09:49: Wir versuchen verschiedene Generationen zusammenzubringen, verschiedene Gruppen zusammen zu bringen.

01:09:54: Die können sich aber auch selbst bei uns melden und dort diesen Abend nutzen und wir sammeln alle Leute unsere ganzen Netzwerke zusammen und versuchen dort etwas auf die Beine zu stehen.

01:10:03: Das kann man ausschaffen!

01:10:04: Es geht natürlich nie ewig und man hat nicht ewig Kapazitäten zu.

01:10:07: Schaut auf wiederum, was kann man selbst schaffen?

01:10:10: Wenn man sich nicht mehr so oft den Staat verlässt.

01:10:12: Aber wo du gerade sagst bei auch Haltung wie seht ihr das denn jetzt das Span zurückgetreten ist, findet dir es ein gutes Zeichen, ändert sich irgendwas in der Politik deswegen oder geht's einfach weiter wieder vor?

01:10:26: Soll ich ganz kurz etwas dazu sagen?

01:10:27: Ich habe mich mit der Frage beschäftigt und das Interesse...ich frage jetzt einfach für einen Freund, ist ja bekannt der Satz Wäre Jens Spahn eine Frau gewesen Wie wäre man mit ihm hier umgegangen?

01:10:41: Die Partei hätte sie, wenn das eine Frau gewesen wäre, hochsverscheinlich dazu bewegt ihr Mandat abzugeben.

01:10:49: Du meinst bei den vorderen Skandal schon?

01:10:52: Ja Frauen seiden ganz anders unter solche Skandale.

01:10:56: ich kenne keine frau die sich halt millionenschwere wiederkauft und sich dann doch das ganze anders überlegt und etc.

01:11:01: diese moralische Frage die betrifft frauen mehr als Männer Das ist grundsätzlich falsch und das sage ich hier aus frau.

01:11:07: Und das andere ist, Politik ist vergesslich.

01:11:10: In drei Wochen weiß kein Mensch mehr was sie entspannt gemacht hat bzw Oberde tatsächlich irgendetwas abgegeben hat oder nicht.

01:11:17: aber die Schäden oder die Moralpolitik die nicht mehr so stattfindet bleibt da.

01:11:20: deshalb bin ich dafür dass die Politik auch dazu bewegt wird Entscheidungen zu treffen mutig zu sein und sich von Menschen zu trennen die uns als Gesellschaft schaden.

01:11:31: Das ist jetzt eine grundsätzliche Aussage.

01:11:34: Ich würde das jetzt auch den Rückdreh von Jens Spahn nicht mit Halbungen in Verbindung bringen, weil es eigentlich was ganz Normales.

01:11:41: Also wenn ich als Politiker sage, dass geht nicht, wenn ich dafür stimme, dass es verboten ist bei uns und es dann selber tue, kann ich doch nicht irgendwie im Arm bleiben.

01:11:51: also so etwas geht gar nicht.

01:11:53: Also ich glaube wirklich, das ist das Normalste der Welt und hat jetzt mit seiner Haltung nichts zu tun.

01:11:59: Ich bin jetzt an der Stelle ausnahmsweise mal ein bisschen pessimistisch, glaube ich, dadurch nichts verändert in der Politik.

01:12:05: Also das ist wie Eta auch schon gesagt hat man wundert sich über wie viel Skandal vorher schon mit Masken einkaufen und was da alles war wo er so heutzutage eigentlich überhaupt kein Thema mehr ist.

01:12:17: also man wünscht sich dass da mehr Haltung reinkommt auch mehr Konsequenzen gezogen werden.

01:12:22: aber hoffentlich kann man immer die Hoffnung stirbt.

01:12:26: zuletzt

01:12:27: Was ich mich an der Stelle aber auch gefragt habe, ist so... Ich frage mich gerade wirklich ob er über diesen, dass es halt diese Leitmutterschaft ist und das es so ein kern- gristliches Thema ist.

01:12:36: Ob er jetzt darüber gesteupert ist oder ist es dieses Thema?

01:12:39: Weil's halt?

01:12:40: ne, weils halt ein queeres Thema isst, dass innerhalb der Partei nicht so viel, dass er Vater werden will.

01:12:46: Das hat dann nicht soviel Gewicht!

01:12:48: Und dafür konnte man ihn jetzt eher loswerden, als wenn er tatsächlich nochmal irgendwie einen Skandal in Richtung irgendwas mit Geld was irgendwo falsch hinfließt oder was weiß ich nicht.

01:12:58: Aber da auch so drüber gestolpert wäre.

01:13:00: Oder ob es jetzt wieder dieser Punkt ist von, naja, schwuler Wand mit einem Thema hier können wir gerade los werden bei anderen Sachen könnten wir nicht los werden.

01:13:08: Also dann frage ich mich halt auch, ob das wieder deswegen ist weil es ein Quieses-Thema ist dass in der CDU noch nicht so viel wert ist?

01:13:14: Ob es halt wirklich das ist, dass sie sagen uns reicht eigentlich schon ein Weile mit Spanern.

01:13:18: Er war zu mächtig wir können ihn nicht loswerden und das finde ich irgendwie interessant bei diesen ganzen Skandalen die er sich in seiner Zeit geliefert hat, dass er jetzt darüber stäubert.

01:13:28: Das finde ich ganz interessanten Weg!

01:13:31: Okay dann bedanke mich auf jeden Fall bei euch beiden.

01:13:34: Wir sind am Ende angekommen.

01:13:36: schön, dass ihr mit dabei wart mit diskutiert habt Und wir sind dann in zwei Wochen wieder für euch da, da reden wir über das Thema Bildung.

01:13:44: Geht weiter!

01:13:45: Das ist der nächste Themenblock.

01:13:46: Danke, Risse David, danke, dass ihr mit uns diskutiert habt.

01:13:49: Ich wünsche euch erst mal noch einen schönen Tag und wir sehen uns hoffentlich bald wieder.

01:13:52: Vielen lieben Dank und alles Gute.

01:13:54: Danke für das schöne Gespräch.

01:13:55: Vielen herzlichen Dank.

01:13:56: Schönen Abend auch für euch.

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