Folge 54: Wie viel Sozialstaat können wir uns noch leisten?

Shownotes

Schon heute zahlen viele Menschen mehr als ein Drittel ihres Einkommens, um wohnen zu können. Zudem sinkt die Zahl der Sozialwohnungen stetig. Für einkommensschwache Haushalte wird Wohnen zur Herausforderung. Ende des Monats bleibt kaum bis gar kein Geld zum Sparen übrig, um zum Beispiel privat für die Altersvorsorge aufzukommen. Denn nicht nur die Mieterhöhungen belasten die Menschen in Deutschland, auch die Sorge um die Altersrente steigt.

In der neuen Folge “Mauerecho” diskutieren die FDP-Politikerin Lydia Hüskens, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Infrastruktur und Digitales in Sachsen-Anhalt und SPDler Robin Mesaroch, der in Baden-Württemberg für den Parteivorsitz kandidiert über Vorschläge zur Renten- und Mietenpolitik.
Während Hüskens auf private Altersvorsorge durch Aktieninvestitionen setzt, macht Mesaroch deutlich, dass sich das viele Menschen in Deutschland nicht leisten können und Rente keine Sozialhilfe sei, sondern erwirtschaftet wurde. Der SPD-Politiker spricht außerdem von zu hohen Mieten, die dazu führen, dass sich viele ihren Wohn- und Arbeitsort nicht mehr aussuchen können. Hüskens sieht in ihrem Bundesland Sachsen-Anhalt vor allem die Vermieter:innen in der Bredouille, weil Leerstand und hohe Instandhaltungskosten diesen zu schaffen machten.
Auch bei dem Punkt, ob allein neue Häuser zu bauen der in Deutschland sinkenden Anzahl an Sozialwohnungen etwas entgegensetzen kann, sind sich die beiden uneinig.

Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de.
„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt.
Besonderer Dank geht an unseren Sounddesigner Sebastian Jautschus.

Wieso hört ihr in der neuen Podcast-Folge “Mauerecho” – über den Link in der Bio oder überall dort, wo es Podcasts gibt.

#OstWest #Mauerecho #Miete #Rente #Altersvorsorge

Transkript anzeigen

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00:00:01: Norbert Blüms, die Rente ist sicher war schon heute, würden wir sagen, Fake News.

00:00:06: Und das hat sich ja nicht verbessert und ich kann ja an die Zahlen gucken.

00:00:10: Einunddreißig geht der Jahrgang neunzentvierundsechzig in Rente.

00:00:15: Dann isst er letzte große ... Das ist ein riesiger Jahrgang im Rente!

00:00:20: Damit sind dann genau die Jahrgänge in Rende, die unglaublich viel hier beigetragen haben, die auch eine Erwachtungsfaltung an einer sicheren Rente haben.

00:00:47: Hallo und herzlich willkommen zu Mauer Echo Ost Drift West, dem Einheits-Podcast der Tatspannter Stiftung.

00:00:51: Ich bin Dennis Schiponder, euer Host und wir befinden uns diese Woche in der PolitikerInnenfolge von Mauer Echo.

00:00:58: zur Sozialpolitik Wie unterschiedlich denkt man eigentlich über soziale Sicherheit, Verantwortung und Staat wenn man politischem Osten oder Westen sozialisiert wurde?

00:01:07: Und das ist gerade besonders spannend weil in mehreren Bundesländern Landtagswahlen bevorstehen und viele Debatten plötzlich wieder entlang alter Linien verlaufen.

00:01:15: Wie viel Staat braucht soziale Sicherheit?

00:01:17: Wieviel Eigenverantwortung erwartet Politik?

00:01:20: Ist die deutsche Einheit soziapolitisch wirklich vollendet oder leben Ost- und West bis heute in unterschiedlichen Möglichkeiten?

00:01:26: Zwei Bundesländer zwei Welten.

00:01:29: Sachsen-Anhalt ist ein kleines, dünn besiedeltes Land im Osten mit rund zwei Komma zwei Millionen Menschen.

00:01:34: Es ist das älteste Bundesland unseres Landes und es sehr ländlich geprägt.

00:01:38: Baden-Württemberg wiederum ist mit rund elf Komma drei Millionen Menschen im Westen eine dichtbesiedelte wirtschaftliche starke Region mit anderen demografischen Dynamiken.

00:01:49: Genau aus diesen unterschiedlichen Ausgangslagen kommen unsere beiden Gäste.

00:01:52: Und diese Unterschiede prägen, wie sie Mieten, Renten und Sozialstaaten sehen neben ihrer Partei zu Gehörigkeit.

00:02:01: Einmal Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales in Sachsen-Anhalt, stellvertretende Ministerpräsidentin und Landesvorsitzender und Spitzenkandidatin der FDP.

00:02:13: Schön dass du heute da bist!

00:02:15: Ich freue mich sehr.

00:02:16: Und hallo Robin Mesarosh.

00:02:19: Du bist ehemaliger Bundestagsabgeordneter der SPD aus Baden-Württemberg, bist Digitalpolitiker, Sozialpolitiker interessiert sich aber auch für Klimapolitik.

00:02:28: du kandidierst gerade für den Landesforses der Baden Württemberger SPD.

00:02:34: ja auch schön dass du da bist.

00:02:36: Hi!

00:02:37: Danke für die Einladung.

00:02:39: So, als erstes stelle ich ja immer eine Frage in Richtung Ost und West.

00:02:44: Glaubt ihr dass eure Sozialisierung im Ost- und West euch eigentlich politisch bis heute so prägen?

00:02:50: Lydia vielleicht fängst du an weil du hast ja noch ne eigene Teilungsgeschichte!

00:02:55: Ja das ist aber... Nein, dass meine politischen Grundüberzeugungen jetzt nicht geprägt worden sind davon ob aus oder west.

00:03:03: Sondern meine Grundüberzeugung haben sich eigentlich eher so in meiner Jugend geprägt.

00:03:10: Wenn man am achtzehn ist, spätestens dann ist man ja der Auffass.

00:03:12: Man ist erwachsen und kann über sich selber entscheiden.

00:03:15: Und da habe ich sehr viele Situationen gehabt in denen andere der Meinung waren sie müssen Dinge entscheiden.

00:03:21: Da hat es im Anfang eher so eine negative Abgrenzung für die Freiheit herausgebildet aber auch eine sehr positive.

00:03:28: Das ist das was mich heute prägt.

00:03:30: Robin wie ist es bei dir?

00:03:33: Ich bin nach der Wende geboren und Baden-Württemberg weiter weg von den Ostbundesländern.

00:03:40: Deswegen ist es schwer, am Alltag festzumachen aber als Abgeordneter war ich oft in östlichen Bundesländern unterwegs mit Kolleginnen und Kollegen habe an Haustürn geklingelt weil mich das interessiert hat.

00:03:51: so was sind die Besonderheiten?

00:03:53: Was sind die Unterschiede?

00:03:55: Und davon gibt's schon auch jede Menge und dass ist mir dann erst so richtig bewusst geworden was sich bei mir so Voraussetzungen ergeben haben.

00:04:02: Zum Beispiel habe ich Leute getroffen, die eben erlebt haben dass ihr politisches System zusammengebrochen ist.

00:04:08: das hab' ich und Leute in meiner Gegend, die da wohnen noch nie erlebt.

00:04:12: Das macht natürlich etwas mit einem und es sind dann Unterschiede.

00:04:16: Danke dafür!

00:04:17: Und jetzt möchte ich von euch nämlich... Wir spielen jetzt ein kleines Minispiel und wir gehen da rein in die nächste Kategorie Wer steht wo?

00:04:26: Damit wir rausfinden, was sind da eure Positionen.

00:04:31: Ich werde euch Aussagen vorlesen und ihr haltet in die Kamera Daumen hoch oder Daumen runter und sagt es auch nochmal weil die Leute, die uns nur als Podcast hören, sie können uns natürlich nicht hören Und dann ist das vielleicht einfacher wenn Lydia immer zuerst die Antwort gibt und dann Robin Okay gehen wir rein Soll dass Land mieten stärker begrenzen ja oder nein?

00:04:52: Nein

00:04:54: Ja.

00:04:55: Soll es Pflichtarbeit für Langzeitarbeitslose geben?

00:04:59: Nein.

00:05:02: Länger Arbeiten im Alter erleichtern ja oder nein?

00:05:06: Ja

00:05:07: Grundsätzlich, ja.

00:05:10: Jetzt geht's um die Reform des Bürgergeldes Stärkere Sanktionen bei Pflichtverletzung.

00:05:14: Befürwortet ihr das grundsätzlich oder eher nicht?

00:05:17: Ja

00:05:18: Nein.

00:05:20: Soll das Rentensystem stärker an individuellen Lebensläufen angepasst werden?

00:05:25: Ja oder nein?

00:05:28: Unserlich, ja.

00:05:30: Soll Barrierefreiheit konsequenter umgesetzt werden?

00:05:35: Ja!

00:05:37: Da haben wir am Ende noch mal eins gefunden wo ihr beide auf einer Wellenlinie seid.

00:05:42: wunderbar die soziale Realität in beiden Bundesländern ist sehr unterschiedlich.

00:05:48: Sachsen-Anhalt ist das älteste Bundesland mit Ja, relativ jung mit vierzig Jahren.

00:05:58: Wirtschaftlich stark aber extrem teuer zum Beispiel bei Wohnen und Leben.

00:06:01: da ist ja der Gegensatz sozusagen in Sachsen-Anhalt.

00:06:05: die SPD fordert im Baden-Württemberg eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft stärkere Mietpreisbindung und sogar Eingriffe in den Wohnungsmarkt wegen dauerhaftem Leerstand.

00:06:16: Die FDP, da hört man immer ne?

00:06:17: Der Markt regelt.

00:06:19: Würdest du damit gehen Lydia?

00:06:21: oder wie schaust du da gerade drauf?

00:06:23: Regelt der Markt, gerade dem Wohnungsmarkt?

00:06:26: Also in Sachsenhaunheit definitiv.

00:06:28: Ich habe sogar immer eher die Sorge dass wir ein Überangebot haben.

00:06:32: das hatte was mit dem demografischen Wandel in Sachsnaunheit zu tun und wir haben vor allen Dingen den kleinen Städten im ländlichen Raum erhebliche Probleme damit.

00:06:41: Das sorgt im Wohnungsmarkt schon für Herausforderungen, allerdings vor allen Dingen auf Vermieterseite.

00:06:46: Weil auch der ich sage mal seriöseste Vermietter, der alles Gute für seine Mieter tun möchte richtig Schwierigkeiten hat, mieten einzunehmen mit denen er auch zum Beispiel eine ordentliche Sanierung finanziert bekommt und das sorgt natürlich für richtige Probleme.

00:07:02: wir haben super Eigentümerstruktur wie viele Wohnungsbaugenossenschaften private aber halt eben auch größere Unternehmen, die Wohnraum anbieten.

00:07:11: Also von da ist der Markt hier wirklich gesund.

00:07:14: aber wir haben halt eben diesen demografischen Wandel und deshalb würde in Sachsen-Anhalt weder ein Mietendeckel helfen noch eine Landeseigene, Wohnungsbaugenossenschaft noch andere derartige Maßnahmen.

00:07:25: Wir brauchen eigentlich eher eine Möglichkeit der Förderung für die Vermieter damit dieses Gap was sie im Augenblick über Mieten nicht erwirtschaften können geschlossen bekommen denn sonst sehe ich für die Zukunft ein bisschen schwarz weil dann geraten wir in Probleme.

00:07:40: unsanierte Wohnungen sind dann natürlich nicht das was wir alle haben wollen.

00:07:44: also von daher haben wir ein Problem.

00:07:45: aber das ist komplett anders als das was ja etwa in Bayern-Württembergen wahrnehmen.

00:07:50: Wie sieht es denn aus in Baden-Württemberg, Robin?

00:07:54: Also teils heftig.

00:07:55: Teils sehr heftig gibt auch ein paar Gemeinden wo man ganz gut eine Wohnung findet.

00:08:01: aber mir ist erstens wichtig dass das nicht so ein reines Stadtproblem ist.

00:08:06: ich wohne in einer der entlegensten Gegenden bei uns und auch hier kann's schwierig seine Wohnung zu finden.

00:08:12: Ich habe hier wohnungen gesucht.

00:08:14: ich habe auch mal in Berlin eine Wohnung gesucht als ich dort gewohnt hab.

00:08:18: Das war tatsächlich so.

00:08:19: in Berlin stand ich mit fünfzig Leuten in so einer Wohnung und hatte irgendwie keine Hoffnung, dass ich derjenige bin, der die jetzt kriegt.

00:08:25: In Sigmaringen war es so über Wochen waren auf Immobilien-Scout nur drei Wohnungen drin.

00:08:30: Und wenn die nicht gepasst haben hat man halt in die Röhre geguckt.

00:08:33: also gibt Unterschiede zwischen Berlin und Sigmaregen in Baden-Württemberg.

00:08:37: das Ergebnis kann aber dann das Gleiche sein gerade wenn man nicht so viel Geld zur Verfügung hat.

00:08:42: Das heißt in Bad Württmberg haben wir auch ländliche Gegenden wo's schwierig ist wo es zum Beispiel auch zu wenig kleine Wohnungen gibt oder wiederum zu wenig Wohnung für Familien, die bezahlbar sind.

00:08:55: Das sind so zwei Knackpunkte, wo's natürlich besonders heftig ist wenn man sich zum Beispiel Stuttgart anschaut und den umgebenden Speckgürtel.

00:09:04: das ist geografisch einfach schon mal eine riesige Fläche Also das Gebiet, dass praktisch von der Stuttgarter S-Bahn abgedeckt wird.

00:09:12: So von den Rändern braucht man eine halbe eher dreiviertel Stunde nach innen schon an den Rendern ist es Wohnen total teuer.

00:09:19: und jetzt muss man sicher fragen naja Stuttgart braucht Krankenhäuser, braucht Leute in den unterschiedlichsten Jobs?

00:09:26: Und da sind Jobs dabei, in denen man nicht so richtig viel verdient.

00:09:30: Wie kann die Stadt überhaupt noch funktionieren wenn die Leute, die in ihr für alle arbeiten sollen dort nicht mehr richtig wohnen können.

00:09:38: Deswegen geht es da nicht nur darum, dass wäre schlimm genug irgendwie wie viel habe ich am Ende vom Monat übrig?

00:09:45: auch wichtige Frage aber das geht aus meiner Sicht schon richtig drum ob Städte so überhaupt noch funktionieren können.

00:09:52: und Dann sind aber die Maßnahmen, die sozusagen deine Partei auch aufgesetzt hat.

00:09:57: Also wenn dort ein Lehrstand entsteht... Ich hab mich das früher gefragt als ich in Nürnberg gewohnt habe.

00:10:02: da wusste man welche Immobilien welchen Lehrstand verursachen und dass das nur passiert um den Preis zu steigern.

00:10:09: Und man hat aber irgendwie die Mittel nicht genutzt Die man hat.

00:10:12: die rechtlichen naja Man könnte ja zum Beispiel einfach höhere Strafen festlegen dass es nicht mehr rentabel ist etwas leer stehen zu lassen.

00:10:20: Wie kann man den denn in Städten zum Beispiel begegnen oder in Metropole Regionen abseits zb von dem Punkt?

00:10:27: Also es gibt ja mehrere Stellschrauben an denen man drehen kann und muss, bevor ich darauf eingehe will ich sagen deswegen habe ich das vor so dramatisch beschrieben.

00:10:37: die Lage ist dramatisch und deswegen muss man auch zu Mitteln greifen die wirken.

00:10:43: und wenn's darum geht Leerstand zu vermeiden dann sagen wir eben klar Eigentum verpflichtet auch und Wohnen ist was, was sowas grundsätzlich ist.

00:10:53: Wie gesagt das eine Stadt funktioniert, dass eine Gegend funktioniert und deswegen ist für uns wichtiger, dass Leute eine bezahlbare Wohnung finden als dass jemand jetzt hier über Spekulation oder durch Abwarten am Ende eine höhere Rendite hat und deswegen die ganz kurze Antwort an allen Hebeln ziehen, die gehen.

00:11:15: Es kann nicht sein dass in der Stadt Leute keine Wohnung finden und Flächen brach liegen, Wohnungen leer stehen.

00:11:21: so das geht mich.

00:11:22: da soll gehen alles was geht.

00:11:26: Wobei wir unser glaube ich einig sind dass das nur funktioniert Liegenschaften brachliegen zu lassen wenn ich Mangel habe.

00:11:33: Nur wenn ich dann den Mangel nämlich noch verstärke, habe ich die Möglichkeit zum Beispiel in anderen Wohnungen mehr zu bekommen und dann halt eben gegebenenfalls die Immobilie auch noch zu dem höheren Preis meinen.

00:11:42: Das heißt, wenn wir ehrlich sind – und das ist eigentlich theoretisch auch Bundespolitik – müssen wir dafür sorgen dass mehr gebaut wird.

00:11:51: Wenn ich aber dann in unsere Städte gucke wie da oft reagiert wird im Interessant….

00:11:56: also nehmen wir mal Berlin!

00:11:57: Man soll ja nie über andere Länder reden, aber da wir hier ohnehin Länderübergreifen unterwegs sind Ich nehme nicht wahr, dass die Stadt Berlin oder das Land Berlin alles tut um Fläche und Gebäude an den Markt zu bringen.

00:12:10: Und Flächen zur Verfügung zu stehen, um halt mehr zu bauen.

00:12:14: Wir kommen nur auf die Art und Weise aus der Situation raus.

00:12:17: Ich finde Sachsen-Anhalt ist dafür ein schönes Beispiel.

00:12:20: Wenn ich mir meine beiden großen Städte angucke wir haben hier keinen Mangel an Wohnung und dem Markt funktioniert auch.

00:12:28: In den ländlichen kleineren Städten habe ich ein anderes Problem.

00:12:31: Das ist etwas, was wir tun müssen.

00:12:32: Und ich glaube, wir müssen jetzt zwingend und zwar alle und überall alles nutzen also der Bautoro auch das, was davor schon an Möglichkeiten gegeben wird in den Ländern umsetzen und natürlich alles machen auf kommunaler Ebene damit Investoren schnell bauen können.

00:12:49: und es war auch mit einem positiven Impetus.

00:12:51: Ich sage mal ganz offen wenn mir immer alle die hier vermieten gleich verdächtigen als Mietheil hilft uns das auch nicht.

00:12:57: Also ich glaube wir müssen da zusammen als Gesellschaft einfach auch den Färmnittern positiv begegnen, damit sie investieren.

00:13:05: Denn das ist immer ein privates Risiko und da sind wir in den letzten Jahren eher so unterwegs gewesen, dass wir die auch noch verfolgt haben.

00:13:12: Das wird nicht helfen!

00:13:13: Und der Einer an der Schmutzbuckel ist immer mit dabei ich glaube.

00:13:17: Wir alle erfahren nur um zu wissen, dass sich dem nicht wegbekomme sondern ich muss glaub' ich wirklich auf die breite Menge setzen und da haben wir schon eine Menge in allen Corona-Nändern was wir da tun können.

00:13:29: Aber es geht ja meistens gar nicht um so jetzt die Vermieter, die ein zwei drei Wohnungen für die Rente haben.

00:13:34: Sondern da geht's eher... also bei den Schutzbocken, wie du gerade gesagt hast, gehts eher um die ganz großen Vivonovia und sowas.

00:13:41: Was würdest du darauf antworten Robin?

00:13:44: Ähnliches, was du gesagt hast.

00:13:47: Es gibt solche Mieter und solche ganz viele ist auch völlig legitim zu sagen ich leg mir eine Wohnung zu die auch auf meine Altersvorsorge einzahlt.

00:13:58: aber als Staat finde ich muss man ja immer schauen dass es für alle passt Und wir haben diese großen Wohnungsbaugesellschaften die ihre Gewinne zulasten der Allgemeinheit machen und das finde ich verkehrt.

00:14:12: Reingrätschen ist natürlich richtig, dass es an vielen Stellen sinnvoll ist neue Wohnungen zu bauen.

00:14:18: Aber man muss ja auch wissen... Das es nicht automatisch bedeutet, dass dadurch die Mieten sinken.

00:14:23: Und deswegen sind's immer eine Reihe von Maßnahmen, die da anfallen wo der Staat natürlich Anreize setzen muss das leerstehende Gebäude oder leere Flächen bebaut werden oder eben bewohnt werden.

00:14:35: Das kann man durch Anreiz erst mal machen, das kann man wo es härter wird mit Verboten machen, muss man auch und im schlimmsten Fall auch durch Enteignung.

00:14:44: Und da geht es nicht darum irgendwie Mieterinnen und Mietern zu gängeln, aber wenn wir sehen, wir haben hier ein eklatantes Problem.

00:14:51: Dann reicht das eben nicht eine Maßnahme zu bedienen sondern dann muss man bauen.

00:14:55: Dann muss man den Leerstand wegkriegen, dann muss mein Wohnraum cleverer nutzen.

00:14:59: Dann sind auch so Sachen... immer wieder richtig zu gucken wie landen leute eigentlich in der passenden wohnung für sie?

00:15:06: das ist zum beispiel den baden-württemberg auf dem land.

00:15:09: bei mir ein heftiges problem dass wir ältere leute in riesigen wohnungen und häusern haben die selber sagen so dass es mir jetzt eigentlich hier zu groß und ich hätte gern was kleineres während wir gleichzeitig junge familien haben die inner viel zu klein wohnungs sind.

00:15:24: Das gehört ja alles am ende zusammen.

00:15:27: Es geht nicht darum jemand zu gängeln, sondern dass dieser Wohnungsmarkt für alle funktioniert und weil er das in vielen Gegenden in Deutschland nicht mehr tut.

00:15:37: Sollte man aus unserer Sicht auch jetzt nicht vor Maßnahmen zurückschrecken die vielleicht hart klingen?

00:15:42: Weil am Ende muss es ja funktionieren.

00:15:45: Lüde, ich sehe schon du musst gar nicht einverstanden!

00:15:48: Nein, das wundert jetzt auch glaube ich niemanden.

00:15:49: aber ich finde ehrlich gesagt was an Maßnahmen sind ja die gleichen Maßnahmen die die letzten Jahre auch schon benutzt worden sind.

00:15:55: Bleiben wir mal bei dem Land, das wir gerade schon inzwischen hatten.

00:15:58: Das hat echt nicht funktioniert, ne?

00:16:00: Also offensichtlich scheinen diese Maßnahmen ja nicht zu funktionieren.

00:16:03: Deshalb glaube ich dass man einfach mal auch von lieb gewonnenen Vorurteilen ein Stückchen Abstand nehmen muss.

00:16:11: Es muss einfach mehr gebaut werden und darin sollten jetzt alle Kraft setzen Und nicht, ich sage mal mit uns neben Schaubletzen beschäftigen.

00:16:20: Ich nehme aber im Augenblick nicht wahr dass überall in jeder Stadt, in Deutschland gerade vom Bauturbo gebraucht gemacht wird.

00:16:27: Da gibt es ja durchaus dann wieder unterschiedliche Herangehensweisen und ich finde das ein gutes Instrument.

00:16:33: und ich sage hier im Land auch immer wir nutzen im Land alles weil ich möchte gerne das möglichst kostengünstig auch gebaut und saniert werden kann auch umgenutzt werden kann um halt eben auch für die Zukunft die Situation in den Städten so zu erhalten wie sie jetzt ist.

00:16:49: Ja und gesagt im ländlichen Raum das sage ich nicht immer jedes Mal haben wir dieses andere Problem.

00:16:54: Aber ich glaube, dass das wir wirklich nur so vorankommen und dass wir uns darauf konzentrieren müssen.

00:16:59: Und weil es immer so schön ist große Immobilienunternehmen die sind gar nicht in Anfängenszeichen die Schmutzbuckele, die jetzt gerade vorhin gemeint habe, sondern sind immer so... gibt da so Unternehmen eine komischen Rechtsform?

00:17:12: Die sind gar nie so riesig wie man sich das immer so vorstellt aber die Unseriös und die machen uns auch Probleme.

00:17:19: Wir haben hier hin und wieder mal im Land einzelne, Gott sei Dank Einzelne.

00:17:23: Und glücklicherweise können die Kommunen dann halt andere Unternehmen meistens die Probleme relativ schnell lösen in dem Mieter dann umziehen können.

00:17:32: In den Stadtwerken der Lage sind das klassische Problem hier Abstellen von Stromwasserheizung gelöst bekommen aber die gibt es!

00:17:40: Und die verderben natürlich nach wie vor auch den Ruf.

00:17:43: Da bin ich fest überzeugt, müssen wir mit allen rechtlichen Mitteln auch gegen Vorgehen, die wir da haben – das ist ja in Deutschland ordentlich ausbuchstabiert-, aber wir sollten wirklich gucken dass wir auf der einen Seite Mieter, vor allem die vielen auch kleineren Mieterk, die Wohnungsbaugenossenschaften und die Wohnungbaugesellschaften halt eben mitnehmen, aber auch die großen Privaten und gucken, dass wir wirklich nun die Erwischen, die Wege herwischen wollen.

00:18:07: Ich glaube, das ist eine zukunftsfähige Variante.

00:18:10: und ansonsten bauen, bauen, bauern.

00:18:12: Und wie kriegen wir da auch wieder mehr Sozialwohnungen rein?

00:18:16: Weil beim Bauen hilft mir das ja auch nicht.

00:18:19: wenn ich mir jetzt zum Beispiel Leipzig angucke dass wir hier gerade sehr viel bauen, baun, bauen aber viele Wohnungen wo ich sage wüsste sich jetzt nicht ob ich da in Zukunft mir das überhaupt leisten könnte und einzuziehen.

00:18:32: Für den sozialen Wohnungsraum haben wir ja Genügend.

00:18:34: Instrumente habe ich zwar, Sachsen aber glaube nicht die Herausforderung dass bei der unglaublich niedrigen Kaltmiete die wir haben das ganz ganz schwer ist überhaupt Unternehmen zu finden die sagen Ich baue gefordert um halt eben sozialen Wohnungsraum zu schaffen.

00:18:48: Ich bin da ganz froh darüber dass wir halt gerade gesagt Wir haben eine sehr gute Vermieterstruktur hier, dass es immer wieder Unternehmen gibt die sagen ich baue eine Reihe meiner Wohnungen normal in Anführungszeichen und einige dann halt eben sozial befördert.

00:19:02: Das heißt ich habe da noch eine gute Durchmischung also von Wohngebäuden, von Vierteln... Also ich hab jetzt nicht soziale Sekretationen sondern Überall mal Wohnungen dabei.

00:19:12: Das ist aus meiner Sicht, glaube ich der richtige Weg und insgesamt muss ich aber natürlich dafür sorgen dass sich eine Miete in einem sinnvollen Maß halte.

00:19:19: und das kann ich halt eben nur mit dem entsprechenden Angebot schaffen ja das in Leipzig natürlich der ein oder andere auch Dinge baut von die man dann nur mit höherum Einkommen träumen kann das kann man dann sehen wenn man durchfährt.

00:19:31: aber ich glaube das ist tatsächlich so.

00:19:32: der weg den wir gehen können und ist aber die soziale Wohnraumförderung in Deutschland funktioniert zumindest für Regionen mit angespanntem Wohnraum.

00:19:40: Siehst du das auch so, Robin?

00:19:43: Unabhängig von politischen Hintergründen oder sonst was finde ich es schwierig zu sagen, dass etwas funktioniert und was aus meiner Sicht... Und ich würde in Anspruch nehmen, was aus einer objektiven Sicht ja nicht funktioniert.

00:19:57: In Deutschland gibt's Millionen Leute die viel zuviel Miete bezahlen und viele Leute, die gar nicht mehr dort wohnen können wo sie wollen weil es nicht mehr geht.

00:20:09: Und deswegen auch in Zahlen Deutschland hatte mal viel mehr Sozialwohnungen als heute und das war ein Fehler, das so auslaufen zu lassen.

00:20:18: Das ist jetzt brutal anstrengend wieder dort hinzukommen.

00:20:22: Deswegen muss das etwas funktionieren.

00:20:25: Auch die Kommunen oder der Staat hat ja verschiedene Instrumente Aber wenn man sich das genau anschaut, sind die rechtlich oft sehr eingeschränkt verfügbar.

00:20:37: Und dann gibt es auch noch sicherlich vor Ort Gemeinden, die zu wenig nutzen.

00:20:42: was aber eher noch ein wichtigerer Aspekt ist wir haben viele Gemeinden in Deutschland, die viel zu wenig Geld haben, die klamm sind.

00:20:50: so und wie können die jetzt zum Beispiel Schrottimmobilien zurückkaufen, was es da in verschiedenen Programmen gibt an verschiedenen Maßnahmen.

00:21:01: Da sind inzwischen ganz vielen Gemeinden die Hände gebunden und so landen wir halt bei dem Problem das wir heute haben.

00:21:08: Und deswegen wird aus meiner Sicht ein Schuh draus wenn wir ganz grundsätzlich gucken dass die Städte und Gemeinden genügend Geld zur Verfügung haben.

00:21:16: Das ist in Baden-Württemberg zunehmend leider nicht der Fall.

00:21:20: Es ist wichtig, dass wir soziale Wohnungen bauen, also preisgebundene Wohnungen und es ist wichtig das wir diesen ganzen Leerstand nutzen und das sind nicht Nebenschauplätze sondern das gehört alles zu diesem großen Feldwohn dazu.

00:21:36: und weil das so in einer eklatanten Krise steckt darf man nichts vernachlässigen.

00:21:42: Und der Bauturbo ist gut, dass man sagt das wird jetzt einfacher.

00:21:46: Das soll schneller gehen unbedingt aber er allein reicht eben auch nicht.

00:21:50: und deswegen ist es diese Mischung aus verschiedenen Maßnahmen auch wenn sich das dann nicht schön in einen Satz verpacken ist.

00:21:57: Und da gehen wir mal zum nächsten Thema über zu unserer Kategorie BürgerInnen fragen.

00:22:06: Lydia Duhr hat nämlich eine Frage von uns bekommen von Ina, dreiundvierzig aus Halberstadt.

00:22:11: Ich arbeite seitdem ich sechzehn bin als Friseurin, war vierzehn Jahre raus wegen meinen Kindern und konnte deswegen nur halbtags arbeiten.

00:22:18: Wenn ich mal meinen Rentenbescheid anschaue grausst es mich!

00:22:21: Ich würde gerne selbst versorgen aber uns bleibt am Ende des Monats kaum was übrig Frau Hüstens, ich überlege Sachsen-Anhalt zu verlassen nicht wegen den ganzen Umständen sondern damit ich mehr verdienen kann und von meiner Rente überhaupt was übrig bleibt.

00:22:34: Wenn März davon spricht dass Rente nur noch eine Basisabsicherung sein soll dann macht mir das Angst!

00:22:39: Was soll ich Ihrer Meinung nach in meiner Lebenslage tun?

00:22:42: Jetzt ist ja ein bisschen Lebensbratung mit dabei.

00:22:44: Ich

00:22:46: wundere mich erstens, dass Ihnen da nicht normal gearbeitet hat denn Sachs Anath hat ja eines der besten Kinderbetreuungssysteme.

00:22:52: uns war schon eigentlich seit... Also man kann in Sachsen-Anhalt beide Eltern locker arbeiten, also zehn Stunden Betreuung und zwar auf einem hohen Level sichert das ab.

00:23:03: Das wäre ein Punkt gewesen aber der ist ja durch wenn ich das richtig vorstanden habe und ihn überlege jetzt aufgrund von niedrigem Einkommen in andere Regionen zu ziehen.

00:23:14: Da warne ich davor.

00:23:16: Denn ich bin ziemlich sicher, dass all das was wir gerade besprochen haben Miete kosten von Mieten aber auch insgesamt Lebenshaltungskosten in anderen Regionen durchaus nicht nur einmal sondern in vielen Fällen ist das mal das was man dann vielleicht mehr verdient wegfressen könnten.

00:23:33: also wenn man eine Region wechseln möchte sollte man da sehr sorgfältig vorher darauf achten das hinterher dann wirklich auch mehr in der Tasche bleibt.

00:23:43: Gegenzug eine ganze Reihe von Menschen, die heute wieder zurück nach Sachsen-Anhalt kommen.

00:23:48: Die in Hamburg, die in anderen Regionen Deutschlands gewesen sind für einige Jahre und eben festgestellt haben das zum Beispiel in der Phase der Kinderbetreuung also wo man quasi Familie gründet um an kleine schuflichtige Kinder hat.

00:24:02: Sachsen Anhalt ein deutlich attraktiverer Ort ist zu leben Und ja auch wenn man halt später in Rente ist.

00:24:11: Aber die Frage war ja gerade eher so, was sollen sie in Bezug auf die Rente machen?

00:24:16: Macht es Sinn dann eigentlich dazu bleiben?

00:24:18: und natürlich hat man vielleicht am Ende Netto mehr übrig.

00:24:21: Aber das geht ja auch darum, was man irgendwie Brutto hatte oder verdienen kann.

00:24:26: Also im Endeffekt geht's immer darum, dass ich Netto dann auf dem Konto habe, kann ich vorsorgen.

00:24:30: Wir müssen uns da glaube ich alle drei hier jetzt nichts vormachen, dass aus unserer gesetzlichen Rente zum Schluss noch eine Grundabsicherung ist.

00:24:38: Ich sag mal lieber schon ein bisschen älter als die beide.

00:24:41: Das ist etwas, was ich ehrlich gesagt seit vielen Jahren so erwarte.

00:24:45: Also Norbert Blümst die Rente sicher war schon heute würden wir sagen Fake News und das hat sich ja nicht verbessert.

00:24:52: Ich kann ja an die Zahlen gucken.

00:24:54: Einunddreißig geht der Jahrgang neunzentvierundsechzig in Rente.

00:24:59: Dann ist der letzte große und es ist ein riesiger Jahrgang im Rente.

00:25:04: damit sind dann genau die Jahrgänge unglaublich viel hier zu beigetragen haben, die auch eine Erwachtungsfaltung an seine sichere Rente haben.

00:25:13: Aber halt ganz viele sind und wenn wir dann auf der anderen Seite in den aktiven Arbeitsmarkt schauen ist die Zahl deutlich geringer.

00:25:20: Das ist ja unser Problem und vor allen Dingen dass wir so unglaublich lange die Augen davor zugemacht haben.

00:25:24: Also ich sage Norbert Blüm ist schon ein bisschen länger her.

00:25:27: also deshalb glaube ich nicht das wird das problem jetzt tatsächlich noch die alle Weise lösen können sondern es geht wirklich darum neben dem, was er an gesetzlicher Rente bekommt ein Stück auf Vorsorge betreiben kann.

00:25:39: Und dann komme ich auf die Frage, was habe ich netto?

00:25:41: Da behaupte ich einfach mal bleibt bei vielen Menschen, die hier in unserem Land leben deutlich mehr über am Monatsende als wenn ich in Baden-Württemberg lebe oder in Bayern oder in irgendeinem der anderen Länder, die deutlich teurer sind auch im ländlichen Raum.

00:25:56: Robin ist das Rentensystem doch generationengerecht?

00:26:00: Na was heißt... Generationen gerecht?

00:26:02: also einmal gibt es dieses objektive Problem.

00:26:06: Immer mehr ältere die Rente beziehen zu Recht und immer weniger junge, die die Rände erwirtschaften können.

00:26:14: dem ist ja so.

00:26:16: aber die Frage ist jetzt was macht man?

00:26:19: ich erlebe in politischen Diskussion zu viel dass man das beschreibt und alles aufmacht was jetzt angeblich nicht mehr geht.

00:26:27: aber es braucht eine Lösung dafür weil man kann ja nicht sagen so und du hast jetzt die Arschkarte gezogen, weil du zur falschen Zeit geboren worden bist.

00:26:36: Und deswegen finde ich es richtig auch zu gucken dass mehr Leute in die gesetzliche Rente einzahlen ist völlig klar.

00:26:45: wenn mehr Leute die Rente kriegen und weniger einzahlen das erst mal eine große Herausforderung ist.

00:26:53: aber die gesätzliche Rente ist zum Beispiel trotzdem nie tot.

00:26:58: Das ist einfach ein Mechanismus, der an der Stelle funktioniert.

00:27:01: Die einen zahlen ein dann kommt auch immer was raus.

00:27:04: deswegen bin ich dagegen sozusagen das kann jetzt irgendwie weg oder so dass das weghäselt.

00:27:10: natürlich zahlt der Staat gerade unglaublich viel Geld zu damit es noch funktioniert.

00:27:17: das ist auch ein Problem.

00:27:19: Trotzdem will ich schon die Frage stellen, so was machen wir hier eigentlich.

00:27:22: Ist es nicht auch berechtigt?

00:27:24: Frau Hüskens hat das ja auch gesagt, da sind Leute, die haben jetzt ihr Leben lang gearbeitet und wollen da auch etwas sehen.

00:27:30: eine Rente ist ja keine Sozialleistung sondern das hat man sicher erworben.

00:27:34: Deswegen finde ich's schon richtig, da ganz ehrlich zu sein, zu sagen muss dann der Staat die Gemeinschaft einspringen wenns in einer Zeit wo der Unterschied zwischen jung und alt zu groß ist noch für alle passt.

00:27:47: Wir können über alles Mögliche Reden, wie man privat vorsorgen kann und so weiter.

00:27:53: Aber wir müssen dabei auch schauen dass ganz viele Leute eben nicht privat vorsorgend können.

00:27:58: Und dann bleiben eben auch noch echt viele Leute übrig den dann auch staatliche Unterstützung da nicht so viel hilft weil null plus nix ist dann halt immer noch Null.

00:28:09: Deswegen gibt es im Moment dieses demografische Problem.

00:28:13: Aber es gibt für mich nicht die Variante, das so zu lassen oder dann Leute irgendwie im Regen stehen zu lassen.

00:28:19: Und wenn das Geld kostet klar ist das schmerzhaft vielleicht aber naja das ist was ganz Wesentliches in unserer Gesellschaft dass man aufeinander Acht gibt und dass man weder die jungen noch die Alten irgendwie da im Regenge stehen lässt.

00:28:35: Lüde er da.

00:28:36: Erinnere ich mich an deinen Instagram-Auftritt, wo du gesagt hast, so März hat eigentlich ein bisschen versprochen dass die Reform solide finanziert werden sollen.

00:28:46: und dann sagst du jetzt kommt dir Zuckersteuer, Tabaksteuer Plastikabgabe.

00:28:50: das ist ja ein Dorn im Auge.

00:28:52: aber wie soll man diese Reformen sonst finanzieren?

00:28:55: Also ne auch die Rennenkasse.

00:28:56: Wie finanzierte man das auf langes Sicht?

00:28:58: Ja, ich glaube nicht dass es werden auf wie dauert tatsächlich die Chance haben über mehr Steuern zu bezahlen.

00:29:05: Also bereits jetzt, ich glaube, hundertdreizehn Milliarden jedes Jahr in die Rente, die der Staat bezahlt.

00:29:12: und dann kommt noch das hinzu was wir alle an Rentenbeiträge halt eben auch noch bezahlen.

00:29:17: Das ist schon eine unglaubliche Summe.

00:29:19: Und ich sage nochmal Die richtig großen Jahrgänge kommen jetzt in die rente.

00:29:24: Der vierhundsechziger ist der größte davon und danach flacht es ab.

00:29:27: Das heißt Wir laufen hier einfach auf ein veritatles Problem zu.

00:29:30: Das können wir auf Dauer nicht mit mehr steuern kompensieren, weil die Steuern müssen von der gleichen Personengruppe erwirtschaftet werden, die unsere Rente bezahlen sollen.

00:29:40: Denn die erwirtschaften ja nicht die Rente für sich sondern die zahlen Rente und diejenigen in denen in Rente sind bekommen am gleichen Tag an dem sie es erwirtschafteten.

00:29:48: Ich lese da jetzt mal den Fehler von Konrad Adenauer, der gesagt hat Kinder kriegen Sie immer?

00:29:54: Ist nicht so!

00:29:54: Die Zahlen der Kinder haben sich deutlich verändert und wir haben das was jetzt nevron beschrieben worden ist mit dem entsprechenden demografischen Wandel.

00:30:01: Deshalb glaube ich, dass es viel wichtiger ist neben die gesetzliche Rente.

00:30:06: Auch ich glaube, die wird es in der Form auch weiter geben andere Formen zu setzen.

00:30:11: Das ist ja in der letzten Legislatur das Thema Aktienrente auf den Weg gebracht worden.

00:30:14: also ich könnte mir da auch mehr vorstellen also wo man quasi einzahlt aber als eben nicht in die klassische gesetzlichen Rente geht sondern zu einem Teil halt eben Aktienindiziert angelegt wird Und daraus entsprechend halt eben auch ein Breitrad bekommt.

00:30:29: Das entspricht ja auch, wenn man mal ehrlich ist viel stärker dem Bild was viele Menschen haben von denen was sie mit der Rente tun.

00:30:35: Es sind ganz viele Menschen die mir immer sagen ich habe das doch eingezahlt wo ist denn das?

00:30:40: Also diese Vorstellung dass es gar nicht für sich selber ist sondern für die aktive Rentengeneration ist vielen Menschen ja gar nicht klar und deshalb glaube ich dass man hier einen Weg finden würde mit den man eine weitere richtige kräftige Säule also nicht so eine Zierleiste sondern eine Säuble wichtig ist, denn wir werden auf Dauer nicht weitermachen können und hier noch eine Steuer- und da noch eine Steuer- und dann auch eine Steuer erfinden können.

00:31:04: Zumal ich ohnehin der Auffassung bin dass wir nochmal abfordernd grundsätzlich in Steuerreform stehen und zwar vor einer die Arbeit preiswetter machen muss und die den Unternehmen im Land deutlich mehr Luft lässt, denn ansonsten brauchen wir uns glaube ich über das was wir in der Zukunft finanzieren wollen gar nicht mehr so intensiv zu unterhalten, dass wird dann unhübsch.

00:31:21: wirtschaftlich.

00:31:23: Ja, Robin.

00:31:24: Also von der linken Seite ist es ja eher so dass man sagt naja Arbeit sollte wird schon genug besteuert wir sollten eher Kapital mehr besteuern um das hinzubekommen.

00:31:32: Wie ist denn deine Antwort auf Lüder jetzt bevor wir in die Schlussgrade abbiegen?

00:31:38: Naja einmal ist die Idee jedenfalls nicht alles mit neuen Steuern zu lösen.

00:31:43: Das ist auch nicht mein Vorschlag.

00:31:46: Ich will sagen einmal diese Idee von einem Generationvertrag Die finde ich Gut und ich finde es wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft Mechanismen haben die eben nicht nur funktionieren.

00:31:58: Ich mache hier was für mich sondern in der Gesellschaft tut man etwas für andere ein anderer tun was für einen selber und das ist ja jetzt kann man diesen Satz von Konrad Adenau sehr eng oder sehr groß auslegen.

00:32:13: weiter ausgelegt schon richtig, dass es in jeder Gesellschaft immer wieder Kinder gibt.

00:32:18: Das heißt grundsätzlich der Grundmechanismus funktioniert schon und wir können uns ja auch nicht alles backen.

00:32:25: natürlich gibt's ein Problem das heute weniger Kinder zur Welt kommen.

00:32:29: Aber so die Generation vor uns hat für eine Generation vor sich gearbeitet und jetzt sind halt wir dran, für die ältere Generation in unserer Zeit zu arbeiten.

00:32:38: Und jede Generation hatte ihre Vor- und Nachteile.

00:32:41: das ist alles furchtbar kompliziertes miteinander zu vergleichen.

00:32:45: aber ich will nicht dass wir gesellschaftlich in so eine Richtung kommen wo nur noch jeder nach sich selber guckt weil dann haben wir im Ergebnis Millionen Leute die nicht in der Lage sind nach sich selbst zu gucken unverschuldet Und das kann es nicht sein.

00:32:59: Deswegen, wenn's um Lösungen geht die Sozialsysteme sind so finanziert dass die Leute, die in Deutschland richtig richtig viel Geld haben da relativ wenig beitragen und das finde ich ist ein Hebel den wir nützen müssen.

00:33:14: Da ist noch richtig viel und deswegen gehts nicht jetzt für ganz normale Leute irgendwie neue Steuern zu erfinden sondern da Gerechtigkeit zu schaffen dass gerade die die besonders viel verdienen relativ wenig sich an diesen Systemen beteiligen.

00:33:31: Und wenn wir das gerade hinkriegen, dass zum Beispiel alle eine gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

00:33:37: in Zukunft so dann wird da auch wieder ein Shoot aus.

00:33:42: Ja, da wissen wir ja, dass der Unterschied zwischen FDP und Sozialdemokratie wahrscheinlich sehr unterschiedlich ist und es ist auch absolut okay.

00:33:51: wie leben deine Demokratie?

00:33:52: oder soll es dieser Streit um bessere Ideen geben?

00:33:57: Ja, dann kommen wir jetzt zum Wochenrückblick.

00:33:59: In Sachsen-Anhalt haben die Landesvorsitzenden der freien Wähler Andrea Menke und Falco Katzimirsch ihren Rückgrill angekündigt.

00:34:07: Als Grund nannten beide die hohe zeitliche Belastung der vergangenen Jahre.

00:34:10: In einer Stellungnahme verwiesen sie auf die zurückliegenden Kommunaleuropa-Bundestagswahlen sowie auf die Vorbereitung der Landtagswahl im Jahr für die NDR.

00:34:19: Die Ender könnten sie künftig nicht mehr mit ihrem eigenen Anspruch aussüben.

00:34:24: In der politischen Debatte in Sachsen-Anhalt äußert sich Ministerpräsident Sven Schulze zur Ausgestaltung des Bürgergeldes.

00:34:30: Er spaßt sich für die Einführung einer Arbeitspflicht, für Bürgergeldumfänger aus.

00:34:34: Der Vorschlag löstere Aktionen aus Politik und Sozialverbänden aus.

00:34:39: Im Mecklenburg-Vorpommern verfolgt die SPD einen Beteiligungsprozess zur Erstellung ihres Wahlprogrammes für die kommende Landtagswahl.

00:34:46: Bürgerinnen und Bürger können dabei eigene Vorschläge und Position einbringen.

00:34:52: Dann möchte ich jetzt noch einmal eine letzte Frage stellen, weil mich das auch persönlich interessiert.

00:34:57: Einmal vor der Wahl, einmal nach der Wahl.

00:35:00: Für die FDP ist es ja auf Bundesebene überall mittlerweile unter fünf Prozent.

00:35:06: Ihr seid bei Wittenberg rausgeflogen.

00:35:09: Wie ist gerade die Stimmung innerhalb der FDP?

00:35:13: Und es wäre ja wichtig, dass ihr eigentlich in den Landtag von Sachsen-Anhalt kommt.

00:35:16: Weil man so auch die Wahrscheinlichkeit verringert, das die AfD dort eine absolute Mehrheit bekommen kann.

00:35:21: Wie ist grad die Stimmung bei euch im Wahlkampf?

00:35:24: Wie schaust du da drauf?

00:35:25: Die Stimmung ist grade gut!

00:35:26: Weil die Umfrage wertet überall in Deutschland anfangen nach oben zu krabbeln.

00:35:29: Das hat ein bisschen was glaub ich zu tun mit dem Thema Bundesparteitag und Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden.

00:35:35: Ich muss ganz ehrlich sagen auch noch mal einen Kompliment an Wolfgang Kubicki und Henning Wöhne die mit ihrem Wettbewerb und den Diskussionen, den Gesprächsrunden, die sie geführt haben ganz offensichtlich für auch erheblich mehr Aufmerksamkeit für die Partei und die Positionen gesorgt haben.

00:35:48: Das hat uns hier in Sachsen-Anhalt gut getan.

00:35:51: Ansonsten weiß ich, dass mein Landesverband immer ordentlich Wahlkämpfe unterwegs ist.

00:35:56: Sachsen ist aber ein kleines Land, zwei Komma am bisschen was Millionen Einwohner.

00:36:01: also.

00:36:01: von daher gehen wir optimistisch in diesen Wahlkampf Auch weil wir wissen dass tatsächlich jede zusätzliche Fraktion, die im Landtag von Sachsen-Anhalt ist dafür sorgt das wir außer demokratischen Mitte eine Regierung stellen können.

00:36:15: Und die Alternative wäre aus meiner Sicht für unser Land fatal und schlecht und ich sage immer Ich möchte ganz gerne auch in Zukunft von einer Regierung regiert werden jeden Tag aufsteht, um mir schlechte Laune zu machen und den Weltuntergang zu beschreiben.

00:36:31: Sondern die die Probleme adressiert und dann auch wirklich anpackt.

00:36:34: das haben wir hier in Sachsen-Anhalt als Deutschlandkoalition sehr gut gemacht.

00:36:39: Wir haben das Land durch ziemlich schwierige Zeiten gut und erfolgreich geführt Und das wollen wir auch in den kommenden Jahren so machen.

00:36:45: Und Robin, bei euch ist es ja sozusagen gekratzt in Baden-Württemberg an der fünf Prozent-Hürde.

00:36:50: Ich wollte dich auch unbedingt einladen weil ich das sehr eindrucksvoll fand wie du ja sehr offene Worte dafür gefunden hast was da irgendwie auch schief geht.

00:36:59: und jetzt sagst Du ja auch ich über den Verantwortung dafür und möchte dann etwas verändern.

00:37:03: Wie ist bei Euch gerade die Stimmung?

00:37:04: Jetzt nach der Wahl und wo auch erstmal der Trubel durch ist.

00:37:08: Na die Gefahr ist dass bei so schlechten Ergebnissen Plural, so die SPD hat ja Wahlniederlage nach historischer Wahlniederalage zu verzeichnen.

00:37:19: Nur die Gefahr ist das da die Stimmung an so einem Keller ist, dass so die Leute von der Stange gehen und die SPD wird nicht mit nem Knall aufhören zu existieren.

00:37:29: Das wäre hier so ein schleichendes Ende.

00:37:32: Das sehen wir ja schon seit Jahren eigentlich.

00:37:35: Ja und dann sind wir praktisch mittendrin.

00:37:38: aber was jetzt passiert?

00:37:40: ist, dass es schon auch viele Leute gibt die sagen das darf nicht passieren.

00:37:45: Die da jetzt richtig Energie reinstecken und es freut mich total.

00:37:49: aber gleichzeitig wenn er's jetzt scheitert so... Das wird der letzte Versuch ja erst mal gewesen sein.

00:37:54: deswegen ist jetzt nicht so, dass alle irgendwie tot traurig in den Abgrund starren.

00:38:00: Aber in dem Abgrund hat man schon geschaut.

00:38:03: Man dreht das Ding auch nicht indem man wie Frau Hüstens gesagt hat schlecht gelaunt ist oder Es somit, wir machen es jetzt mal ein Nummer kleinermäßig probiert so.

00:38:14: Isabel Kattematori und ich die wird als Doppelspitze antreten.

00:38:18: Wir sagen wir müssen da jetzt am großen Rad drehen.

00:38:20: Wir haben heute nur über einen Teil der ganz großen Probleme gesprochen aber was auf dem Wohnungsmarkt passiert gehört zum Beispiel dazu.

00:38:28: So eine SPD muss in der Lage sein diese Probleme grundsätzlich zu lösen.

00:38:32: das war sie in den letzten Jahren offensichtlich nicht weil wir haben ja diese Probleme noch Und wir wollen die SPD wieder dahin bringen und stoßen auf viele Motivierte Mitstreiterinnen und Mitstreitern.

00:38:44: Dann wünsche ich euch beiden sehr viel Erfolg für deine Kandidatur von Landesvorsitz, bei euch das sie wieder im Landtag landet!

00:38:52: Habt noch eine wunderschöne Woche und genießt die Sonne, die ihr heute rausgekommen ist!

00:38:57: Das machen wir!

00:38:57: Danke!

00:38:58: Bis

00:38:58: bald!

00:39:02: Ja, das war doch mal eine spannende Folge mit zwei sehr unterschiedlichen Gästen und guten Schlagabtauschen.

00:39:08: In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürgerinnen über das Thema Sozialpolitik – die Folge wird am fünften Sechsten erscheinen!

00:39:14: Habt ihr eigene Fragen oder Feedback.

00:39:16: schickt uns eine Sprachnachricht an geht an unseren Sounddesign, also Sebastian Jautschuss.

00:39:34: Dann bleibt mir nichts anderes zu sagen als macht es nicht nur gut, macht die Welt ein kleines bisschen besser!

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